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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 27. Oktober 2011 14:29 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 30. Januar 2011 15:34
Beiträge: 154
NFP seit: 01/2011
Mein erster Freund war Mexikaner (ich war da im Austausch für ein halbes Jahr), 15, dann 16 Jahre alt, ich 17. Dort ist die Aufklärung irgendwie etwas seltsam, über Verhütung wird so gut wie gar nicht aufgeklärt, allerdings eine riesen Panik vor Aids verbreitet. Kondome und andere Verhütungsmittel gibts in Gesundheitszentren kostenlos, alledings wird die Pille gar nicht erst verteilt, weil man den Mädchen nicht vertraut. Mein Freund war also der festen Überzeugung, dass man sich automatisch bei jedem ungeschützten GV mit HIV ansteckt (dass dann alle Menschen, die Kinder haben, HIV-positiv sein müssten, kam ihm nicht in den Sinn). Da wir beide vorher im Grunde keine sexuellen Erfahrungen gemacht hatten und schon gar nicht ungeschützt, wollte ICH dann keine Kondome mehr, weil die mexikanischen immer so nach Gummi stinken und habe mir die Pille geben lassen (deutschen Mädchen haben sie vertraut, die galten als gewissenhafter). Er hat sich daraufhin geweigert, das Kondom wegzulassen, außer einmal, woraufhin er dann wochenlang Panik geschoben hat. Daraufhin habe ich die Pille wieder abgesetzt. In den nachfolgenden Beziehungen habe ich immer die Pille genommen, weil ich Kondome eben nicht mag, bei ONS oder Affairen allerdings nie und da hatte ich schon mal die Erfahrung, dass ausgerechnet einer, der für seine vielen "Abenteuer" bekannt war, sich geweigert hat, Kondome zu benutzen. Als ich ihn dann aber nach gefühlten 5 Stunden überredet hatte, war er sogar sehr gewissenhaft und hat die Kondome danach aufgeblasen und zugeknotet und sich erst mal gewaschen...
Bei meinem jetzigen Freund kam ich dann doch auf den Trichter, dass die Pille doch nicht so toll für den Körper ist, zumal ich sie über 2 Jahre genommen habe, so lange hatte ich sie noch nie zuvor am Stück genommen. Ich komme mit NFP super klar und würde liebend gerne damit verhüten und er wie ich mögen Kondome gleich ungern, so dass ich sie gerne in der unfruchtbaren Zeit weglassen würde, allerdings vertraut mein Freund meinen Aufzeichnungen nicht vollständig, weil er absolut keine Kinder will und ich das nicht so eng sehe (das heißt aber nicht, dass ich das nicht ernst nehme, nur, dass es mir nichts ausmachen würde, schwanger zu werden), obwohl ich ihn in die Auswertung mit einbeziehe. So hatten wir in 7 Zyklen gerade mal 3 mal ohne Kondom Sex... :(
Das Resultat ist eigentlich nur, dass er immer weniger Lust hat. Jetzt werde ich mal sehen, ob nicht das Dia eine Alternative ist...
Generell war aber in allen Beziehungen und Affairen IMMER ich für das Besorgen der Kondome zuständig, auch wenn ER darauf bestanden hat, was irgendwie auch nicht wirklich gerecht ist.

_________________
Der Große *6/19 bekommt nun überraschend doch noch ein Schwesterchen
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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 27. Oktober 2011 14:54 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 30. Januar 2011 15:34
Beiträge: 154
NFP seit: 01/2011
edit: und natürlich habe ich auch Angst vor Aids und einen Test gemacht, genau wie mein Freund, das wollte ich nicht herunterspielen, aber bei meinem ersten Freund war diese Panik vollständig unbegründet und basierte auf dieser mexikanischen Teilaufklärung.
edit2: und außer meinem mexikanischen Freund war es für keinen Mann, mit dem ich etwas hatte, selbstverständlich, Kondome zu benutzen, vor Allem für diejenigen, die eher wenig Beziehungs- und mehr ONS-Erfahrung hatten. Mehrmals musste ich "Stopp" rufen, als er schon kurz davor war, einfach ohne Frage oder Vorwarnung in mich einzudringen. Und von selbst Kondome dabei hatte auch noch keiner. Und die waren auch meistens Studenten, also liegt es eher nicht am Bildungsniveau.

