mauKatze hat geschrieben:
Statistisch gesehen ist die Portiokappe weniger sicher bei Frauen, die schon geboren haben.
Es gibt dazu Untersuchungen, aus denen diese Daten stammen. Was mauKatze schreibt, steht so z.B. in einer Veröffentlichung von 1993: Trussell, James; Strickler, Jennifer; Vaughan, Barbara (1993): Contraceptive Efficacy of the Diaphragm, the Sponge and the Cervical Cap. In: Family Planning Perspectives 25 (3), S. 100–135.
Trussel at al. 1993 hat geschrieben:
A reanalysis of data from two clinical studies--in which 1,439 women were randomly assigned to use either the contraceptive sponge or the diaphragm and 1,394 women were randomly assigned to use either the cervical cap or the diaphragm--found first-year probabilities of failure during typical use of 17% for the sponge, 18% for the cervical cap and 13-17% for the diaphragm. The first-year probabilities of failure during perfect use are 11-12% for the sponge, 10-13% for the cervical cap and 4-8% for the diaphragm. The probability of failure during perfect use is significantly higher among women who have given birth than among those who have not for users of the sponge (19-21% vs. 9-10%) and users of the cervical cap (26-27% vs. 8-10%), but not for users of the diaphragm.
(Hervorh. von mir, übersetzt heißt das in etwa: Die Wahrscheinlichkeit eines Versagens der Portiokappe bei perfekter Anwendung [also Methoden-, nicht Anwendersicherheit] ist bei Frauen, die schon geboren habe, signifkant höher als bei denen, die noch nicht geboren haben (26-27% gegen 8-10%).
Die Autoren können dafür selbst keine Erklärung geben. Sie berichten, dass andere Autoren es für möglich hielten, dass Frauen, die schon Kinder haben, vielleicht weniger motiviert oder aber fruchtbarer seien. Sie selbst halten das aber für unwahrscheinlich, denn auf die Motivation kommt es bei der Methodensicherheit ja gar nicht mehr an, und läge es nur an der Fruchtbarkeit, dann müssten auch beim Diaphragma entsprechende Unterschiede zu finden sein, was aber nicht der Fall ist. Leider finde ich keine Angaben, welche Portiokappe hier verwendet wurde. Es muss sich allerdings um eine handeln, die bereits 1986 in Amerika auf dem Markt war, weil es sich bei dieser Untersuchung um Neuberechnungen und Vergleiche anhand von bereits publizierten Daten handelt.