Bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, finds toll dass es so etwas gibt und hoffe hier auf netten Erfahrungsaustausch!
Ganz kurz zu meiner Person: ich werde im Dezember 31, bin (noch) kinderlos und habe mich heuer auch dazu entschlossen, nicht mehr hormonell zu verhüten. Hab eine jahrelange Odyssee hinter mir. Ich hab im Alter von 16 Jahren mit der Pille angefangen und dann eigentlich durchgehend - bis auf ein ca. halbes Jahr Pause - ca. 12 Jahre lang hormonell verhütet; zuerst mit der Pille, dann irgendwann mit der Dreimonatsspritze, hatte das tägliche Pillenschlucken einfach satt. Die Dreimonatsspritze fand ich anfangs super, hatte keine Periode mehr, aber im Laufe der Zeit überwiegten die Nebenwirkungen (Libidoverlust, Gewichtszunahme, ich war ständig gereizt und schlecht drauf) und meine Beziehung ist dann mit der Zeit auch (sicher zum Teil auch daran) gescheitert. Hab dann mit 28 Jahren aufgehört mit der Dreimonatsspritze und es hat ein dreiviertel Jahr gedauert bis meine Periode dann wieder einsetzte. Erst ab da merkte ich dass es mir auch wieder besser ging, ich hab wieder zu mir selber gefunden kann man fast sagen, hab mich endlich wieder wie ne Frau gefühlt. Schwer zu beschreiben, aber es hat sich auf mein ganzes Wohlbefinden ausgewirkt. Hab mir da geschworen nie wieder hormonell verhüten zu wollen. Habs dann heuer trotzdem nochmal mit der Pille versucht, nur mit Kondom war mir einfach zu unsicher. Hab 2 verschiedene Pillen ausprobiert, aber keine davon vertragen. Von der ersten bekam ich ne Zyste am Eierstock und hatte Regelschmerzen und längere Blutung (was ich sonst nicht habe) und bei der zweiten Pille hatte ich ständige Zwischenblutungen. War wohl aber sicher auch ne Kopfsache, hatte einfach schon ne Aversion gegen dieses hormonelle Zeugs, fühlte mich unter Pilleneinnahme manipuliert.
Naja, lange Rede kurzer Sinn. Hab jetzt wieder eine neue Beziehung, ganz frisch, seit 2 Monaten, Kind(er) wollen wir mal, aber erst so in frühestens 2-3 Jahren. Bis jetzt haben wir nur mit Kondom verhütet, zusätzlich hab ich Ovulationstests gemacht und meinen Körper einfach genau beobachtet, ich spüre meinen Eisprung ziemlich gut (bzw. ich spüre ein Ziehen ein paar Tage vor dem Eisprung), hab nen ziemlich regelmäßigen Zyklus (26-28 Tage) und ne eher leichte Regelblutung (3-4 Tage, davon die ersten 2 Tage stärker, die letzten beiden Tage sind nur mehr so ein "Geschmiere" - sorry für die Bezeichnung gg). Deshalb auch die Entscheidung für die Spirale, auch wenn ich noch kinderlos bin und Spiralen ja eher bei Frauen eingesetzt werden die schon Kinder haben, zumindest wurde mir das früher immer so gesagt. Zuerst wollte mir meine FÄ die Hormonspirale nahelegen, aber no way, da hätte ich wieder genau das was ich nicht wollte, Hormone!! und außerdem hab ich darüber schon sehr viel negatives gelesen, ne ganze Palette an Nebenwirkungen.
Nun ja, seit gestern bin ich nun stolze Trägerin einer Gold-Kupfer-Spirale (Gold-T, keine Goldlily, wollte ursprünglich die Goldlily, aber die war laut meiner FÄ nicht lieferbar, aber laut ihr ist Goldlily und Gold-T im Prinzip das gleiche). Möchte hier einerseits gerne Erfahrungen von anderen Goldspirale-Trägerinnen lesen, sowie auch meine Erfahrungen damit berichten. Hab die mini Version der Spirale, laut FÄ ist meine Gebärmutter ziemlich klein (nona, hab ja noch keine Kinder).
