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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 16. November 2012 12:10 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 17:47
Beiträge: 12499
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Nö, gabs nicht. Aber wir haben auch eine anders sturkturierte Ausbildung als in Österreich. *zustimm*

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 16. November 2012 22:26 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 22. August 2005 18:45
Beiträge: 414
Lune hat geschrieben:
Aber wir haben auch eine anders sturkturierte Ausbildung als in Österreich.

*Räusper* Augsburg liegt definitiv nicht in Österreich *Nudelholz* !
;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 16. November 2012 22:29 
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Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
Wohnort: mind palace
NFP seit: Oktober 2008
Aber Wien schon und da hat Manu ihre Ausbildung gemacht. Und das anscheinend mit Theologieeinheit.

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Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 17. November 2012 10:02 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Jep, soweit so klar. Nur finde ich, kann man das dann nicht mehr als Totschlagargument gegen die Methode Sensiplan (weil kirchlich verknüpft) verwenden, weil die Ausbildung ja variabel gestaltet wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 22. November 2012 11:45 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
Beiträge: 13085
Wohnort: Wien
NFP seit: Dezember 2005
Ja, bei mir war der Ausbildner eine Tochtergesellschaft der Österreichischen Bischofskonferenz.

Alternative zu Sensiplan: Das wäre dann wohl NER, die allerdings auch sehr katholisch angehaucht sind (Rötzer spricht in seinem Buch ja auch immer von "ehelichem Verkehr" ).

Und ich diskutiere durchaus mit katholischen Moraltheologen, für mich wars ein Heidenspaß (Achtung, Wortspiel ;-) ), vor allem, weils im Vorfeld geheißen hat, er legt Wert darauf, dass diskutiert wird. Er war mit meinen Fragen und Aussagen sehr rasch überfordert und hat mir mit "mit ihnen kann man nicht diskutieren" den Mund verboten, ich hab dann demonstrativ den Mund zusammen gekniffen, mich demonstrativ auf meine Hände gesetzt und hab ihn die ganze Zeit angelächelt. ... der hat sich da nicht sehr wohl gefühlt ;-).

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Manu kurvt im 130. Zyklus, NFP zur Zyklusbeobachtung ............. Mit Epikur, Mephisto und Diabolo für immer ganz fest im Herzen, sowie Imhotep und Diego am Kratzbaum
Es ist schwer, gegen einen Feind zu kämpfen, der sich in deinem Kopf eingenistet hat. Sally Kempten


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 22. November 2012 21:36 
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neu hier

Registriert: 31. Oktober 2011 11:30
Beiträge: 9
Wohnort: Bayern
Also ich lese jetzt schon eine ganze Weile hier mit und muss sagen, dass ich die ganze "Aufregung" echt nicht verstehe!

Ihr wollt offenbar NFP-Beraterinnen werden, da es euch (vermutlich) am Herzen liegt, möglichst vielen Frauen diese tolle Methode nahezubringen.
Die kath. Kirche unterstützt die NFP, ja sie war und ist sogar treibende Kraft ihrer Erst- und Weiterentwicklung und will diese Methode ebenfalls möglichst vielen Frauen nahe bringen.
Was also ist euer Problem???

Ach so!!!! Die Morallehre der Kirche!!!! Hat sich wirklich eine von euch (die eine ablehnende Haltung gegenüber der kath. Morallehre haben sind gemeint) jemals konkret mit dieser auseinandergesetzt?? Habt ihr euch mal gefragt, WARUM die Kirche die Meinung vertritt, die sie vertritt?
Habt ihr euch wirklich einmal selbst und intensiv mit der kath. Lehre von der Weitergabe des Lebens (Humane vitae) beschäftigt - oder lebt ihr mit dem Halbwissen, den Vorurteilen, die euch andere vorgekaut haben??

