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 Betreff des Beitrags: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2011 19:03 
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NFP-Gräfin

Registriert: 3. November 2006 18:46
Beiträge: 3520
http://www.badische-zeitung.de/gesundheit-ernaehrung/erstes-kind-hausgeburt-riskanter-als-in-der-klinik


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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 5. Dezember 2011 19:16 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 15. April 2010 22:43
Beiträge: 970
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NFP seit: Dezember 2010
hier ist der orginal-artikel, auf den sich die badische zeitung bezieht:
http://www.bmj.com/content/343/bmj.d7400
kenn mich damit nicht so aus, aber vielleicht kann ja jemand anderes hier etwas damit anfangen.

lg, amily

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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2011 01:26 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 15. April 2010 22:43
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ich hab nach anderen artikeln gegoogelt und den hier noch dazu gefunden:
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_n ... rh-ht.html

hab ich den artikel aus der BMJ falsch verstanden oder ist der folgende absatz wirklich falsch?
Frauenärzte im Netz hat geschrieben:
Nach Entbindungen in der Klinik wurden schwere Komplikationen nur in 5,3 von 1.000 Entbindungen gefunden. Dabei muss berücksicht werden, dass ausschließlich gesunde Frauen ohne Risiken für eine Hausgeburt in Frage kommen, und dass alle Schwangeren mit Risiken und Komplikationen in der Klinik gebären. Trotzdem lag die Häufigkeit schwerer kindlicher Schäden in der Klinik niedriger als bei der Hausgeburt.


in der studie wurden doch nur die geburten verglichen, die nach einer risikolosen schwangerschaft waren. in dem zitat scheint es aber so, als wurden risiko schwangerschaften mit klinischer geburt mit risikolosen schwangerschaft mit außerklinischer geburt verglichen.

was mir noch auffiel ist, dass in dem und in weiteren artikel dazu die geburthausgeburten ziemlich vernachlässigt wurden. diese waren in der studie genau so risikoarm wie die geburten im krankenhaus. oder wird unter "klinischer geburt" auch die geburtshausgeburt verstanden?

lg, amily

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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 6. Dezember 2011 12:23 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 15. April 2010 22:43
Beiträge: 970
Wohnort: Berlin
NFP seit: Dezember 2010
ich hab mal noch eine frage zu den begriffen: im artikel ist die rede von "freestanding midwifery units" und "alongside midwifery units". ist das erste ein geburtshaus und das zweite ein hebammenkreissaal oder ist beides ein geburtshaus und das eine ist nur weiter weg von einem krankenhaus, während das andere mit einem KH zusammenarbeitet?
mein englisch reicht nicht so weit.

lg, amily

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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 8. Dezember 2011 19:45 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 25. September 2005 16:39
Beiträge: 9213
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amily87 hat geschrieben:
ich hab nach anderen artikeln gegoogelt und den hier noch dazu gefunden:
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_n ... rh-ht.html

hab ich den artikel aus der BMJ falsch verstanden oder ist der folgende absatz wirklich falsch?
Frauenärzte im Netz hat geschrieben:
Nach Entbindungen in der Klinik wurden schwere Komplikationen nur in 5,3 von 1.000 Entbindungen gefunden. Dabei muss berücksicht werden, dass ausschließlich gesunde Frauen ohne Risiken für eine Hausgeburt in Frage kommen, und dass alle Schwangeren mit Risiken und Komplikationen in der Klinik gebären. Trotzdem lag die Häufigkeit schwerer kindlicher Schäden in der Klinik niedriger als bei der Hausgeburt.


in der studie wurden doch nur die geburten verglichen, die nach einer risikolosen schwangerschaft waren. in dem zitat scheint es aber so, als wurden risiko schwangerschaften mit klinischer geburt mit risikolosen schwangerschaft mit außerklinischer geburt verglichen.


Ja, es sieht so aus als wäre das Zitat nicht korrekt. *zustimm*

amily87 hat geschrieben:
was mir noch auffiel ist, dass in dem und in weiteren artikel dazu die geburthausgeburten ziemlich vernachlässigt wurden. diese waren in der studie genau so risikoarm wie die geburten im krankenhaus. oder wird unter "klinischer geburt" auch die geburtshausgeburt verstanden?


Nein, Geburtshaus ist auch außerklinisch... Und führt zu:


amily87 hat geschrieben:
ich hab mal noch eine frage zu den begriffen: im artikel ist die rede von "freestanding midwifery units" und "alongside midwifery units". ist das erste ein geburtshaus und das zweite ein hebammenkreissaal oder ist beides ein geburtshaus und das eine ist nur weiter weg von einem krankenhaus, während das andere mit einem KH zusammenarbeitet?


Mhm, es gibt halt nicht überall die gleichen Schemata. Ich denke, dass man unter beidem Geburtshäuser verstehen kann. Einmal solche, die komplett unabhängig sind, und dann solche, die an eine Klinik angeschlossen sind, aber eben trotzdem als Geburtshaus. In England ist meines Wissens auch die klinische Geburtshilfe im Normalfall hebammengeleitet und der Arzt wird wirklich nur bei Pathologie dazugerufen (ob das für jede Klinik gilt, weiß ich allerdings nicht).

