Hallo,
nachdem ich nun schon des öfteren hier mitgelesen habe, gebe ich auch mal meine Erfahrungen in Bezug auf das Thema Spirale weiter.
Vorgeschichte:
Ich bin jetzt 31 Jahre alt und habe mit 16 angafangen die Pille zu nehmen, da ich viel mit Pickel zu tun hatte die auf die Schwankungen im Hormonhaushalt zurückzuführen waren. Durch die Pille wurde mein Hautbild deutlich besser und ich hatte somit eigentlich nur immer kurze Schübe, wenn ich die ersten beiden Pillen genommen hab und ein zwei Tage nach dem ich sie abgesetzt hab. mit der Zeit wurden die Abstände kleiner und ich hatte unheimliche Pickelschübe, Akne hatte ich laut drei Hautärzten nicht und so probierten wir sämtliche Pillen durch. Wir fanden eine Pille die nicht allzu hoch dosiert war und die ich somit durchgehend nehmen konnte / musste. Damit hatte ich für etwa zwei Jahre Ruhe, dann fing das gleiche Spiel wieder fast von Vorne an, nur das es in der Mitte einsetzte. Das war mit etwa 25 Jahren. Also wieder neue Pillen durchprobieren und verschiedene Ärzte konsultieren. Das nervte echt! Zudem kam dass ich viele von den normalen Pillen garnicht mehr vertrug. Ein älterer Frauenarzt (der eigentlich nur gerade in Vertretung in der Praxis war) fragte mich, ob ich generell nur Hormonell verhüten wolle oder ob ich auch andere Wege in Erwähnung ziehen würde. Was ich auf keinen Fall wollte, war nur mit Kondomen zu verhüten (Freundin hatte einen Typen der bei ihr mit von ihm präperierten Kondomen verhütetet und sie dann logischer weise schwanger wurde - daher blos nicht "nur" Kondom). So vereinbarten wir einen Termin und er nahm sich fast zwei Stunden für mich zeit -

WOW! noch mal daumen Hoch! - und ging mit mir die einzelnen Methoden durch und ob es für mich in frage kommen würde oder nicht und warum. Die Wahl ging dann zugunsten der Hormonspirale aus. Was mich schockte waren die Kosten dafür. Der Onkel Doc wusste auch hier einen guten Rat: in Berlin hilft bei sowas der sozialmedizinische Dienst wenn man hilfebedürftig ist. Und da ich zudem zeitpunkt gerade studierte und gerade so mit meinem nebenjob um die runden kam, hat bei mir das Land Berlin die Kosten für die Spirale, die Einlage und die Nachkontrolle übernommen.

Die paar Euro die ich dann einmal im Jahr für die Kontrolle bezahlt hab, waren peanuts. Also Termin mit der nächsten Blutung vereinbart, Tablette am Vorabend in die Scheide eingeführt (zur Muttermunderweichung) und Spirale legen lassen.
Ich habe sie vielelicht noch am gleichen Tag und am Tag darauf noch ein wenig gespührt, dann war das Gefühl so wie sonst. Die Regel endete zwei Tage nach Einlage der Mirena, danach kamen in den ersten paar Wochen nur zwei drei mal minimale (fast nicht nennenswerte) Schmierblutungen. Und dann hatte ich ich bis zum Zeitpunkt der Entfernung einmal im Jahr ne normale Blutung für drei Tage und das wars. Zusätzlich kam auch bei einem neuen Partner das Kondom in einsatzt. Leider bildete sich im letzten Jahr (Kaldendarisch gesehen in diesem Frühjahr) dann kurz bevor wir die Mirena entfrent haben eine Zyste, die sich nicht von alleine auflösen wollte. Sie wuchs und wuchs, also wies mich mein FA dann ein um mir die Zyste durch eine Bauchspigelung entfernen zu lassen. Man kann das wohl auch machen ohne ne Bauchspigelung aber meine war zielstrebig im Wachstum, das sie innerhalb von drei Monaten ganze 7 cm hatte und am Tag der OP (Anfang Mai) war sie dann auch schon 8,5 cm und eine zweite war dann auch schon am anderen Eileiter. Man entfernte mir dann beide Zysten. knapp drei Wochen nach der OP fand mein FA dann bei der Nachkontrolle wieder eine. Somit war klar, dass ich die gott sei dank nur wässrigen Zysten, durch die Mirena bekam (was ja auch allseits bekannte Nebenwirkungen sind). Also lies ich sie mir jetzt vor drei Wochen entfernen und im gleichen Atemzug eine Kupferspirale legen.
Das Legen war zusammen mit der Entfernung nicht ganz schmerzfrei, aber es war auch nicht so das man es nciht aushalten konnte und mit den Atmentechnicken die mir mein FA gegeben immer wieder gesagt hat, ging das echt gut. In den Tagen danch stellten sich erstmal SB ein und man merkte ein wenig Unruhe und Umgewöhung in der Gebärmutter. Aber ich konnte damit ohne einschränkung arbeiten gehen. das ganze ist jetzt knapp drei Wochen her und Pünktlich zum Monatswechsel kam wie sonst auch mit der Pille meine Blutung. Kurz davor hatte ich jedoch ne knappe Woche keine SB mehr. Allerdings ist die Blutung nicht ganz ohne oder ich empfinde es einfach nur so, weil ich in den vergangen letzten Jahren an eher fast null Blutung gewöhnt worden bin

. Zudem habe ich jetzt auch bei der Blutung schmerzen im unteren Lendenwirbelbereich. Was aber dank Orthopäde nicht auf Bandscheibe oder Rücken zurückzufürhen ist, sondern wirklich nur von der Kupferspirale kommt. Was gut helfen soll ist ein kleines Schmerztagebuch zu führen. Und mit etwas Magnesium (bei einigen auch Bitterstoffe) und was warem im Rücken ist das alles recht erträglich. Leider kommen jetzt auch wieder die einen oder anderen Pickel durch, aber bei weitem noch lange nicht so wie bei der Pille. Ich bin nur durch den recht starken Blutverlust derzeit etwas matter als sonst. Aber wenn das Blut wieder nachgebildet ist, dürfte das sich auch geben. Mal schauen wie das so weiter geht. Nur muss ich jetzt erstmal daran denken, das ich in nächster Zeit immer genügend Tampons parat hab und die nicht mehr in Mini oder normal sondern die spuer.
