Ich wollte noch ein paar Sätze zum Umgang mit dem persönlichen Umfeld für dich hier lassen:
Du musst das ja niemandem erzählen, wenn du nicht magst. Ich verstehe das total, wenn man angst vor den Reaktionen hat, insbesondere von Menschen, die man mag und die man gut kennt

Ich habe anfangs auch geschwiegen, ich wollte überhaupt keine Diskussionen lostreten, wann ich denn schwanger werde, weil ich ja ach wie unsicher verhüte. Um ehrlich zu sein hatte ich diese Vorurteile selbst.
Mittlerweile gehe ich selbstbewusster damit um. Wenn mich jemand fragt, dann erzähle ich ihm_ihr das. Wenn dann jemand meint, er_sie müsse die Nase über meine Wahl rümpfen, so sage ich gerne, dass ich mittlerweile seit über einem Jahr problemlos damit verhüte, dass es meine Wahl ist und dass er_sie sich ihr Naserümpfen gerne mal wohin stecken kann

Meist kommt dann das Argument ich oder mein Partner könne ja unfruchtbar sein. Das halte ich für recht unwahrscheinlich, aber ganz ehrlich: Wenn es so wäre, wäre es doch nur ein Grund mehr meinen Körper nicht mit künstlichen Hormonen zu belasten, ich oder mein Partner sind ja eh unfruchtbar, kann ja gar nix passieren.

Ich hatte und habe das Gefühl, dass ich mit meiner Verhütungswahl jeden Zyklus ein wenig selbstbewusster umgehe, ich bin mir doch selbst der beste Beweis dafür, dass es funktioniert. Sollen die anderen doch Naserümpfen, lachen oder versuchen zu diskutieren, ich habe genug Luft um den Argumenten entgegenzuwirken und noch dazu bin ich überhaupt nicht in der Position jemanden missionieren zu müssen, daher verlange ich diese gegenseitige Rücksichtnahme auch für mich selbst.
Ich denke, viele werden mit den blöden Blicken aufhören, wenn sie im Laufe der Zeit merken, dass du ja immer noch nicht schwanger bist