Liebe Grüße vom gräschen

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"Leute, vielleicht schafft ihr es ja, diesen Sprung vor mir zu schaffen - bevor ihr dann Krebs kriegt oder so - dass ihr da schon wisst, warum ihr hier seid und was ihr alles tun könnt, wie viele Möglichkeiten wir haben: Wir haben verdammt viele Möglichkeiten nur haben wir alle so schlechte Laune. Das verstehe ich nicht." Christoph Schlingensief, Oktober 2009


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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 21. Februar 2012 15:02 
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Fingerwundschreiberin

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Beiträge: 970
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vor ein paar tagen habe ich dazu übrigens einen leserbrief einer gynäkologin entdeckt:
http://www.rabeneltern.org/index.php/wi ... cher-daten

lg, amily

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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 21. Februar 2012 16:13 
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Inventar

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Beiträge: 2191
Hab das Zitat jetzt so verstanden, dass in die KKH-Quote zusätzlich noch Risikogeburten fallen, die bei Hausgeburten von vornherein ausgeschlossen werden, so dass die Statistik dadurch verfälscht ist.

Ist ja ein bisschen so wie mit der Kaiserschnittrate bei den Krankenhäusern. Die liegt in Unikliniken und anderen Kiniken mit Kinderklinik ja auch oft höher, aus dem gleichen Grund, und nicht unbedingt, weil die Ärzte da so leidenschaftlich drauflosschnibbeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 21. Februar 2012 16:18 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 15. April 2010 22:43
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NFP seit: Dezember 2010
Dharma hat geschrieben:
Hab das Zitat jetzt so verstanden, dass in die KKH-Quote zusätzlich noch Risikogeburten fallen, die bei Hausgeburten von vornherein ausgeschlossen werden, so dass die Statistik dadurch verfälscht ist.

Das Zitat soll wahrscheinlich so verstanden werden, was aber eben falsch ist, weil die Statistik nicht durch Risikogeburten verfälscht werden kann, da in der Studie nur risikoarme Geburten aufgenommen wurden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 21. Februar 2012 16:43 
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hat sich gut eingelebt

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Beiträge: 124
NFP seit: 01/12
Ich wäre da sehr vorsichtig bei der Übertragung der Daten auf Zustände in Dtld.

Erstens wissen wir nicht genug über die Umstände der Geburten in GB - wie sieht die medizinische Versorgung in den Kliniken aus, wie ist die Verteilung von Krankenhäusern, Geburtshäusern, Hebammen auf der Fläche?

Und wir wissen auch nicht, wie die Vorbedingungen und Umstände für Hausgeburten sind, wie die Hebammen bezahlt werden etc.

Bei uns ist es z.B. so, dass eine Hausgeburt nur möglich ist, wenn verschiedene potenzielle Gefährdungen ausgeschlossen sind (z.B. vor 36. Woche, verschiedene Risiken etc.). Und die Hebamme begleitet die Schwangere meist von Anfang an und es entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis, das natürlich auch auf die Geburt auswirkt (vor allem auch psychologisch).

Unter diesen Bedingungen sind Hausgeburten in Dtld. sicherlich mit weniger Komplikationen verbunden als Klinikgeburten (aber ich habe keine Datenlage).

Fragt sich, ob das in GB genau so gehandhabt wird ...

Also lassen wir den Briten ihre Studie und machen uns hier in Dtld. nicht verrückt.

Ich habe mein erstes Kind in einer Klinik bekommen, das zweite dann zu Hause. Ich kenne die Unterschiede und würde nur im absoluten Notfall noch einmal in eine Klinik gehen!

Grüße,
Helgo

PS: Meine Hebamme meinte damals, dass sie von knapp 250 Hausgeburten nur eine in der Klinik beenden musste.

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Helgo hat drei Töchter, zwei Katzen, einen Mann und keine Kurve ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 21. April 2012 17:02 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 23. Mai 2007 17:21
Beiträge: 832
Wahrscheinlich wurde die Studie hier schon einmal irgendwo gepostet: Home versus hospital deliveries: follow up study of matched pairs for procedures and outcome

Von den gleichen Autoren: Haus- oder Spitalgeburten?

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Einfach anfangen, das ist das Wichtigste. Nicht zuerst wissen wollen, wo es hinführt, sondern anfangen. Und dann weitermachen. Hanny Fries


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 Betreff des Beitrags: Re: Studie über Gefahren Hausgeburt vs. Klinikgeburt
BeitragVerfasst: 8. Mai 2012 20:39 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 28. Juli 2008 23:32
Beiträge: 316
NFP seit: 19.04.1995
Am besten liest man sich das Fazit der Originalveröffentlichung durch:

"Our results support a policy of offering healthy nulliparous and multiparous women with low risk pregnancies a choice of birth setting. Adverse perinatal outcomes are uncommon in all settings, while interventions during labour and birth are much less common for births planned in non-obstetric unit settings. For nulliparous women, there is some evidence that planning birth at home is associated with a higher risk of an adverse perinatal outcome. A substantial proportion of women having their first baby who plan to give birth in a non-obstetric unit setting are transferred to an obstetric unit.

These results will enable women and their partners to have informed discussions with health professionals in relation to clinical outcomes and planned place of birth."

http://www.bmj.com/content/343/bmj.d7400

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Gruß Radha
17-jährig mit NER angefangen, das ergibt 25 Jahre erfolgreiche Verhütung und/oder Diagnosehilfe. *O02.1v 08/11. Mit Kind seit 21.07.2012. Neugierig? C'est moi!


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