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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 16. Juli 2012 22:29 
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Inventar

Registriert: 8. Februar 2008 11:16
Beiträge: 2215
Nachdem in Israel selbst ein Jude, bzw. eine Vereinigung gegen die Beschneidung geklagt hatte, wird man hierzulande aber doch nachdenken dürfen. Und eigentlich führt kein Weg daran vorbei, die Beschneidung - ähnlich wie Abtreibung - gekoppelt an Auflagen zu erlauben.
Welcher Art diese Auflagen sein werden, weiß ich nicht. Wahrscheinlich höchst geringfügig. Man darf nur hoffen, dass dies unseren Stammesoberhäuptern nicht wieder zuviel negative Signalwirkung ist.
Aber einfach nur erlauben kann schlecht durchgehen, meine ich, weil bestimmt irgendwer dann klagen wollte/würde und mit religionsungetrübten gesundem Menschenverstand seitens der Richter müsste eine solche Klage auch erfolgsversprechend sein.

_________________
Die Blume kann gar nicht anders als leben. Wir aber können zu viel anderes. (R.M.Rilke)


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 16. Juli 2012 23:00 
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Moderatorin

Registriert: 26. Juli 2004 12:01
Beiträge: 12828
NFP seit: 8. Jan 04 mit Unterbrechungen
Zu dem Punkt, dass mit der Beschneidung ein religiöser "Stempel" aufgedrückt würde: Die Beschneidung an sich macht einen Jungen/Mann ja nicht zum Juden und sie hindert auch niemanden daran, einer anderen Religion beizutreten oder atheistisch zu leben. (Und Eltern erziehen ihre Kinder nie im weltanschaulich luftleeren Raum, sondern prägen sie immer im Sinne der eigenen Weltanschauung.) Andersherum hindert ein Beschneidungsverbot aber viele Gläubige daran, ihre Kinder in ihrem Glauben aufzuziehen und schränkt dadurch die Religionsfreiheit und das Elternrecht ein, beides Grundrechte.

Was das Recht auf körperliche Unversehrtheit angeht, finde ich es schwierig, abzuwägen. In jedem Fall finde ich es aber falsch, die Beschneidung als barbarischen Akt zu verteufeln oder mit Abtreibungen zu vergleichen (ganz unabhängig von der Einstellung zu Beschneidung und Abtreibung). Es ist - bei entsprechenden medizinischen Standards - meines Wissens ein sehr harmloser Eingriff, der außerdem aus hygienischen Gründen viele Fürsprecher hat (zum Beispiel die WHO, die 2007 männliche Beschneidung als Präventionsmaßnahme empfahl, um das Risiko von HIV-Infektionen bei Männern zu senken).

Die Diskussion für oder wider Beschneidung wurde übrigens ohne religiösen Schwerpunkt schon mal im Thread Ist Dein Mann beschnitten? geführt, damals haben sich auch einige für Beschneidungen ausgesprochen.

Der Zentralrat der Juden hat einige religiöse, rechtliche und medizinische Argumente für die Beschneidung zusammengestellt. Eine rechtliche Beurteilung von Religionsfreiheit vs. Recht auf körperliche Unversehrtheit vs. Elternrecht steht auf S. 3-4. Und in der Jüdischen Allgemeinen argumentiert eine Urologin, die gleichzeitig Mohelet und Rabbinerin ist, pro Beschneidung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 16. Juli 2012 23:10 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Geht doch einfach mal auf Wiki, bevor ihr schreibt, es sei ein "harmloser Eingriff" - hart für Männer, die ihr Leben lang damit unglücklich sind!
Wíe ich schon geschrieben habe ist die Vorhaut eine erogene Zone, auch die natürlich gebildete Lubrikation für den Geschlechtsakt fällt weg. Es gibt Männer, die alleine durch das Streicheln der Vorhaut einen Orgasmus bekommen können. Zudem kann es sein, dass der Penis allgemein desensibilisiert wird. Weiterhin ist die Selbstbefriedigung nicht mehr so möglich, wie es mit Vorhaut wäre und manchmal wird sogar Gleitgel benötigt. Das und das Operations-trauma sind für mich genügend Gründe, es als barbarisch zu betrachten. Sicher finden viele Männer ihre Beschneidung super, andere aber nicht, und die hatten nie die Möglichkeit, sich zu wehren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 16. Juli 2012 23:19 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 14. Januar 2007 13:42
Beiträge: 5827
NFP seit: Januar 2007
@Akelei: Natürlich ist es ein Stempel, der einem aufgedrückt wird. Klar kann man später frei eine andere Religion wählen, aber das jüdische oder muslimische Überbleibsel - oder vielmehr nicht-Überbleibsel - bleibt einem bestehen und schränkt u.U. - wie Estreya richtig schreibt - sogar ein.

