Manu hat geschrieben:
So, wie ich das am Samstag mitgenommen habe, wurde die Methodenstudie zur Pille an chinesischen Frauen durchgeführt. Bei den Studien selbst wird immer der "perfect use" und der "imperfect use" mit hinein gerechnet. Dh, die Studienteilnehmerinnen mussten angeben, ob sie die Pille vergessen hatten/Durchfall hatten/erbrochen haben/whatever. Die mit perfect use werden in die MethodenPI-Berechnung einbezogen, perfect + imperfect use gibt die Anwendungsberechnung.
Beim PI selbst werden nur 12 Zyklen beobachtet, beim modifizierten PI 13. Danach endet die PI-Betrachtung. Dh, es gibt keinen PI, wie die Pille im 3. Anwenderjahr zu bewerten ist. Dafür muss man die Lifetime-Tables nach Kaplan-Meier heranziehen. Und das war das, was im Workshop herausgearbeitet wurde: dass der PI über die Sicherheit einer Methode in der Langzeitbetrachtung genau gar nichts aussagt. Sondern nur über die Sicherheit einer Methode im ersten Anwendungsjahr. Dass aber alle sich mit einem niedrigen PI brüsten, der genau null darüber aussagt, wie sicher die Methode im 5. Anwendungsjahr ist.
Vielen Dank, Manu, für diese Erklärung.
@rbca: und wie mache ich es dann richtig? Welchen PI kann ich angeben, wenn es um Methoden- bzw. AnwendungsPI bei hormoneller und nichthormoneller Verhütungsmethode geht?
_________________
Gut feelings are guardian angels.