Gerade die Position meiner Kirche zur Sexualität, ist einer der Gründe, warum ich gerne katholisch bin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 22. November 2012 22:17 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
maria, ich distanziere mich von der Kirche und möchte auch auf keinen Fall damit in Verbindung gebracht werden und auch nicht mit ihrer Einstellung zu Verhütungsmitteln. Trotzdem bin ich NFP-Beraterin, ich habe auch die Ausbildung selbst bezahlt und kein Geld von der Kirche als Zuschuss bekommen. Daher vertrete ich auch Kondomverwendung in der fruchtbaren Zeit. Ich finde, man kann sehr wohl gegen die Kirche sein und trotzdem pro NFP.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 22. November 2012 22:34 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
Beiträge: 8495
NFP seit: 2005
Sehe es ähnlich wie Estreya, obwohl auch ich u.a. wegen der kath. Sexuallehre sehr gerne katholisch bin und ebenfalls das Probleme sehe, dass die Mehrheit nie "Humanae vitae" gelesen hat und mal einfach munter diskutiert ohne zu wissen, was drinsteht. Ich denke die Thematik ist sehr komplex, denn ja, ohne die kath. Kirche würde es die Sensiplan-Methode so, wie ist derzeit ist, nicht geben. Das kann man auch nicht vollständig verdrängen. Dennoch muss es eben auch für Atheisten oder anders Gläubige Möglichkeiten geben die NFP neutral erlernen zu können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 22. November 2012 22:57 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 17:47
Beiträge: 12499
Wohnort: Freiburg
NFP seit: 2006
Ein Satzzeichen reicht übrigens, um deine Botschaft am Ende eines Satzes rüberzubringen, für mich liest sich das sehr aufgeregt und aufdrängend.
Vor allem weil du hier Fragen in den Raum stellst, die ich fast alle mit ja beantworten kann. Ich habe mich bisher nur im Internet damit befasst, aber z.B. allein weil hier so kompetente katholische Frauen sind, denke ich schon, dass ich da etwas an Wissen erworben habe.
Jetzt besuche ich "sogar" ein theologisches Seminar in der Uni und befasse mich jetzt auch tiefer mit der Materie.
Trotzdem glaube ich kaum, dass sich meine Meinung zur Sexualmoral der Kirche ändern wird. Ich finde diese Sexualmoral kostet Leben, sie geht für mich geht am Leben der Menschen vorbei und grenzt eine unglaubliche Vielfalt von Menschen aus.
Trotzdem kann ich dankbar sein, dass die kath. Kirche die Finanzierung von Sensiplan auch heute noch macht und kann das gute darin sehen.
An sich möchte ich aber auch zu bedenken geben, dass vieles von der scheinbar standartisierten katholischen Sexualmoral auch von unten in Frage gestellt wird. Der Dozent in meinem Seminar ist offensichtlich tief gläubiger katholischer Mensch und trotzdem stellt er das Zölibat von Priestern in frage und das mit einer Begründung, die ich so noch nie gehört hatte und ziemlich spannend finde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 23. November 2012 06:36 
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Inventar

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Beiträge: 2266
NFP seit: 12.10.2008
@Maria85

Bei mir isses mein Atheismus, der nicht kirchenkompatibel ist. Ich bin ungetauft und habe nie Religionsunterricht gehabt. Ich bin ohne Glauben aufgewachsen.

Versetz dich mal an meine Stelle, bloß andersrum:
Stell dir einfach vor, du würdest hören, dass du ne tolle NFP-Berater-Schulung machen könntest, aber dafür das Versprechen abgeben müsstest, das nach islamischen Moralvorstellungen zu machen. (Oder eben alternativ dafür jedem deiner Schüler zu erzählen, dass es Gott nicht gibt.)

1. Wüsstest du als Katholik überhaupt genug über den Islam?
2. Möchtest du dringend im islamischer Morallehre unterrichtet werden, nur um NFP-Beraterin zu werden
3. Willst du etwas lehren, hinter dem du nicht stehst? (So hatte ich das nämlich erst verstanden)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 23. November 2012 15:11 
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Moderatorin a. D.

