Hallo Esperanza,
ich bin kein Arzt, deshalb kann ich zu deiner Medikation leider nichts sagen. Seltsam fände ich allerdings die Behandlung mit L-Thyroxin, wenn die Schilddrüsenwerte normal sind. Da würde ich zumindest noch mal genauer nachfragen.
Ich selbst bin seit einiger Zeit wegen eines erhöhten Prolaktionspiegels in Behandlung. Ich kann dir darum schildern, was bei mir gemacht wurde. Vielleicht hilft dir das ein bisschen.
Nachdem meine Gynäkologin erhöhte Prolaktinwerte festgestellt hat, hat sie mich zu einer Magnetresonanztomographie (MRT) der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) geschickt. (Meine Werte lagen so zwischen 50-55 ng/ml.) Grund für die MRT war, dass bei erhöhten Prolaktinwerten die Möglichkeit einer Geschulst an der Hypophyse besteht.
Nachdem der Befund negativ war - und von der Gyn keine sinnvollen Verschläge mehr kamen - hab ich mich zum Endokrinologen überweisen lassen. Der hat noch mal ein komplettes Blutbild und ein Prolaktion
profil machen lassen, d.h. mir wurde im Abstand einer halben Stunde dreimal Blut abgezapft und aus jeder Probe das Prolaktin bestimmt, weil die Prolaktinausschüttung wohl sehr stark stressabhängig ist. Dem Endokrinologen war es sehr wichtig, dass die Prolaktinwerte möglichst frei von zusätzlichen Einflüssen waren. Er hat mich auch sehr eindringlich und mehrmals gefragt, ob ich regelmäßig Medikamente nehmen würde, da es wohl eine ganze Reihe (z.B. irgendein Hustensaft) gibt, die das Prolaktin beeinflussen.
Meine Prolaktinwerte (jetzt zwischen 67 ng/ml und 56 ng/ml) liegen wohl in einer Grauzone. Bis zwischen 20 und 50 ng geht man wohl von einer funktionellen Störung aus, bei Werten über 100 ng kann man fast sicher von einem Prolaktinom (also so einer Geschulst) ausgehen. Ich habe ein Medikament verschrieben bekommen (ebenfalls Bromocriptin), um den Prolaktinspiegel zu senken.
Als ich bei meiner ersten Besprechung mit dem Endokrinologen gefragt habe, ob die unreglmäßige Mens überhaupt behandelt werden müsste, hat der das übrigens verneint. Wenn mich das nicht stören würde, müsste man das nicht. Nur dass ich mittlerweile seit über einem halben Jahr gar keine Blutung mehr hab, ist dann wohl doch behandlungsbedürftig.
Raten kann ich dir nur, noch mal mit deinem Arzt zu reden. Frag ihn warum er dich mit einem Schilddrüsenhormon behandeln will. Vielleicht gibt es einen guten Grund dafür. Außerdem könntest du ihm sagen, dass sich das mit deiner Babyplanung jetzt wohl doch noch etwas verschieben würde. Schieb notfalls deinen Job oder sowas vor. Wenn du allerdings kein Vertrauen zu dem Arzt hast, sollest du überlegen, ob du nicht einen anderen Arzt aufsuchst.
Liebe Grüße und

dass es dir bald besser geht
Dina