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 Betreff des Beitrags: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 08:13 
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neu hier

Registriert: 9. Oktober 2012 07:45
Beiträge: 13
Hallo *sonne*
wir ihr in meiner Kurve sehen könnt hatte ich in diesem Zyklus nach meiner ersten hören Messung einen Ausreißer nach unten auf die Hilfslinie...bei mir kann es sein, das ein Messfehler der Grund dafür war weil ich noch recht wenig Erfahrung habe (natürlich und sicher habe ich mir vorgestern bestellt und warte sehnsüchtig darauf ;-) ) aber ich frage mich, wie die Ausnahmeregeln in der Temperaturmessung physisch erklärbar sind

Ausnahmeregel 1: Es kann sein, dass gerade der dritte Wert nicht um 0,2 °C höher liegt. Dann warten Sie einen weiteren Tag ab. Dessen Wert muss über der Hilfslinie liegen, braucht aber nicht 0,2 °C höher zu sein.

Ausnahmeregel 2: Fällt eine der drei höheren Messungen auf oder unter die Hilfslinie, so ignorieren Sie diesen Tag und warten einen zusätzlichen Temperaturwert ab. Dieser muss 0,2 °C über der Hilfslinie liegen.

Soweit ich weiß bewirkt das Hormon Progesteron ja den Temperaturanstieg, wenn es einmal in höhrem Maße ausgeschüttet wird, wie kann es dann sein, das die Temperatur einen Tag später wieder fällt um am nächsten Tag wieder zu steigen? *hä*
Wieso muss man dann nicht davon ausgehen, das die erste höre Messung die mit dem Eisprung zu tun hat erst da eintritt, wo die Temperatur deutlich oben bleibt, bei mir also erst an Tag 3 der angeblichen Hochlage?
Oh oh, ich hoffe ihr versteht was ich meine *kopfkratz*
Lieber Gruß Lina

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 12:10 
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Inventar

Registriert: 14. Oktober 2008 23:43
Beiträge: 2266
NFP seit: 12.10.2008
Vielleicht ist das auch einfach eine Absicherung, dass die Erhöhung wirklich vom Eisprung und nicht von irgendwas anderem kommt?

_________________
Aois Wald: Baummarderfan mit Lynx*10/2017, Wiesel *03/2021, Ehehörnchen und den Samtpfoten Minze und Findus


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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 12:21 
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Kurvenjunkie

Registriert: 4. Juli 2012 16:34
Beiträge: 1905
Wohnort: SN
NFP seit: Juni '12
AR1 ist einfach: die brauchen viele Frauen, die nur einen langsamen Tempanstieg haben oder generell nur wenig Unterschied zwischen Tieflage und Hochlage. Sonst könnten die ja nie auswerten.
AR2 ist etwas schwieriger. Wir haben ja alle "natürliche" Temperaturschwankungen (hab ja schon ziemlich viele Kurven angeguckt, und ich hab noch keine einzige mit nem geraden Strich als TL gesehen :mrgreen: ). Das Porgesteron erhöht nun die Temp, aber auch hier treten noch Schwankungen auf. Wenn nun jemand eine relativ hohe HiLi hat, und das Progesteron erhöht nun die Temp, aber an einem Tag wäre (auch in der TL) aus irgendeinem Grund die Temp halt etwas tiefer als sonst, dann kann es passieren, dass dieser Wert zwar schon in der HL ist, aber trotzdem unter die HiLi rutscht - deswegen diese Ausnahmeregel.