Im Falle der Beschneidung üben die Eltern die Religion am Kind aus, das noch gar nicht darüber entscheiden kann, ob es an einer empfindlichen Stelle des Körpers ohne sein Mitspracherecht ohne medizinische Indikation operiert wird. Im Radio - WDR5 wars - wurde sogar genannt, dass jüdische/muslimische Eltern selbst sogar froh waren, dass das Verbot diskutiert wird, da sie so u.U. rechtliche Grundlagen an die Hand bekommen, die den Druck der Verwandtschaft abwehren.

Wenn jemand als erwachsener Mensch aus freien Stücken eine Beschneidung möchte, ist das ein ganz anderer Schuh als Zwangsbeschneidung von Kindern aus religiösen Gründen, da ist es mir persönlich auch recht egal, wer wie pro Beschneidung aus religiösen Rechten heraus plädiert.

_________________
*sonne* Die Welt wird hell, weil ihr da seid. (aus Afrika)
Mit ihren beiden ICSI-Mädels Wusi (04/20) und Baba (11/25) am Ende der KiWu-Reise angekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 07:41 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
Estreya hat geschrieben:
Geht doch einfach mal auf Wiki, bevor ihr schreibt, es sei ein "harmloser Eingriff" - hart für Männer, die ihr Leben lang damit unglücklich sind!
Wíe ich schon geschrieben habe ist die Vorhaut eine erogene Zone, auch die natürlich gebildete Lubrikation für den Geschlechtsakt fällt weg. Es gibt Männer, die alleine durch das Streicheln der Vorhaut einen Orgasmus bekommen können. Zudem kann es sein, dass der Penis allgemein desensibilisiert wird. Weiterhin ist die Selbstbefriedigung nicht mehr so möglich, wie es mit Vorhaut wäre und manchmal wird sogar Gleitgel benötigt. Das und das Operations-trauma sind für mich genügend Gründe, es als barbarisch zu betrachten. Sicher finden viele Männer ihre Beschneidung super, andere aber nicht, und die hatten nie die Möglichkeit, sich zu wehren.

*seufz* Ich weiß aus dem von Akelei verlinkten Therad, wie schwer es bei diesem Thema ist, sachlich zu bleiben, aber was du schreibst (zB das Markierte scheint ja ein geschaffener Fakt), stimmt nicht per se :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 08:07 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ich habe damit nicht ausdrücken wollen, dass Selbstbefriedigung nicht mehr möglich ist (ich hatte auch schon GV mit beschnittenen Männern), aber eben nicht genau IDENTISCH wie mit Vorhaut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 08:40 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 11. Dezember 2009 23:53
Beiträge: 450
Es gibt ja Männer die im Erwachsenenalter z.B. wegen einer Phimose eine Zirkumzision hatten. Ganz offensichtlich besteht ein Unterschied zwischen mit und ohne Vorhaut- bei der Selbstbefriedigung und beim GV. Manche empfinden das nicht als Einschränkung, andere schon.

In einer humanistischen Gesellschaft sollte es gestattet sein über solche Praktiken kritisch zu denken. Dass man sich vielleicht gerade in Deutschland sehr verhalten über das Thema äußert hat m.M.n. natürlich auch mit unserer Geschichte zu tun und ist vielleicht auch angebracht.

Was die Beschneidung weltweit betrifft: Ich habe keine genauen Zahlen, aber z.B. in USA sind mindestens die Hälfte aller Männer beschnitten (nicht religiös motiviert) weil das dort mehr oder weniger "Usus" ist.

Die WHO empfiehlt Beschneidungen.

Was mich so schockt ist die Tatsache, dass scheinbar immer noch viele Jungen-Beschneidungen ohne Betäubung stattfinden. Vor einigen Jahren glaubte man noch, Säuglinge wären nicht in der Lage Schmerzen zu empfinden und verzichtete grundsätzlich auf Betäubungen.

Ich bin dem Thema gegenüber ambivalent. Es wundert mich übrigens das der Fred hier so spärlich frequentiert ist. Das liegt wohl aber daran dass er unter "Literatur und Nachrichten" abgelegt ist.

