Gar nicht. Ich habe einfach gesagt, dass ich mit NFP verhüte. Der Mann, der mich liebt, akzeptiert das - allen anderen zeige ich gerne, wo die Tür ist. Ich bin diejenige, die das Problem hat, eine Schwangerschaft oder Abtreibung über mich ergehen zu lassen, also bestimmte ich auch, was getan wird, damit diese Situation nicht eintritt (ich liebe Kinder und will auch welche - aber keinesfalls in absehbarer Zeit, da ich Examen, Promotion, evtl. Habilitation usw. noch vor mir habe. Abtreiben könnte und wollte ich aber auch nie im Leben. Also verhalte ich mich so, dass ich möglichst nicht ungewollt schwanger werde).
Wer das nicht akzeptiert, kann sich gerne die Nächste suchen.
Ich hatte bisher 2 Freunde. Freund Nr. 1 hat es sofort akzeptiert.
Mit meinem jetzigen ist es so (mit dem ich vor dem o.g. Freund zusammen war; wir waren nur zwischenzeitig getrennt), dass alle Freundinnen vor mir die Pille genommen haben.
Er hat nie gesagt, dass ich sie nehmen SOLL (das war auch sein Glück

), meinte aber am Anfang, als wir zum 1.Mal drüber geredet haben, dass wir mit Pille oder Kondom verhüten könnten. Pille fand er halt wie so viele Kerle am komfortabelsten

. Das wollte ich aber nicht, und das war ok so.
Wir haben dann lange nur mit Kondom verhütet, was für ihn auch auf Dauer ok gewesen wäre, obwohl ich wusste, dass er es ohne Kondom schöner fände (das hat er aber nie gesagt, mich also auch nie bedrängt oder so). 1. wollte ich nicht, dass er ewig jedes Mal Kondome nehmen muss, 2. war es auch für mich keine Lösung. Ich wollte es a) auch mal weglassen und hatte b) zu wenig Vertrauen in Kondome, ständig SS-Panik ... da hatte ich echt keinen Bock mehr drauf

. Also musste eine andere Lösung her.
Ich hab dann vor ziemlich genau einem Jahr mit NFP begonnen und kurz damit verhütet (aber noch ohne Freigabe). Und fand das auch toll und konnte mir sofort vorstellen, dabei zu bleiben.
Dennoch habe ich es letztes Jahr im Spätsommer, obwohl ich immer gegen Hormone war, kurz mit der Pille versucht. Hintergrund war der, dass ich schon länger eine Zyste hatte, und nach Homöopathie und TCM wollte ich versuchen, die mit Gestagen wegzubekommen. Nebeneffekt wär halt die gesicherte Verhütung gewesen.
Das konnte ich aber -zum Glück!- ganz schnell vergessen, da ich schon nach wenigen Tagen Thrombose-Vorboten bekam. Ich habe die Pille natürlich sofort abgesetzt, und ab dem Zeitpunkt war klar, dass ich eigentlich nie wieder Hormone nehmen will und kann.
Ab dem Tag war klar, dass NFP so viele Vorteile bietet, ich mich so wohl fühle ... es einfach perfekt für mich ist, und ich nie wieder anders verhüten möchte! Das war die endgültige und unwiderrufliche Entscheidung für NFP.
Das hab ich ihm so gesagt, und das ist auch kein größeres Problem für ihn.
Er vertraut meiner Auswertung, freut sich, wenn wir in der HL das Kondom weglassen können, hat aber auch kein Problem damit, in der ersten Zyklushälfte Kondome zu nehmen.
Etwas blöd findet er nur, dass ich wg. meiner Venen keine Pille danach nehmen kann/soll (und mir die Gynefix danach nicht legen lassen will) und wir deshalb ab 1 Woche vorm ES bis nach Abschluss der Auswertung eingeschränkt sind (das meint er aber nicht böse und ich finde es genau blöd; daher suchen wir gerade nach einer Lösung).
Ich habe trotz richtiger Anwendung etc immer Angst, dass ein Kondom reißt und ich evtl schwanger werde. Abstinent bleiben ist für uns (wie wir gerade merken) aber auch keine Dauerlösung

.
CI mit Kondom findet er, glaube ich, auf Dauer nicht so prickelnd, weil er nicht aufhören will, wenn es am Schönsten ist.
Also werde ich mir demnächst wohl ein Dia anpassen lassen. Dann spart man sich das tagelange Drama und auch die PD, weil man noch Schutz hat, wenn das Kondom mal reißen sollte.
Wenn der Schritt getan ist, sind wir ja kaum eingeschränkt, und ich denke, dass er mit NFP dann noch besser klarkommen wird als jetzt schon.
Wir werden uns demnächst mal an einem WE zusammen hinsetzen, recherchieren und überlegen, was als zusätzlicher Schutz zum Kondom für uns persönlich am Besten ist (ich will ihn da schon mitreden lassen und auch überlegen lassen. Obwohl die endgültige Entscheidung bei mir liegt, sollte man über sowas schon gemeinsam reden und nicht über den Kopf hinweg entscheiden).
Aber wir haben vorgestern schon kurz darüber gesprochen, und ich denke, dass es das Dia werden wird. Schränkt uns am wenigsten ein und er spürt es nicht etc.
Fazit: Klar hätte er nichts gegen die Pille, weil man dadurch das Kondom nunmal immer weglassen könnte - aber er sieht ein und akzeptiert, dass ich keine Hormone schlucken will und das auch nach der Pille-Geschichte letztes Jahr nicht mehr darf, und findet NFP auch ok.