Das Einsetzen gestern war schon ziemlich unangenehm und auch kurz schmerzhaft, vor allem das Fixieren des Mumu und das Einführen der Spirale hab ich sehr deutlich gespürt, war ein kurzer stechender Schmerz im Unterleib, insgesamt war es aber zum aushalten, hab ne Schmerztablette 3 h vorher genommen und auch ein Betaisodona Zäpfchen bekommen, einfach um wohl Infektionen vorzubeugen. Meine Frauenärztin war sehr nett und hat mir alles genau erklärt, ich war aber danach trotzdem froh als es vorbei war. Bin danach sogar noch mit meiner Schwester shoppen gegangen, also ich hatte danach auch keine wirklich schlimmen Schmerzen, ein ganz leichtes ziehen bzw. besser gesagt wars ein stechender Schmerz in der Gebärmutter, keine wirklichen Regelschmerzen, das ziehen hielt gestern eigentlich den ganzen Tag noch an, war aber wie gesagt nicht wirklich schlimm.
Der Eingriff insgesamt war auch ne bissl blutige Angelegenheit, hab danach gesehen dass 2 Wattebausch bei meiner Frauenärztin blutig waren, bin aber froh dass ich das erst nach dem Eingriff gesehen hab. Hab gestern auch noch ganz leicht geblutet, wobei bluten fast schon übertrieben ist, es war ein blutig-schleimiger Ausfluss, aber ganz wenig. Heute ist der Ausfluss fast weg und schon mehr bräunlich, also ich schätze mal geronnenes Blut, die letzten Überreste der "Verletzung", die ausgeschwemmt werden. Schmerzen hab ich heute gar keine mehr, ich fühl mich fast schon wieder so wie vorher. Hab ein bisschen noch eine Art "Fremdkörpergefühl", aber ich schätze das bildet man sich auch ein bissl ein.
Sex darf ich in 2 Tagen wieder haben, also Freitag, zusätzlich soll ich das erste Monat aber sicherheitshalber noch mit Kondom verhüten, obwohl meine FÄ sagte, der Schutz ist ab sofort gegeben. Bin mir da jetzt auch noch etwas unsicher wie ich da handhaben soll. Wie habt ihr das gemacht? Jetzt wo es mir heute schon wieder besser geht kehrt auch die Lust auf Sex zurück ....

Den Faden der Spirale hat meine FÄ erst mal länger gelassen, bei der nächsten Kontrolle in 4 Wochen wird er aber gekürzt, sie meinte es kann sein dass wir ihn beim Sex spüren, muss aber nicht sein. Naja, bin gespannt was mein Partner sagt. Soll ich ihn "vorwarnen" oder lieber gar nix sagen? Weil oft ist es ja so, dass die Männer es ja dann erst recht glauben zu spüren wenn man ihnen vorher schon sagt sie könnten etwas spüren? Hab selber noch nicht nach dem Faden getastet, hab mich noch nicht getraut um ehrlich zu sein, will da keine unnötigen Bakterien einschleusen, also zumindest die ersten beiden Tage nicht.
Bin nun schon gespannt auf die nächsten Wochen und Monate und auf meine erste Periode mit der Spirale. Hoffe meine Periode ändert sich in der Stärke und Länge nicht allzusehr, hab ja sonst ne eher leichte Blutung und auch kurze Blutungsdauer (maximal 4 Tage).
Habe mir gestern in der Apotheke auch Hirtentäscheltee besorgt, vorbeugend für meine nächste Regelblutung. Kennt jemand diesen Tee? Soll entzündungshemmend wirken und blutstillend, wird unter anderem bei sehr starker und schmerzhafter Regelblutung angewendet.
Lg
Conny