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Wer in sich ruht, muss niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt den anderen die ihre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 08:44 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 8. August 2008 21:48
Beiträge: 11360
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Vielleicht liegt das auch daran, dass eine konstruktive Diskussion naturgemäß schwierig ist, wenn mindestens eine der Parteien sich in keinster Weise bereit zeigt, sich auf andere Argumente einzulassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 08:46 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. August 2010 21:30
Beiträge: 435
Ich finde den Zeitpunkt der jüdischen Beschneidung auch etwas fies. Babys bis zum 8. Lebenstag... habt ihr mal ein Baby in dem Alter im Arm gehalten? Könntet ihr ihm wehtun? Wenn ich meinen KLeinen Einjährigen vor mir seh und beim Windeln den jetzt noch sehr KLeinen Pillermann... Tut mir leid aber mir fehlt doch etwas das Verständnis. Was bewegt Juden das zu tun? Das müssen sehr tiefliegende Gründe sein. Wer tut sonst sowas?
OK ich habe auch klein bei gegeben als mein Baby getauft werden sollte, ich stand auf dem Standpunkt das mein Kind mal selbst entscheiden soll ob es getauft wird oder nicht. Denn irgendwie hat er ja auch eine religionsfreiheit. ... Der Familie war es wichtig... Aber bei ner Taufe tut ihm keiner weh. ich hätte ihn nie beschneiden lassen nie und nimmer! Machen jüdische Familien das auch nur noch, weil es zum guten Ton gehört? Weil die Familie es möchte? Weil es einfach mal so ist? Oder denken sie jedes Mal aufs neue Nach was die Beschneidung bedeutet?

Aber zum Anfangsthema zurück.
Für die Politik zählt nur wie sie dastehn vor den anderen. Und da in Deutschland die Juden gejagt, vertrieben und hingerichtet wurden, werden sie nicht wagen, vor den Augen der ganzen Welt gerade sie zu diskriminieren. Maximal leichte Auflagen wird es geben. Mehr nicht.

Wir sind ein großes Forum... und sicher lesen mehr hier mit als sie schreiben.... haben wir hier nicht mal eine Familie jüdischen Glaubens? die sich zu Wort melden kann?
Wir werden niemanden beschimpfen oder ablehnen. Wir wollen eigentlich nur wissen WARUM?WIESO? und Gibts keinen anderen Weg? Wie würde eine Familie reagieren wenn sich junge Eltern dagegen entscheiden? Es würde die Diskussion sicher bereichern.

LG Pappy

edit:
Zitat:
Die WHO empfielt Beschneidungen
find ich sollte man so nicht stehn lassen. Die Beschneidung wird nur empfohlen zur Senkung der Ansteckungsgefahr von HIV wobei auch deutlich vermerkt wurde das dies nicht die einzige Schutzbarriere sein sollte. Man hat nur durch studien herausgefunden das es unter beschnittenen Männer 60 % weniger infektionen gab.... was aber auch am Glauben liegen könnte... gebe ich hier mal zum NAchdenken mit auf den Weg. Ich glaube kaum das jüdische Männer von einem Partner zum nächsten wandern. Was wiederum nicht heißt das man sich nur anstecken kann wenn man viele Partner hat, sondern nur das sich mi wechselnden Partnern das Risiko erhöht

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Papillon ist Patin von Arinas kleinem Prinzchen und Danys kleinen Wonneproppen.
Meine Chaosbande C. 01´2002; B. 06´2003; Krümelchen 07´2011; Bruchpilot 03'2014 und Mika 9.10.2015


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 08:57 
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Moderatorin

Registriert: 14. Oktober 2008 00:39
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NFP seit: Oktober 2008
Papillon hat geschrieben:
Wir sind ein großes Forum... und sicher lesen mehr hier mit als sie schreiben.... haben wir hier nicht mal eine Familie jüdischen Glaubens? die sich zu Wort melden kann?
Wir werden niemanden beschimpfen oder ablehnen. Wir wollen eigentlich nur wissen WARUM?WIESO? und Gibts keinen anderen Weg? Wie würde eine Familie reagieren wenn sich junge Eltern dagegen entscheiden? Es würde die Diskussion sicher bereichern.

Wäre ich Jüdin, hätte ich garantiert kein Interesse daran, mich hier vor so einer geballten Wand von Unverständnis und Vorverurteilung zu rechtfertigen und zu erklären (von den teilweise sehr offen geäußerten Vorwürfen in Richtung "herzlose Schwanzabschneider" mal ganz zu schweigen).

Was die Gründe etc angeht, hilft bei echtem Interesse google sehr gut weiter und Akelei hat ja auch schon ein bisschen was verlinkt.

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Wir befinden uns im Jahr 50 nach der Pille. Ganz Deutschland ist von hormoneller Verhütung besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Frauen bevölkertes Forum hört nicht auf, der Pille Widerstand zu leisten! Und das Leben ist nicht leicht für die hormonellen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Frauenarztum, Hebammum und Apothekum liegen...
Happy endings don’t exist, but here’s a pearl you may have missed: Every day can be a happy beginning.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 09:05 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
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Ich habe eine jüdische Freundin aus den USA (die natürlich alles andere als repräsentativ für die Meinung aller Juden ist) und habe sie vor 3 Jahren einmal gefragt, ob sie ihr Kind auch beschneiden lassen würde. Ihre antwort war, dass Gott das befohlen hat und dass es deswegen richtig ist, darüber denke man nicht nach. Sehr reflektierte Antwort...da hab ich nur mit dem Kopf geschüttelt.

