Chamäleon hat geschrieben:
Und die wird meiner Meinung nach von der katholischen Kirche im Fall von nfp weidlich ausgenutzt. In Form des eingetragenen Markennamens & der "Theologie des Leibes" in der Beraterinnenausbildung. Der Deal ist: ich bring' Euch was bei, aber Ihr müsst Euch dafür von mir ein bisschen missionieren lassen. Altruismus ist was anderes.
Ich bin per Definition Agnostikerin und ich wurde keinesfalls "missioniert"... Ich hab in der Ausbildung einen dreistündigen Block "katholische Ethik" abgesessen, hab mit einem Moraltheologen solang diskutiert, bis er mir den Mund verboten hat (was ich sehr amüsant gefunden hab), hab teilweise interessante Dinge gehört, die ich - sollte ich je eine strengkatholische Klientin haben - verwenden kann, dafür habe ich es hilfreich gefunden, aber ich hab nach wie vor meine eigene Meinung zu Glaube, Kirche usw...
Chamäleon hat geschrieben:
Manu hat geschrieben:
Ich kann ja auch nicht - wenn ich mein Kind in der Schule anmelde - sagen "ich will aber nicht, dass mein Kind den Englischunterricht besucht, denn ich will nicht, dass mein Kind diese Sprache lernt".
Ich kann es aber vom Religionsunterricht ausschließen. Dann gibt's halt stattdessen Ethik.
Das kann man nicht in einen Topf werfen mit z.B. Englisch. Das eine sind real existierende Sprachen/Wissensgebiete. Und das andere ist eben Glaube. Glauben heißt vor allem aber: nicht wissen. Wenn ich nicht weiß, kann ich nicht zwischen "richtig" & "falsch" unterscheiden. Und so 'ne schwammige Situation ist nicht dazu geeignet, jemandem sein Weltbild überzustülpen, der eigentlich was ganz anderes lernen will.
Gut, dann ein anderes Beispiel: ich will mein Kind in eine katholische Schule stecken, weil die im Vergleich zur "normalen" öffentlichen Schule die besseren Lehrer haben. Da "kaufe" ich natürlich mit, dass mein Kind dann in den Religionsunterricht muss. Was überwiegt? Wenn mein Kind dann eine bessere Allgemeinbildung hat, würde ich die 2 Stunden Religionsunterricht in der Woche sofort nehmen und würde mein Kind halt zuhause darauf vorbereiten, dass es trotz allem seine eigene Meinung zum Unterricht haben darf.
Für mich stellt sich die Frage, was willst du: eine sensiplan-Zertifizierung? Dann muss man halt "Theologie des Leibes" oder was auch immer mit in Kauf nehmen. Das ist halt da der "Lehrplan". Und wenn ich das Zeugnis will, muss ich das halt in Kauf nehmen. Das ist ja fast so, wie wenn ich sage "ich will unbedingt ein iPhone haben, will aber als Betriebssystem kein iOS" und rege mich dann bei Apple auf, warum das iPhone nicht mit Android vertrieben wird...