Zitat:
Um sich besser vor Aids und co. zu schützen wäre es meines Erachtens also einfach sinnvoller nicht so viele Geschlechtspartner zu haben(dies würde gewährleistet werden, wenn das Eheversprechen eingehalten wird, bzw. die Männer von ihrer religiösen Einstellung her nicht noch dazu animiert werden würden mehrere Frauen zu haben und sogar zu vergewaltigen
Das ist zwar richtig gedacht, aber ein unrealistisches Ziel. Hilfsprojekte können nicht mal eben die Moral der Einheimischen verändern.
Wenn man mal an die Christianisierung denkt wird einem sicher auffallen wie viel Widerstand und eben auch Abwandlungen der neuen Religion es gab.
Dazu kommen solche Dinge wie, dass tatsächlich Kondome auch mal als Schutz-Talisman gebraucht werden (d.h. man hat sie zwar als Glücksbringer dabei, benutzt sie aber nicht beim Verkehr), dass der Glauben verbreitet ist Sex mit einer Jungfrau würde HIV heilen und damit zu vielen Vergwaltigungen führt, eine Kultur in der man häufig mehrere Partner hat etc. (es gibt weit mehr als das Model 1 Mann viele Frauen)
Das sind Dinge die man nicht mal eben aus den Menschen heraus bekommt.
Murmel90 hat geschrieben:
Klar dienen Kondome nicht ausschließlich der Empfängnisverhütung, sie sollen die Frauen eben auch vor krankehiten schützen.
Wenn sie das denn auch zu 100%täten wäre denke ich nichts dagegen einzuwenden.
Allerdings finde ich, dass es zb. in Afrika(ich nehme jetzt dieses Land, weil darüber bereits diskutiert wurde) nicht die Lösung der Probleme darstellt und somit nicht mehr als Schutz zu sehen ist, sondern eher als Gefahr.
Nach dem Motto: Da KANN nichts passieren mit Kondom. Genau diese Information ist es, die übermittelt wird und die zum Leichtsinn verführt und darin liegt die Gefahr.
Kondome sind der einzig sinnvolle Schutz WENN es zum Sex mit einem möglicherweise infizierten Partner kommt. Und es sollte doch wohl klar sein, dass man Sex eben nicht verbieten kann bzw. dass das nicht funktioniert wenn man es tut.
Menschen sollten so weit aufgeklärt werden, dass sie die Wahl haben Sex mit Kondom zu haben oder eben gar keinen wenn ihnen die Vorgeschichte eines Partners nicht geheuer ist.
Dafür ist aber eine umfassende Aufklärung nötig.
Ich denke aber es ist sinnvoller den Menschen zu erklären, wie sie weiter innerhalb der Regeln ihrer Kultur leben können und sich trotzdem schützen, als Monogamie zu predigen.
Wir sehen ja z.B. wohin die "Abstinence Only" Aufklärung in den USA führt. Wenn Abstinenz gepredigt wird, Verhütungsmethoden die Wirksamkeit abgesprochen wird kommt es (sobald man die Abstinenz über Bord wirft) zu ganz besonders verantwortungslosem Verhalten. D.H. mehr Schwangerschaften, mehr Geschlechtskrankheiten.
Und die USA sind deutlich näher an "unseren" Moralvorstellungen dran und leben auch die Monogamie.
Aufklärung fürt nicht zu einem riskanten Sexualverhalten oder früheren sexuellen Erfahrungen. Auch wenn das immer wieder als Begründung angeführt wird um Aufklärung zu verweigern oder nach hinten zu verschieben.
Es geht hier gar nicht um die Erwartung, dass Kondome zu 100% schützen.
Jede Eindämmung von HIV die möglich ist, ist ein Gewinn. Einen 100%igen Schutz gibt es nie.
Es ist ja auch keine Verhütungsmethode zu 100% sicher und die meisten Menschen haben trotzdem Sex, auch wenn sie gerade kein Kind wollen.