Nun ja, s.o.
Es ist aber vermutlich schwer, derartige individuelle Beobachtungen zu verallgemeinern und sich daraufhin pro/contra AD zu entscheiden.
Was sowohl bei mir als auch bei vielen Bekannten (

+

) vorkam, war der Libidoverlust unter vielen ADs.
Klar, auch wieder individuell, aber das kann unter Umständen als schwerwiegender empfunden werden als eine ungewöhnliche Menstruation etc.
Ich bin aber nicht sicher, ob das direkt mit einem veränderten Hormonhaushalt in Zusammenhang stehen könnte oder eher auf eine Affektabflachung zu schieben ist.
Dieser Libidoverlust kann u.U. auch noch eine Weile anhalten, was für mich als Laien stark für einen Eingriff in den Hormonhaushalt klingt, während die Affektabflachung i.d.R. schnell wieder verschwindet.
Zur Nachwirkung kann ich - abgesehen von der Libido - schlecht was sagen.
Ich habe nach Absetzen der ADs noch eine Weile unregelmäßige Zyklen gehabt, das kann aber auch mit meinem starken Gewichtsverlust in dieser Zeit in Zusammenhang stehen.
(Pille habe ich nie genommen.)
Um halbwegs noch was zum eigentlichen Thema beizutragen:
Es deckt sich mit meiner persönlichen Erfahrung und der meiner Bekannten, dass die meisten neueren ADs gegen viele Formen der Depression nicht wirklich viel bringen bzw. dass die Nebenwirkungen die Vorteile überwiegen.
Statistisch relevant ist mein Bekanntenkreis zwar nicht, es hat mich aber schon immer gewundert, dass es doch etliche Menschen gibt, die mit ihren ADs "nicht zurecht kommen" und die letztlich ganz absetzen, während Viele von ihren Ärzten gesagt bekommen haben, man müsse nur
das richtige AD für sie finden.
Dass diese Medikamente bei manchen Menschen/Störungen einfach nicht allzu nützlich sind, schien und scheint nicht immer präsent zu sein.
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Zacken und Krümel (07/2004)
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