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Der Große *6/19 bekommt nun überraschend doch noch ein Schwesterchen
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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 28. Oktober 2011 08:33 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 16. Oktober 2009 09:38
Beiträge: 877
NFP seit: Oktober 2009
Also ich bin ja jetzt mitte zwanzig und kann Erfahrungen mit 17 jährigen (schon einige Jahre her ...) bis ca. mitte 30 jähreigen vorweisen ... und die meisten hatten eigentlich kein Problem mit dem Kondom, schon gar nicht wenn es ONS waren, da war das eigentlich immer von beiden Seiten klar, dass wir Kondome verwenden.

Zu Zeiten wo ich die Pille genommen habe, habe ich dann in meinen Beziehungen keine Kondome mehr verwendet (allerdings vorher beiderseits AIDS-Test gemacht). Nur ein Typ, mit dem ich ca. ein Jahr lang immer wieder was am Laufen hatte, war extrem gegen Kondome eingestellt, im Nachhinein würde ich sagen, dass er einfach nie passende Kondome kennen gelernt hat ...

... mit meinem jetzigen *mann* verwenden wir auch Kondome (angepasste :) ), bzw. die paar Tage wo ich freigeben kann auch ohne. War für ihn eine ganz neue, tolle Erfahrung *sonne*

_________________
Denn der Gedanke an dich ist ein gutes Gefühl. Deine großen Momente sind meine. Rainer von Vielen - Der Gedanke an dich
Foxy mit Herrn Fuchs, dem kleinen Fux (11/22) und Wuffl.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 28. Dezember 2011 22:57 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
NFP seit: Dezember 2011
Ich mag diesen spannenden Thread mal wieder ausbuddeln :D
Bin 21 und habe ziemlich kontroverse Erfahrungen gemacht: Zum einen mein erster Freund (geb. 1985), der sehr bewusst mit dem Thema Verhütung umgegangen ist (" Wir müssen mal darüber reden, wie wir verhüten wollen") und der, bevor wir zum ersten Mal miteinander geschlafen haben, von selbst und ohne Aufforderung zum HIV-Test gegangen ist (Ich war Jungfrau :mrgreen: ). Für mich war aber völlig klar, dass es die Pille wird, erschien mir mit 16 als das einzig sichere... *draufhau*.
Eine Affäre (geb.1987) fand Gummis völlig indiskutabel, die seien ja soo unbequem und: " Du nimmst ja die Pille", den musste ich sogar nötigen, dass er sich wenigstens mit den Wirkmechanismen der Pille auseinandersetzt, das hat den nämlich herzlich wenig interessiert. *Nudelholz*.
Für meinen jetzigen *mann* (geb. 1988) waren Kondome insofern erstmal kein Thema, als dass ich die Pille genommen habe, und wir beide getestet waren. Habe ihn mal gefragt, wie das mit der Verhütung in seinen vorigen Beziehungen (fünf an der Zahl) gelaufen ist, und die Frauen haben ausnahmslos die Pille genommen.
So erlebe ich es auch überwiegend in meinem Umfeld, bis auf eine Freundin, die die Pille nicht veträgt und eh nur gelegentlich ONS hat, verhüten alle hormonell. Weil es für die Frauen so selbstverständlich ist, sehen viele Männer die gesicherte (Schwangerschafts-)Verhütung von Seiten der Frau als ebensolche Selbstverständlichkeit. Und kaum eine/r macht sich um HIV, Chlamydien und co. Gedanken, was ich sehr erschreckend finde. Habe den Eindruck, dass HIV für die meisten ganz weit weg scheint.
Und das in einem doch sehr bildungnahen Umfeld... *kotz*
Für die 20-26-jährigen (über die Jahre;) ) ergibt das- mit einigen Lichtblicken-doch ein eher düsteres Bild bezüglich partnerschaftlicher Verhütungsverantwortung....

_________________
Sit with your pain, cradle it close, lean in and listen, take it slow. Sit with your pain, cradle it close and when you‘re ready let it go -Fia-


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 29. Dezember 2011 09:53 
@brighteyes: das deckt sich mit meinen Erfahrungen und ich sehe da auch eine große Mitschuld der Frauen, die meistens selber total unkritisch die Pille nehmen und bei ONS/Affären auch nicht auf Gummis oder Test bestehen. Und das durch alle Generationen.

Traurig, traurig.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 31. Dezember 2011 13:59 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 27. Februar 2010 21:44
Beiträge: 134
Ich bin 33ig und mein Mann 37ig und sind schon seit 10 Jahren zusammen.
Schon von Anfang an war Kondom (die wir in der Anfangszeit benutzten) kein Thema auch wenn ich die Pille nahm. Aber auch fand er von Anfang nicht gut das ich Hormone zu mir nehme und ist heute sogar dagegen das ich sie nehme.... wusste aber dazumal nix über die existens der NFP. :oops: Für ihn war sofort klar, sobald unser Familienplanung definitiv abgeschlossen ist, das er sich Unterbinden lässt, damit ich Ruhe habe!
Auch meine davorigen 2 Beziehungen waren Kondom nehmen selbstverständlichkeit.

