klaudiwusel hat geschrieben:
ich finde den artikel wahnsinnig schlecht, weil er dermaßen viele falschinfos enthält
Hm, also natürlich sind da ein paar Fehler drin, aber "dermaßen viele"? So große Aufregung verstehe ich nun auch wieder nicht.
Meiner Meinung steht die schlechteste Äußerung hier in der zweiten Satzhälfte:
Zitat:
Zyklen können aber auch 25 oder 35 Tage dauern, jede Frau sollte sich ihren selbst ausrechnen.
Immerhin wird erwähnt, dass Zyklen unterschiedlich lang sein können, und dass der "durchschnittliche" Zyklus nicht 28, sondern 27 Tage dauert, finde ich für Laienjournalismus absolut verzeihlich. Mit der Schwankungsbreite von 25 bis 35 Tagen sind knapp 90 Prozent aller Zykluslängen abgedeckt, das würde ich mir von manchem medizinischem Lehrbuch wünschen.
Das alte Problem mit dem „Eisprung in der Mitte“ ist allerdings wie immer ärgerlich.
klaudiwusel hat geschrieben:
und dann noch zu behaupten die pille danach wirke nur vor dem eisprung, wo im beipackzettel ganz deutlich steht,dass sie entweder den eisprung verhindert ODER die einnistung!!!
Gerade diesen Absatz finde ich gut. Es steht zwar im Beipackzettel, weil es theoretisch möglich ist, ist aber bis heute nicht belegt und wird insgesamt bezweifelt, besonders für die Gestagen-Pille-danach (für die EllaOne jedoch auch, auch wenn das vom Wirkmechanismus her noch eher wahrscheinlich wäre). Ich finde es daher richtig und wichtig, wenn ein derartiger Artikel darauf hinweist, damit sich niemand auf diese Möglichkeit verlässt und dadurch verleitet wird, doch länger mit der Einnahme zu warten, weil es jetzt gerade Wochenende und überhaupt unpraktisch ist.
klaudiwusel hat geschrieben:
mich regt das echt auf und ich finde es geradezu fatal, denn glaube ich dem artikel,dann muss ich ja nach tag 14 bzw 16 grundsätzlich nicht mehr verhüten..
Ich finde nicht, dass das so da steht. Immerhin schreiben sie „Der Zeitpunkt des Eisprungs kann schwanken“. Vielleicht erwarte ich auch weniger? In einem Bericht über das Für und Wider bezüglich der Verschreibungspflicht für die Pille danach gehe ich einfach nicht davon aus, eine lückenlose Abhandlung über den weiblichen Zyklus zu finden. Und man muss ja andererseits sagen, dass in ca. 50% der Zyklen der Eisprung tatsächlich bis etwa zum 14. Tag erfolgt, daher halte ich es durchaus für vertretbar, wenn man das den Lesern als „Faustregel“ mit auf den Weg gibt – selbst wenn ich derartige Faustregeln nicht mag, aber für mich ist es immer noch besser, wenn da immerhin steht „Erster Tag der Periode plus 14“, nach dem Eisprung noch maximal 24 Stunden, und Sperma kann bis zu fünf Tage befruchtungsfähig bleiben. Das sind viele nützliche Informationen, die einem Großteil der Leser bereits neu sein dürften…
Tja, wie gesagt, vielleicht erwarte ich einfach weniger, aber ich finde, dass der Artikel vor allem im Rahmen seiner Zielsetzung nicht übermäßig viele „Verhütungsmythen“ verbreitet, eher im Gegenteil.