Versteht ihr mein Geschreibsel? In meinem Kopf ist alles ganz logisch! *undweg*

_________________
Was dir an Vollkommenheit fehlt, ersetze durch Demut. [Thomas von Kempen]
Tabs (7/90) liebt und lebt mit Ehemann (3/87)
Sohn E. (9/16), Tochter K. (6/21), Tochter S. (11/24) sowie ★★ (7/15)


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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 12:54 
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Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
Beiträge: 26849
Wohnort: mind palace
NFP seit: Oktober 2008
Bei so Fragen sollte man sich auch immer vor Augen führen, dass die Regeln nicht am grünen Tisch und theoretisch entstanden sind, sondern durch Beobachtung und Auswertung von *zahlvergessen* Zyklen. Es kann also gut sein, dass auch in diesem Fall keine Überlegung im Sinne von "wenn dieses Hormon hier steigt und dann das passiert, dann folgt daraus, dass ..." stattfand, sondern die vorliegenden Zyklen entsprechende, statistisch relevante Muster gezeigt haben und die dann so in die Regeln eingearbeitet wurden, dass eine höchstmögliche Sicherheit zusammen mit Praktikabilität der Anwendung gewährleistet sind. Im Nachhinein kann man sowas natürlich dann wieder auf das hormonelle Zusammenspiel zurückrechnen, aber vielleicht trotzdem nicht zu 100% auflösen. :-)

Vielleicht weiß eine der Beraterinnen dazu aber auch mehr.

_________________
Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
Happy endings don’t exist, but here’s a pearl you may have missed: Every day can be a happy beginning.


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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 13:48 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 22. Juni 2009 17:57
Beiträge: 963
Danke, jetzt hab ich auch wieder was gelernt 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 14:06 
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Moderatorin

Registriert: 26. Juli 2004 12:01
Beiträge: 12828
NFP seit: 8. Jan 04 mit Unterbrechungen
Es ist ja auch nicht so, dass Progesteron die Temperatur 1:1 steuert. Es ist ein Faktor unter zig anderen, die sich auf die Temperatur auswirken können (mit Sicherheit noch das ein oder andere weitere Hormon, daneben natürliche Temperaturschwankungen bzw. Frieren und Schwitzen, Raumtemperatur, Messungenauigkeiten, unterschiedlich tiefer Schlaf vor dem Aufwachen usw.). Wir nehmen die Temperatur nicht unter Laborbedingungen, darum spielt da ziemlich viel rein. Temperaturausreißer kann es immer geben, auch im Anstieg.

Die genaue Interaktion zwischen Progesteron und Temperatur ist bisher ungeklärt, dazu steht z. B. etwas in Natürliche Familienplanung heute (S. 26 der 4. Auflage). Die Temperatur kann ja sogar schon vor dem Eisprung ansteigen. Insofern denke ich, dass ein Modell "das Ei springt, Progesteron wird ausgeschüttet, Temperatur geht hoch" eine starke Vereinfachung ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2012 21:11 
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neu hier

Registriert: 9. Oktober 2012 07:45
Beiträge: 13
Wow Danke, man merkt echt das ihr euch sehr gut auskennt *daumenhoch* eure Erklärungen sind wirklich gut

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 Betreff des Beitrags: Re: Physische Erklärung für die Ausnahmeregeln?
BeitragVerfasst: 6. November 2012 23:07 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 29. Februar 2008 15:05
Beiträge: 241
Fein, ich bin fündig geworden!
Jetzt habe ich aber gleich noch eine Frage. In meinem aktuellen Zyklus wurde nach der AS 1 ausgewertet, ich habe ja aber keinen langsamen Anstieg gehabt, sondern einen mehr als deutlichen, dann einen Absacker (aber nicht bis auf die Hilfslinie). Und ich frage mich dann auch wie sowas kommt.

Sicherheit: ja kann ich mir vorstellen, dass wenn der 2. Wert absackt, dass dann der 1. ein Ausreisser sein könnte aber man redet ja vom 3. Wert....warum ausgerechnet der 3.? Das scheint ja dann tatsächlich häufger vorzukommen.

Hm....ich hole den Thread hier nochmal hoch, vielleicht hat noch jemand genauere Infos hierzu?

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NFP seit 2008 zur Verhütung - im 8. Zyklus Wunschkind mit NFP, 3 Jahre Stillzeit-Zyklen -derzeit NFP zur Verhütung mit leicht cdulichen Einschlägen (W-CI)Bildmeine Faulenzerkurven
Hibbelchen mit Mickeymouse(12/2005) und Minniemouse(05/2009)
Bin eine gute Zuhörerin, man darf mir immer gerne eine PN schreiben :-)


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