Zitat:
@mandala: ich habe keinen vergleich wie es bei uns ist, weil ich noch keine eigenen kinder habe, aber ich finde die geburten immer recht entspannt - abgesehen davon dass sehr gerne eingeleitet wird wenn der ET vorbei ist. Was schockiert dich daran so?
Ja, sie leiten sehr gerne ein. Außerdem benutzen sie sehr häufig einen Wehentropf. Es gibt sehr viele PDAs. CTG-Überwachung nonstop. Außerdem gab es keine Gebärposition außer der Rückenlage, wenn ich mich recht erinnere - und Rückenlage ist die denkbar ungünstigste Position um ein Kind auf die Welt zu bringen.
Was mir noch sehr negativ auffiel, waren die vermummten Gynäkologen. Bei der Geburt meist mit Haube auf dem Kopf, Schutzbrille und sterilen Umhang

Und das ständige "Push push push" von allen Seiten während den Presswehen...
Keinerlei
wirkliche Geburtsbegleitung habe ich gesehen, nicht eine, die während der Geburt irgendwann gebadet hat, die eine Kreuzbeinmassage bekommen hätte, dazu Kreißsäle die wie Krankenzimmer anmuten etc.
Es gab nur medikamentöse Schmerztherapie, auch keine Atemanleitung oder so...
Außerdem gab es allem Anschein nach keine hinreichende Stillberatung, da selbst die Mütter, die stillen wollten, innerhalb kürzester Zeit abstillten.
Alles in allem ein absolutes Desaster für mein Empfinden.
Nicht, dass es bei uns immer besser wäre, aber wenn die jungen Leute mit so einem Bild von Geburt aufwachsen braucht man sich nicht wundern, wenn das Vertrauen in die eigene Gebärfähigkeit gleich Null ist.
