hallo borderfever,
leider kann ich dir deine fragen nicht alle gänzlich und eindeutig beantworten. aber ich versuch mal mein bestes:
ich denke nicht, dass es studien darüber gibt, wie oft trotz spirale eine eizelle befruchtet wird. dies lässt sich nämlich weder mit ultraschall noch durch irgendwelche bluttests sicher/eindeutig feststellen. eine befruchtete eizelle KANN zwar bereits geringe mengen hCG (Schwangerschaftshormon) verströmen, aber das ist nicht immer so und ist zudem meist nichtmal meßbar, weshalb schwangerschaftstest zu diesem zeitpunkt noch nicht darauf reagieren. erst wenn so eine eizelle befruchtet wird und sich anschließend in die gebärmutterschleimhaut einnistet, beginnt die meßbare produktion dieses hormons und dann erst spricht man im allgemeinen von einer schwangerschaft.
das kupfer in der spirale hemmt die spermien bewiesenermaßen nur zu einem gewissen grad (dies lässt sich ja durch experimente mit spermien im reagenzglas testen), daher muss man davon ausgehen dass es durchaus noch einige spermien gibt, die es doch schaffen eine eizelle zu befruchten. aber deswegen besteht, meiner meinung nach, noch lange keine schwangerschaft, denn die befruchtete eizelle müsste sich, wie bereits erwähnt, dafür ja zunächst einnisten. gerade dieses einnisten wird aber auch durch die spirale verhindert. die spirale wirkt also auf zwei arten: einmal hemmt das kupfer die spermien und zusätzlich verhindert das vorhandensein diese "fremdkörpers" in der gebärmutter die einnistung von befruchteten eizellen.
die tatsache, dass es zur befruchtung der eizellen kommen kann stößt einigen menschen scheinbar sauer auf. ich glaube sogar rötzer argumentiert so gegen den einsatz von kupferspiralen. für diese leute stellt eine befruchtete eizelle bereits ein neues leben dar und da die spirale das überleben (die einnistung) dieses neuen lebens verhindert, ist die spirale ihrer meinung nach wie eine abtreibung zu werten.
ich persönlich finde das schwachsinnig, denn es kommt auch ohne spirale oft genug vor, dass eine eine befruchtete eizelle sich nicht einnistet...und dann spricht man ja auch nicht von abtreibung oder fehlgeburt. es hat dann eben einfach nicht sollen sein.
du musst wissen, eine befruchtete eizelle teilt sich durchaus innerlich einige male bevor sie sich dann am ca. 5-6. tag nach der befruchtung versucht einzunisten. sie besteht zu diesem zeitpunkt innerlich aus einem zellhaufen von etwa 100 zellen, aber keine organe, keine erkennbaren formen, kein herz...nur ein kleiner zellhaufen innerhalb der zellwand. man spricht hier auch noch lange nicht vom embryo (schau mal hier
http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anat ... y/Tag1.htm)
damit sich dieser zellhaufen in der eizelle weiter entwickeln kann benötigt er nährstoffe aus der gebärmutterschleimhaut. nistet sich die eizelle also nicht ein, hört die zellteilung in ihrem inneren einfach auf und es gibt keine weiterentwicklung. die eizelle geht dann ebenso ab wie all die unbefruchteten eizellen und basta.
letztendlich muss natürlich jeder/jede für dich selber entscheiden, ob er/sie eine befruchtete eizelle bereits für beginnendes leben hält, oder ob er/sie erst die einnistung der eizelle als beginn einer schwangerschaft betrachtet.
zu deinen blutungen. ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass das mit befruchteten oder unbefruchteten eizellen zusammenhängt. man sagt befruchteten eizellen zwar nach, dass sie nach wenigen tagen bereits hCG (humanem Choriongonadotropin) in geringem maße produzieren, aber dieses ist kaum messbar, reicht nichtmal für einen eindeutigen schwangerschaftstest aus und daher bezweifel ich auch dass es in diesen geringen mengen einfluss überhaupt einfluss auf den körper und/oder die nächste mens nehmen kann. erst wenn sich die eizelle einnistet steigt die hCG-Produktion deutlich meßbar und erst dann stellt sich der körper auch auf eine schwangerschaft ein und die blutungen bleiben aus.
gut, sag niemals nie, vielleicht gibt es ja tatsächlich einige wenige frauen, deren körper super sensibell auf das hCG reagiert, aber bei der mehrheit der frauen ist das vermutlich ehr nicht der fall, zumindest habe ich vor dir noch keine spiralenträgerinnen über solche unregelmäßigkeiten beim zyklus klagen hören.
ich würde an deiner stelle lieber mal naheliegenderen möglichen ursachen nachgehen:
lass nen hormonstatus machen(schilddrüse und sexualhormone), lass dich auf nährstoffmängel testen. überprüfe selber die abhängigkeit dieser auffälligkeiten von stress und ernährung.
ich hoffe ich konnte dir ein bißchen weiter helfen. viel erfolg bei deiner weiteren recherche.
Grüße vom Hormönchen