Puh, schwieriges Thema.
Also NFP würde ich meiner Tochter aus mehreren Gründen wohl ehr weniger empfehlen:
1. Der Zyklus einer Pubertierenden ist noch nicht verlässlich
2. Teenager an sich sind auch nicht sehr verlässlich (früh aufstehen und Temperatur messen? Ich glaube, dass kaum ein junges Mächen das gern und zuverlässig macht).
3. Glaubt ihr wirklich ein junges unerfahrenes Mädchen hat den Mumm ihrem Freund zu sagen: "Hey sorry, weißt du, ich habe meine Temperatur gemessen und meinen Schleim ertastet und heute dürfen wir keinen Sex haben."
3. Junge Mädchen entdecken ihren Körper erst noch und ihr Körperbewusstsein ist noch ein anderes als unseres. Junge Mädchen finden es nicht so faszinierend ihren Zyklus zu beobachte, sondern ehr lästig oder gar ekelig. Und ich glaube auch nicht, dass ein junges Mädchen gern mit seiner Mutter über Zervixschleim etc redet

Aufklärung schön und gut, aber wäre unsere Mutter uns Mädels früher mit sowas gekommen hätten wir sofort reiß aus genommen....viel zu "peinlich".
Summa sumarum: ich denke NFP ist leider nix für Teenies. Natürlich kommt es generell, wie viele hier ja schon erwähnt haben, auf das Mutter-Tochter-Verhältnis an.
Da ich Pillengegnerin bin würde ich vermutlich ein intensives Gespräch mit meiner Tochter führen, sie dabei genau über ihren Körper aufklären, ihr von der schädigenden hormonellen Verhütung abraten und ihr zu Barrieremethoden, vor allem Kondomen, raten.
Ich würde ihr zudem raten mit dem erstem Mal bestenfalls zu warten, bis sie schon länger mit einem festen Freund zusammen ist und würde ihr für diesen Fall, also sobald sie regelmäßig Sex haben möchte , zur Gynefix oder (Gold-)Kupferspirale raten - würde, wenn erwünscht, auch den Arzttermin begleiten und das Ganze finanzieren. Das halte ich zumindest für die beste und sicherste Lösung. Am besten dann trotzdem noch Kondom dazu wegen Krankheitsübertragung etc.
Letztendlich bleibt es natürlich die Entscheidung der Tochter...ob es Frau Mama passt oder nicht. Schließlich können sich Mädchen ab 14 Jahren auch ohne Zustimmung der Eltern umsonst die Pille besorgen und ich befürchte zudem, dass die meisten Mädels lieber bequem die Pille nehmen wollen: schön bunt, macht schöne Haut und alle Freundinnen nehmen sie ja auch (wie cool).
Alles was und Müttern dann bleibt ist also der Versuch einer guten und einfühlsamen Beratung ohne Druck oder Bevormundung und die Hoffnung, dass das Verhältnis zur Tochter so gut ist, dass sie es auch annehmen kann und sie nach Hilfe/Unterstützung fragt wenn sie Bedarf hat
...oder einfach nur Jungs kriegen