_________________
Diese Signatur entsprach nicht den :arrow: Signaturregeln. Das Moderatorinnenteam bittet darum, die Signatur entsprechend anzupassen. Vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 12. Januar 2012 23:14 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 25. Oktober 2010 20:15
Beiträge: 981
NFP seit: 19.08.2010
Misch mich auch nochmal kurz ein. Bin Jahrgang 87 und war auch immer sehr interessiert an Verhütung usw., auch schon bevor das Thema aktuell wurde. Den ersten Internetzugang haben wir - ich glaub - ums Millenium rum bekommen. Erinner mich auch noch lebhaft an Nachmittage in der "Stadtbücherei", wo ich alles an Broschüren und Büchern zum Thema gewälzt habe. Auch mit Internet habe ich mein Wissen da weiter vertieft - NFP ist mir aber (zumindest bewusst) nicht einmal über den Weg gelaufen. Klar, Temperatur- und Schleimmethode waren mir aus dem Biobuch vertraut, aber der PI sprach dann auch für sich.

Die *mann* die mir begegnet sind (auch die *weiblich* ) waren in der Regel nicht sehr gewissenhaft mit Verhütung. Wobei es auch strahlende Ausnahmen gibt - mein Ex- *mann* hat sogar Handschuhe verwendet, wenn er mich gefingert hat, weil er nicht das Risiko eingehen wollte, dass seine andere *weiblich* "wegen ihm" erkrankt. Er benutzt auch schon seit Jahren VON SICH AUS Kondome. Damit ist er aber leider ein seltenes Exemplar. Meinen jetzigen *mann* habe ich immerhin davon überzeugt bekommen, dass er mit mir am Weltaidstag zum Amt geht - inkl. Abstrich hat er alle Untersuchungen brav mitgemacht. Aber viel Gedanken an Verhütung hat er auch nie verschwendet. Das krasseste Beispiel sind für mich die beiden Ärzte, mit denen ich mir in bester ONS-Manier ein Bett geteilt habe. Beim ersten Doc war ich noch so leichtgläubig anzunehmen, dass ein Mediziner sich des Risikos wohl bewusst sein würde. Fehlanzeige. Er wollte tatsächlich ohne Kondom in mich eindringen - ich habe so:shock: geguckt und ihn weggedrückt. Habe ihn zur Rede gestellt. Wie dass denn sei mit Krankheiten? Ja, er würde sich regelmäßig testen lassen. Ja, aber was denn mit seinem Risiko sei? Ja, er würde nicht davon ausgehen, dass ich etwas habe... :shock: *kopfkratz* Aha? Und eine Schwangerschaft? Naja... die Pille. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich die Pille nicht nehme. Ein Kondom war aber in Ordnung. Beim anderen habe ich entsprechend frühzeitig darauf hingewiesen, dass ich Interesse an einem Kondom hätte. Irritiert geschaut hat er allemal...


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 13. Januar 2012 07:36 
:shock: Oh man, Frau G., das ist ja krass.....
Also ich versteh es ja nicht, wie sowas in so einer doch eigentlich aufgeklärten Gesellschaft sein kann. *hä*

Oder es stimmt halt doch, dass das Gehirn manchmal in die Hose rutscht und komplett aussetzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 13. Januar 2012 08:14 
gina1 hat geschrieben:
Oder es stimmt halt doch, dass das Gehirn manchmal in die Hose rutscht und komplett aussetzt.

Das kann ich so nicht bestätigen - aber ungeliebt sind Gummis halt doch... ich glaube aber, dass das für Männer und Frauen gleichermaßen gelten kann :oops:

Benutzt wurden die Dinger bei mir bislang zur Empfängnisverhütung ohne Widerspruch, in den Beziehungen, wo ich die Pille nahm, waren sie kein Thema, auch wegen Krankheiten nicht. *nixweiss* Leichtsinnig sicher, aber, na ja...

Ich gehör zugegeben aber auch zu den Frauen, die Kondome nicht mögen :oops: :oops: :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 13. Januar 2012 15:19 
Firelady hat geschrieben:
in den Beziehungen, wo ich die Pille nahm, waren sie kein Thema, auch wegen Krankheiten nicht. *nixweiss* Leichtsinnig sicher, aber, na ja...