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Aoi, das war exakt die Kritik, die ich bei meiner Ausbildung angebracht habe, und zwar, dass auf andere Religionen nicht eingegangen wurde. Und grad, wenn man in Wien in einer Familienberatungsstelle sitzt, ist es sehr wahrscheinlich, dass man Klientinnen mit islamischen Hintergrund hat. Da hätte ich gerne gewusst, was für sie wichtig ist.

Ansonsten lasse ich Moraltheologie in meinen Beratungen außen vor (außer, die Klientin würde explizit danach verlangen). Dadurch, dass ich ja noch Verhütungsberaterin bin, kann ich die Kondome und Co. aus meiner Sicht als Verhütungsberaterin einbringen. Auf meiner Homepage findet sich zB auch ein Bild von Kondomen - aus dem Grund bin ich auch bei meinem Ausbildungsinstitut nicht verlinkt, so what? Meine Kundinnen finden trotzdem zu mir.

w/ Moraltheologie: die grundsätzliche Idee dahinter (also, dass die Frau nicht jederzeit und uneingeschränkt dem Mann "zu Willen" sein soll) finde ich ja durchaus begrüßenswert. Allerdings überwiegen für mich die Nachteile. Was für mich nicht heißt, dass ich nicht Cherrypicking betreiben kann, dieses Recht hab ich als Agnostiker ja, ich betrachte die katholische Sicht der Dinge als durchwegs interessanten philosophischen Zugang, aber genauso, wie ich den Buddhismus als interessante Philosophie betrachte ;-). Was ich aber in jedem Fall explizit ablehne ist JEDE Art von religiösem Fanatismus und da ists mir herzlich wurscht, ob die betreffenden Fanatiker katholisch, muslimisch oder was-auch-immer sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 24. November 2012 17:57 
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NFP-Prinzessin

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Manu, wo/wie hast du dich zur (allgemeinen?) Verhütungsberaterin ausbilden lassen? Das finde ich spannend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 26. November 2012 12:30 
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Moderatorin a. D.

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Das war bei uns in der NFP-Ausbildung inkludiert *zustimm*. War ein halber Tag in der Ausbildung und wir sind unterschiedliche Verhütungsmethoden - auch hormonelle - durchgegangen. Unsere Ausbildung ist aber auch anders strukturiert als die in DE, da wir vom Familienministerium zertifiziert sind. Ich bin deshalb nicht "NFP-Beraterin" oder "sensiplan-Beraterin", sondern auf meinem Zertifikat steht "Familienplanungsberaterin mit Schwerpunkt natürliche Familienplanung". Mit dem Zertifikat darf ich in Familienplanungsstellen arbeiten, die von der Republik Österreich unterstützt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 26. November 2012 12:46 
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Moderatorin

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NFP seit: Oktober 2008
Blöde Frage, aber dann bist du "auf dem Papier" keine explizite "Verhütungsberaterin", oder? Also ich frage nur zum Verständnis, kann man sowas als eigene Fort-/Ausbildung denn machen? *kopfkratz* Weil, cool wäre das ja! :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausbildung zur NFP-Beraterin
BeitragVerfasst: 26. November 2012 14:00 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
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NFP seit: Dezember 2005
In Ö ist "Verhütungsberater" kein geschützter Beruf. Theoretisch kann sich jeder "Verhütungsberater" nennen. Ich bin "Fachberaterin für Familienplanung mit Schwerpunkt nat. Familienplanung" (grad nochmals nachgeschaut), nachdem das aber kaum wer versteht und "Familienplanung" einerseits Verhütung, andererseits Kinderwunsch beinhaltet, hab ich nachgefragt, ob ich mich "Verhütungsberaterin" nennen darf. Nachdem ich da ein "ja" bekommen habe, nenne ich mich jetzt "NFP-Beraterin und Verhütungsberaterin". Das hilft mir auch beim Positionieren, von mir erwartet man jetzt nicht so, dass ich frenetisch Werbung für Pille und Co mache ;-).

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