Ja, ich sehe das genauso wie ihr, Txiki und Kadda.
Ich denke einfach, wenn Frauen den Libidoverlust wirklich hinnehmen (vorausgesetzt sie wissen, dass er von der Pille kommt - viele sehen den Zusammenhang nicht), kann ich mir nur vorstellen, dass sie generell nicht so viel Wert auf ihr Körpergefühl legen bzw. gar kein intensives Körpergefühl haben. Sonst würde man das wirklich nicht hinnehmen, wenn man schon mal denkt bzw. weiß, dass es von der Pille kommt.
Ich kann mich noch gut bei mir erinnern, wie sehr mich das gestört hat. Ich kannte mich und meinen Körper immer sehr gut und hatte auch immer ein sehr intensives Körpergefühl - ich bin generell ein leidenschaftlicher Mensch und habe auch von Natur aus ein intensives Lustverhalten. Für mich gehört es einfach dazu, meinen Körper zu spüren, mich durch ihn ausdrucken zu können etc. Und da ich mein Lustverhalten sehr genau kannte, war es für mich eine Katastrophe, durch die Hormone immer weniger Lust zu haben. Ich fühlte mich nicht mehr zu mir gehörig, konnte mich nicht mehr intensiv spüren und die Leidenschaft in mir war auch nicht mehr da. Es war als hätte man einen Teil meiner Persönlichkeit weggeschnitten. Dementsprechend habe ich auch nicht lange gezögert und abgesetzt.
Aber ich denke, Libidoverlust nehmen auch nur Frauen wirklich hin, die eben diesen Bezug zu ihrem Körper nicht haben und/oder dieses Lustvermögen, das sie haben, durch die Pille erst gar nicht kennen.
Wenn also Frauen wirklich solche Nebenwirungen (oder generell) bewusst hinnehmen, ja, dann müssen sie damit leben, sie haben es sich selbst so ausgesucht. Was die wenigsten dabei allerdings bedenken, ist, dass der Partner es anders sehen könnte bzw. eben nicht mit einer lustlosen (kommt natürlich auch darauf an, wie wenig Lust sie hat oder ob sie gar nie Lust hat) Frau leben möchte. Ich würde es selbst nicht wollen, dass ich ein intensives Lustverhalten habe und der andere desinteressiert ist oder so gut wie nie will. Auf lange Sicht würde ich das wohl genauso wenig hinnehmen
