physalie und ihr Kettchen sind zuhause, sitzen gerade entspannt auf der Couch und wollen euch berichten. das wichtigste vorab: ich hatte keine schmerzen und mir geht es super!!
Legen lassen habe ich sie bei
Dr. Olbertz, München und ich fand mich beim Legen sehr gut aufgehoben, er ist ein netter Arzt, hat zwar eine etwas ironische Ausdrucksweise, aber das nimmt einem in dem Moment auch gut den Bammel
Vorbereitung:Als ich auf dem Untersuchungsstuhl saß, hat er mir ganz genau die einzelnen Schritte erklärt, die folgen werden, Vorbereitungen getroffen (alles bereit gelegt, das Ultraschallgerät angeschalten etc.) und gesagt, dass es schmerzhaft sein kann. Er wisse zwar nicht wie, aber es wird zweimal weh tun. Das ganze dauert aber nur 2 Minuten und er sei sicher, dass in dieser Zeit er und ich wunderbar miteinander klar kommen werden.
Zur Vorabberatung war ich bei Dr. Meyer (gleiche Praxis), die meine Gebärmutter untersucht und gecheckt hat. Dies hat er nochmal wiederholt, um sich selbst ein Bild zu machen.
Auf meinen Wunsch hin, hat er nochmal einen Abstrich untersucht, ob auch wirklich keine weißen Blutkörperchen und somit kein Pilz vorhanden ist (im Falle eines Pilzes hätte er von seiner Seite keine Einlage gemacht!). Es waren null Pilzanzeichen, somit stand einem Startschuss nichts mehr im Wege.
Einlage:Ich hab versucht mich auf dem Stuhl zu entspannen (soweit das möglich ist), ruhig durchgeatmet, er hat wirklich Schritt für Schritt erklärt - ohne zu viel zu verraten, was man in dem Moment evtl. nicht hören möchte. Zuerst wurde der Muttermund mit einem "Festschraubdings" in die richtige Stellung gebracht, desinfiziert, dann hat er das erste Zwicken angekündigt mit der Bitte dass ich huste. Anschließend hat es noch zwei mal recht arg gezogen, das Gefühl war schon relativ unangenehm, aber aushaltbar! Mir ist es zwar heiß und kalt geworden, aber Schmerzen im eigentlichen Sinne hatte ich Null!
Nachbereitung:
In einem vaginalen Ultraschall (ich dachte mir, "oh nein, nicht schon mit etwas in mir herumfuhrwerken"

) hat er die Lage überprüft und die Stelle in der Gebärmutterwand, an der die Gynefix befestigt ist. Laut ihm liegt die Mindeststrecke bei 3 mm. Das war erfüllt, hervorragend. Danach hat er via Ultraschall das ganze noch vermessen, mir das Ultraschall erklärt und mir einen Ausdruck mit nach Hause gegeben.
3 Tage lang gibts jetzt Sex-, Sport- und Tamponverbot. Nach der nächsten Mens soll ich zum Kontrolltermin kommen. Einen Contrel-Pass habe ich noch mitbekommen.
Das war's schon! Ganze 13 Minuten war ich im Behandlungsraum
Nochmal zum Schmerz:
Ich hatte 2 Stunden vorher die Arthotec-Tablette genommen und 45 sowie 20 minuten vorher jeweils eine Ibuprofen 400. Der Einsetzschmerz war total aushaltbar, es hat eher gezogen, als würde jemand "in meinen Innereien herumwühlen" und zweimal stark in mich boxen, eher als dumpfes Drücken/Ziehen zu beschreiben. Einen richtigen schmerzhaften Schmerz wie ich ihn als Bauchkrämpfe bei meinen Tagen hatte, hatte ich NICHT (und ich habe manchmal wirklich krasse Bauchkrämpfe). Mir war direkt nach dem Einsetzen etwas schwummrig und heiß und kalt. Aber im Grunde war alles wirklich aushaltbar.
Auf die Arthotec hin habe ich im Vorfeld ganz leichte Blutungen bekommen. Seit der Einlage habe ich recht starke Blutungen gerade, mal sehen, wie lange es anhält. Aber auch das ist aushaltbar völlig ohne Bauchschmerz.
Das schwierigste wird jetzt wohl sein, in Sachen Verhütung "einem Ding" zu vertrauen, von dem man weiß, es ist da, man es aber nicht spürt. Ich unheimlicher Kopfmensch werde da jetzt wohl einen neuen Schalter umlegen. Und auch vor dem Verlieren bin ich etwas panisch. Aber ich rede mir eben ein, dass man es ja irgendwie spüren/sehen muss, sollte man sie verlieren. We'll see!