LaCaninchen hat geschrieben:
Danke alana!
Heftig finde ich, dass ich die Pille einige Jahre durchgenommen habe :-/
Auf Rückfragen bekam ich immer nur die Antwort, es gäbe keine anderen Möglichkeiten zur PCO Behandlung und wenn ich ne andere Pille hätte haben wollen, müsste ich die bezahlen. Da ich aber die Pille als Medikament verordnet bekommen habe, habe ich das irgendwie nicht eingesehen...
Das ist völliger Quatsch. Ich hatte schon so oft Valette Rezepte in der Hand mit Diagnosen drauf. Wenn es da Regresse oder Retaxationen geben würde wüsste ich das. Es gibt Diagnosen bei denen die Pille als sinnvoll gilt, aber nicht gezahlt wird.
Bei einer Indikation, bei der eine Kostenübernahme durch die Kasse vorgesehen ist, ist das Präparat (sofern geeignet und prinzipiell erstattungsfähig) unerheblich. (Bei Off Label Use wird es wieder kompliziert.)
Die Erstattung eines Medikamentes richtet sich in vielen Fällen nach der vorliegenden Erkrankung. D.h. dasselbe Medikament wird bei manchen Erkrankungen gezahlt, bei anderen nicht. Das finanzielle Risiko liegt hier beim Arzt. D.h. man bekommt das Medikament in der Apotheke, die Kasse zahl das was über den Eigenanteil hinaus geht an die Apotheke, die Kasse lässt sich das Medikament etvl. vom Arzt nachträglich bezahlen, wenn sie sich im nachhinein gegen die Kostenübernahme wert.
Bei einigen Medikamenten kam es auf diese Weise sogar zu Praxisschließungen. Wenn solche Regresse einen Arzt oft treffen ist eine Praxis schwer zu erhalten.