Na in dem Fall braucht man aber doch auch keine Gummis. *kopfkratz*


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 13. Januar 2012 15:50 
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Fingerwundschreiberin

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Naja, aber nur weil man einen festen Partner hat, ist der ja nicht automatisch gesund. *zustimm*


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 13. Januar 2012 15:55 
Frau_G. hat geschrieben:
Naja, aber nur weil man einen festen Partner hat, ist der ja nicht automatisch gesund. *zustimm*

*zustimm* Genau darauf bezog ich mich. Auch zu Beginn der Beziehungen - denn nicht jeder Partner ist automatisch sofort ein "fester Partner" - wurde nicht über Krankheiten nachgedacht, geschweige denn gesprochen. Ich ging regelmäßig zum Blutspenden und überhaupt... tjoah, das Thema war einfach tabu *hä*


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 7. November 2015 08:57 
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hat sich gut eingelebt

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NFP seit: 1994
Ein paar Jahre sind ins Land gegangen, also buddel ich den Thread mal wieder aus, weil ich die Frage nach wie vor spannend finde:
.D. hat geschrieben:
Da ich hier schon zu den älteren Semestern zähle, würde mich mal interessieren, wie die Männer der jüngeren Generation (jünger als 30 Jahre) mit dem Thema Verhütung umgehen?

Zu meiner Zeit ;-) war Aidsprävention sehr publik, das Thema war in aller Munde und es herrschte ziemlich große Verunsicherung. Außerdem regten sich bei Frauen meines Alters ziemliche Vorbehalte gegen die Pille, es wurden Alternativen überlegt und ausprobiert und es wurde von Männern erwartet, dass sie die Verhütung nicht allein der Frau überließen.

Kondome zu benutzen war also generell - zumindest in meinem Umfeld - für die Herren kein Reizthema, im Gegenteil, meist brauchte man die Benutzung von Kondomen nicht aktiv ansprechen. Ebenso wurde es bei Leuten meiner Generation, die nicht oder nicht nur in einer festen Partnerschaft sexuell aktiv sind, usus regelmäßig AIDS-Tests zu machen - ist das heute bei den Jüngeren auch noch so?

Sicher kann ich nicht für meine Generation sprechen, das ist nur ein Streiflicht aus der Stimmung der 80er/90er Jahre. Vielleicht können andere 40+ auch noch was dazu beitragen.

Wie sieht es jetzt aus? Wie gehen Männer, die heute so alt sind wie wir damals (20 - 30) mit dem Thema Verhütung um?


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 7. November 2015 09:48 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 293
NFP seit: 11/07
- mit iButton seit 11/11 -
.D., das Thema finde ich auch nach wie vor spannend! :mrgreen:

Für meinen ersten Freund (*1989) und mich (*1987) (beide damals Jungfrauen) war es klar, dass wir mit Kondomen verhüten. Es klappte auch pannenlos 1,5 Jahre. Dann entschied ich mich für die Pille, weil wir beide gerne "ohne" wollten - in unserer Beziehung kriselte es da aber schon, nach einem halben Jahr haben wir uns getrennt und ich die Pille sofort wieder abgesetzt. Vorbehalte gegenüber hormonellen Verhütungsmitteln hatte ich schon immer, daher war für uns am Anfang und eben 1,5 Jahre klar, dass wir mir Kondomen verhüten. Seine Mutter legte mir nahe, noch die Pille zu nehmen, aber das lehnte ich ab. Meine Mutter war nie für hormonelle Verhütungsmittel, hat es mir aber auch nicht ausgeredet, als ich die Pille dann doch später nahm. In der Schule wurde uns viel Angst vor sexuell übertragbaren Krankheiten und insbesondere HIV gemacht. Das kam bei uns aufgrund der fehlenden sexuellen Erfahrungen nicht in Frage, aber wir kannten Kondome beide als sicheres Verhütungsmittel bei sachgemäßer Anwendung - das wurde uns eben auch beigebracht vom ganzen Umfeld. Wir teilten uns die Kondomkosten 50/50.