Ich frage mich auch, warum ich mich auf Argumente einlassen sollte, wenn es um Unversehrtheit geht. Da kann man auch ganz klar Stellung beziehen und andere Meinungen NICHT akzeptieren. Man muss definitiv nicht jede Meinung tolerieren und akzeptieren!


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 09:17 
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Hochlagenjunkie

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Aber Estreya,

warum startest Du denn dann überhaupt eine "Debatte"? *kopfkratz*

Ich kann zum Beispiel mit Deiner Ansicht überhaupt nicht konform gehen, habe aber einfach keine Lust, mit Steinen beworfen zu werden... *nixweiss*

Letztens gab es eine Diskussionsrunde bei "Anne Will" auf der ARD: es waren ein Rabbiner anwesend, eine muslimische Frau, Angelika Kallwass und noch ein paar andere Leute; die mit Abstand besseren Argumente hatten der Rabbi und die Muslimin auf Lager, über die Vertreter der Gegenseite konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Lächerlich und anmaßend, das habe ich mir innerlich gedacht, und mich gefragt, woher in aller Welt die arroganten Deutschen mal wieder das Recht nehmen, über den Glauben und die Traditionen anderer Völker zu urteilen; ja, sie sogar so derb zu VERurteilen.

Dafür habe ich einfach kein Verständnis, da fehlt mir der Blick über den Tellerrand. *nixweiss*
Ich sehe halt aber mein eigenes Heimatland auch eher kritisch und denke mir oft, dass sich die Deutschen von anderen Nationen gut mal eine Scheibe abschneiden könnten; gerade z.B. auch, was Kindererziehung betrifft. *pfeif*

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Wyo, mit kleinem Sternenbub (2008), zaubernder Hexe (2010) & kuscheligem Rambo (2012),
kurvt gelangweilt in der Prämenopause vor sich hin,
tanzt wieder Ballett und liebt ihre Querflöte, Tiroler Volksharfe und ihre Quetsch´n.


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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 09:18 
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Kurven-Rätslerin

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höstkvinna hat geschrieben:
Was die Gründe etc angeht, hilft bei echtem Interesse google sehr gut weiter und Akelei hat ja auch schon ein bisschen was verlinkt.


Ich hab auch schon gegoogelt. Aber zum direkten "Warum wird es überhaupt gemacht" findet man keine Antwort. Es ist fast so als ob es wirklich einfach mal so ist. Mich hätte interessiert wie es dazu kam das man anfing zu beschneiden. Was steht dazu genau in ihren Glaubensschriften.


OK, meine googelzeit kam nicht über 30 Minuten, und ich würde mich auch noch tiefer reinhängen, grad eben ists aber grad schlecht das kann ich wirklich eher abends machen. Es war auch etwas ernüchternd eben sogut wie Nichts zu finden. Und einfach nach beschneidung googeln geht ja gleich garnicht. "Gründe der Jüdischen Beschneidung" hatte ich unter anderem eingegeben.

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Papillon ist Patin von Arinas kleinem Prinzchen und Danys kleinen Wonneproppen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 09:20 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. August 2010 21:30
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Zitat:
da fehlt mir der Blick über den Tellerrand. *nixweiss*


nein genau der fehlt dir nicht, genau das machst du ... du schaust über den Tellerrand! *freunde*

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 Betreff des Beitrags: Re: Beschneidungsdebatte
BeitragVerfasst: 17. Juli 2012 09:27 
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Hochlagenjunkie

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Gerade das Judentum ist ja eine Religion, die ihre Traditionen aus gutem Grund nicht unbedingt öffentlich breit trampelt; ob Google Deutschland da groß weiterhilft, ich weiß nicht... *kopfkratz*

Wenn, dann würde ich es unter Google USA versuchen; oder allgemein eher hochkarätige Informationen suchen: der Rabbiner in der Sendung hat seine Beweggründe schlicht und trotzdem sehr beeindruckend dargestellt *daumenhoch*; und hätte es bestimmt noch besser gekonnt, wenn Fr. Kallwass nicht ständig ihren Nonsense dazwischen geplappert hätte. :roll:

@Papillon:
Danke... *knutsch*
Ich frage mich nur manchmal, ob ich im richtigen Land geboren wurde; diese ergeben staatstreue Haltung mancher Deutscher fehlt mir offensichtlich komplett. *lach*

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