Ich bin bis jetzt immer noch erst bis zur Hälfte gekommen (und exzerpiere dabei auch ein bisschen), aber wenn ich mich nicht irre, wird kein spezieller PI für die FAM angegeben, sondern nur allgemein für symptothermale Methoden und zwar der "unserer" NFP. ;)
Die Auswertungsregeln hab ich noch nicht so 100%ig verstanden, muss ich sagen, insbesondere die "rule of thumb".
Unterschiede, die ich bisher rausgefunden habe:
- Am Za sind generell 5 Tage schonmal frei, wenn - und das ist der Haken - die vorige Hochlage
12 - 16 Tage lang war. Das ist bei mir z.B. fast nie der Fall.
- Wenn es in den letzten 12 (also nicht allen) Zyklen einen Zyklus unter 26 Tagen gab, gibt's nur drei freie Tage.
Ich finde diese Regeln nicht sinnvoll, jedenfalls nicht halb so sinnvoll, wie -8.
- Blutungen nach ZT 5 bzw. 3 müssen - trotz dieser ominösen dry day rule - als fruchtbar betrachtet werden, da sie Schleim kaschieren können. Das finde ich nun wieder gar nicht dumm.
- Besagte dry day rule ist definitv ein Sicherheitsrisiko, da müssen wir wohl gar nicht drüber diskutieren.
- Am Tag nach einem Samenerguss ist niemals dry day, wiederum weil Schleim kaschiert werden kann.
- Wenn es niemals dry days gibt, kann man ein Muster der Unfruchtbarkeit, also eine schlechte Schleimqualität, genauso behandeln, da stehen mir die Haare zu Berge, muss ich sagen.
- Die CL wird 0,05° über den tiefen Werten gezogen. Es muss
eine der drei höheren Messungen 0,15° (was also genauso auf 2/10 über unserer CL rausläuft) liegen, nicht zwingend die dritte.
- Es müssen drei Messungen hintereinander
über der CL liegen.
- Wenn eine drunter oder drauf (was bei uns immer noch drüber waäre) ist, beginnt man, neu zu zählen, zieht aber keine neue CL.
- Nach dem SH 4 Tage zählen.
Die Regeln für die Auswertung mögen in etwas gleichwertig sein, ich finde sie aber unnötig kompliziert.
Und mit der Bestimmung der unfruchtbaren Zeit innerhalb der Tieflage mittels dry days, das geht nach miener Auffassung gar nicht.
Fazit bisher: Mir ist das Buch zu stark auf KiWu ausgerichtet. Außerdem nervt mich dieser typisch amerikanische, extrem euphorische Stil, ich mag sowas wie NFP heute tatsächlich lieber. Man nimmt bei diesem Buch einfach nicht wahr, dass es tatsächlich eine wissenschaftliche Methode ist (okay, die dry days sind's nicht

), sondern es liest sich, als wäre da einfach ein umfangreicher Erfahrungsfundus und Toni Weschler hätte sich Teile davon einfach mal selbst ausgedacht.
Außerdem nervt mich, dass sie alle paar Seiten wiederholt, dass es mit dem Babymachen ja nicht einfacher wird, wenn man die 25 erstmal überschritten hat.
Mir ist da zuviel Weschler drin und zu wenig Wissenschaft.