Äpfelchen hat geschrieben:
Um nochmals aufs TSS zurückzukommen, denn ich hatte ja damit angefangen....
1-2 von 100.000 (oder weniger) aufs Jahr gerechnet ist doch aber nur ein statistischer Wert. Wenn bei den Cups tatsächlich eine Gefahr des TSS bestünde, wäre es doch inzwischen wahrscheinlich schon mal aufgetreten, denn eine Infektion fragt doch nicht vor dem Auftreten, ob sie gerade mit der statistischen Wahrscheinlichkeit zusammenpasst. Oder sehe ich das falsch?
Ich hake hier gerade nochmal ein. Das "Problem" mit Statistik ist ja tatsächlich, dass es sich nur um Wahrscheinlichkeiten handelt. Rein statistisch sollten z.B. 10 Sechser fallen, wenn ich sechzigmal würfele. Ich probiere das jetzt mal nicht aus, aber ihr versteht sicher, was ich meine. Demnach könnte also die allererste Cupnutzerin gleich betroffen gewesen sein, oder jahrelang gar keine. Und wenn man bedenkt, wie wenig Fälle bei einstelligen Fallzahlen pro 100.000 Personen überhaupt insgesamt auftreten (auf ganz Deutschland hochgerechnet wären das beispielsweise maximal 1600 Fälle, wenn man von 2/100.000 ausgeht), kann man noch weiter unterteilen: ein Teil dieser TSS-Fälle hatte ganz andere Ursachen, ist bespielsweise durch ein Wundinfektion entstanden. Dann bleiben zwar noch ein paar menstruierende Frauen, aber wenn man mal außerhalb des Forums guckt, wie viele davon haben dann wohl Cups verwendet?
Die einzige Untersuchung mit Zahlenangeben, die ich finden konnte, (North B. et al. 2011), schreibt von 9 von 406 Frauen (2,2,%), die vor Studienbeginn schon einmal einen Cup verwendet hatten (nicht zwangsläufig regelmäßig). Das war allerdings in Amerika, wo die Cups schon länger vermarktet werden und man evtl. sogar z.B. durch weitere Verbreitung vom Diaphragma etc. potentiell mit weniger Berührungsängsten rechnen könnte.
Äpfelchen hat geschrieben:
Und wenn der Cup so ein Nischenprodukt ist, warum gibt es dann inzwischen so viele verschiedene Hersteller / Marken?
Weil man auch innerhalb von Nischen Geld verdienen kann, und dabei darauf wartet, dass sich das Produkt hoffentlich eines Tages auch seiner Nische heraus weiter verbreitet.
