höstkvinna hat geschrieben:
Blubbel hat geschrieben:
Aber sie können entscheiden, ob sie es wollen oder nicht.
So wie Kinder in dem Alter freiwillig entscheiden, ob sie an der Erstkommunion teilnehmen?
Ich halte es für eine Ilusion zu glauben, dass sowas später ohne Druck oder gar Zwang passieren würde. Wie viele auch volljährige Menschen heiraten zb kirchlich, weil die Eltern sonst einen Herzkasper bekommen? Wie viele lassen ihre Kinder aus diesen Gründen taufen? Traditionen dieser Art sind leider in den seltensten Fällen
wirklich freiwillig.
Da hast du selbstverständlich recht, aber ein bisschen Wasser auf die Stirn ist nichts das bleibende Schäden hinterlässt.
Obwohl ich auch für die Erwachsenentaufe bin, sehe ich da zwar ein Problem, aber bei weitem kein so tiefgehendes wie bei der Beschneidung.
Es ist nie richtig einem Kind etwas aufzudrängen, dass es noch früh genug selbst entscheiden könnte. Aber die Beschneidung hat nun wirklich eine ganz andere Tragweite, als Taufe oder kirchliche Hochzeit um die Verwandschaft zufriedenzustellen.
Nachdem ich mir ein hier verlinktes Video mit der Beschneidung eines kleinen Jungen
komplett und mit Ton angeschaut habe bin ich noch mehr als vorher der Meinung, dass viel mehr dafür getan werden muss, das Kindern zu ersparen.
Wer sich diese Schreie anhören kann, ohne den tiefen Wunsch, das dem betroffenen Kind zu ersparen ist für mich ein Unmensch, dem jede Empathie fehlt.
Wenn man dann auch schon mal mit Schwierigkeiten bei der Heilung zu tun hatte (also es mitbekommt) vergeht es einem ganz.
Eltern haben kein Recht Kinder zu verstümmeln! Würde man hier von ritueller Skarifizirung sprechen wäre der Aufschrei der Empörung schielich auch groß.
Dein Genitalbereich eines andern Menschen auch nur zu berühren, wenn er es nicht möchte, oder es nötig ist geht meiner Meinung nach, schon viel zu weit. Ein nicht rückgängig zu machender Eingriff, der mit Risiken und Wundschmerzen verbunden ist geht da mehr als zu weit.
Meiner Meinung nach darf jede dauerhafte Veränderung am Körper eines anderen Menschen nur mit dessen Einwilligung (falls alt genug und in der Lage zu entscheiden) oder bei eindeutiger Indikation geschehen.
Ich sehe es gar nicht ein, dass Kinder für die falsche Rücksicht auf Moslems und Juden leiden müssen. Das ist meiner Meinung nach nur wieder ein Überbleibsel der unschönen Vergangenheit Deutschlands, dass man sich da nicht traut so aufzutreten wie es angebracht wäre.
Respekt vor anderen Religionen ist wichtig, sehr sogar, aber bei einem solchen Eingriff muss Schluss sein mit der Toleranz.
Der ständig aufkommende Vergleich mit Abweichungen von den allgemeinen Impfempfehlungen ist auch zu weit hergeholt, um etwas damit zurechtfertigen.