Bei meinem jetzigen Partner (*1984) lief die Verhütung anfangs auch per Kondom; ich meine, er hatte welche dabei bei unseren ersten GVs (oder hatte ich die noch? weiß nicht mehr - ohne wäre es jedenfalls nicht gelaufen, das war für uns beide quasi wortlos klar). Ich entschied mich aber recht schnell wieder für die Einnahme der Pille, da *mann* mit Kondomen deutlich weniger spürt beim Sex und auch ich es "ohne" viel intensiver finde. Wir beide waren kürzlich bei der Blutspende gewesen und verzichteten daher auf einen weiteren Test auf HIV o.Ä.. Wir sprachen - genau wie mit meinem ersten Freund - von Anfang an offen über die Verhütungsfrage und teilten die Kosten für die Pille 50/50, was seine Eltern fortschrittlich fanden :mrgreen: 2,5 Jahre und einige Präparate später (inkl. Nuvaring) ließ ich mir die Gynefix legen, da ich (sowieso und aufgrund von Nebenwirkungen) nicht mehr hormonell verhüten wollte. *mann* unterstützte meine Entscheidung. Die Kosten dafür wurden wieder 50/50 geteilt. Zeitgleich begann ich NFP zur Zyklusbeobachtung anzuwenden, zunächst aber noch nicht 100 % korrekt und mit dem nötigen Enthusiasmus. Die Aufzeichnungen wurden im Laufe der Jahre genauer, die morgendliche Messung im Mund gegen eine vaginale Messung per iButton ausgetauscht. Wir entschieden uns mit der Unterstützung meines Gynäkologen gemeinsam dazu, die Gynefix länger als 5 Jahre liegen zu lassen, es wurden etwas über 7 Jahre daraus. Nach einem Umzug riet mir der neue Frauenarzt (unterstützt NFP, bat mir aber auch u.a. die Jaydess an) dazu, die Kette nun zeitnah entfernen zu lassen. Anfangs trauten wir uns eine alleinige Verhütung mit NFP nicht zu, aber nun haben wir Vertrauen in uns gefasst. Kondome sind mittlerweile gefittet und dadurch angenehmer, wenngleich es für uns beide auch immer noch schöner ohne ist. Wir haben viel hin- und herüberlegt, konnten uns aber nicht zur Einlage einer neuen Gynefix durchringen, da mittelfristig Kinderwunsch besteht.

Ich habe zwei sehr gut aufgeklärte (auch über Eisprung und Co., dass ein Zyklus nicht 28 Tage lang sein muss, teilweise auch Wissen über Zervixschleim etc.) Partner kennengelernt, die die verschiedene Formen der Verhütung und deren Wirkmechanismen kannten und für die es klar war, anfangs oder auch länger mit Kondom zu verhüten. Im Freundeskreis erlebe ich ganz ähnliche Männer, die sich zwar nicht immer so gut mit den biologischen Hintergründen auskennen (was ein Eisprung ist, weiß aber jeder), aber die die verschiedenen Verhütungsmethoden ebenfalls gut kennen. Für die meisten ist allerdings "klar", dass die Frau nach kurzer Zeit die Pille nimmt, so kommt es mir vor.

_________________
Nicht immer regelkonform unterwegs ... Bild stolze Forenpatin von snoepjes Wintermädchen ... und ihrem Silvesterkrümel!!!

... jetzt mit kleiner Tochter (05/2017) im Arm :verliebt:


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 Betreff des Beitrags: Re: Männer & Verhütung - Generationenfrage?
BeitragVerfasst: 7. November 2015 10:36 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 28. August 2014 11:15
Beiträge: 140
Wohnort: Mannheim
NFP seit: Oktober 2014
In meiner Generation (Baujahr 1980, aber auch meine Freundinnen aus dem Zweitstudium, die bis zu 9 Jahre jünger sind), habe ich insgesamt eher den Eindruck der Pille als absoluten Verhütungsstandard über viele, viele Jahre. Gleichzeitig natürlich Kondome für ONS und in neuen Beziehungen, bis die Frage nach STIs geklärt ist (Test, Blutspenden oder Vertrauen/Gutgläubigkeit in die Aussage des anderen, dass nichts sein kann). Ich selbst habe ab 16 fast durchgehend die Pille genommen, bis ich vor etwas mehr als einem Jahr zufällig meine Vorurteile gegenüber hormonfreier Verhütung überprüft habe. Sonst hätte ich sie sicher bis zum KiWu genommen *zunge*
Einige Zeit nachdem ich abgesetzt hatte, hatten wir mal abends beim Weggehen ein Gespräch darüber, keine Ahnung, wie wir darauf kamen. Da stellte sich plötzlich raus , dass nur noch eine Freundin in der Runde die Pille nimmt - die war völlig perplex, als sie das mitgekriegt hat. Allerdings war eine der anderen gerade in Stillzeit, die andere meistens Single, und die dritte, ohne es damals schon zu verraten, am Basteln *lach* Es wandelt sich also ab einem gewissen Alter wohl, da war ich rein vom Alter her dann eher schon spät dran, mit 34 endlich mal ans Absetzen zu denken. *ko*

_________________
mit kleiner Frühstarterin - 09.06.2016 (35+2)


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