NFP-Forum.de - Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung

20 Jahre NFP-Forum.de

Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung.
Datenschutzerklärung | Impressum
Startseite Forum KurvenReich Photos FAQ NFP Infos
!!! NEU !!!

Facebook

Instagram

Google

NFP-Forum.de - Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung

20 Jahre NFP-Forum.de

Das Anwenderinnenforum für natürliche, sympto-thermale Familienplanung.
Startseite Forum KurvenReich Photos FAQ NFP Infos Datenschutzerklärung Impressum
!!! NEU !!!

Facebook

Instagram

Google

Aktuelle Zeit: 18. Juni 2026 09:44

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1824 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87 ... 122  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 29. August 2011 13:59 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Bis November ist wirklich noch sehr lange. Ich kann es irgendwie schon verstehen, dass du den Aufwand mit der neuen Dosisfindung jetzt nicht haben möchtest. Aber dafür noch 3 Monate Nebenwirkungen in kauf nehmen?

Ich würde versuchen so bald wie möglich einen Termin zu bekommen.

_________________
Die Erde ist ein Nudelsieb


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 29. August 2011 14:47 
Offline
neu hier

Registriert: 28. August 2011 17:43
Beiträge: 37
Wohnort: Berlin
NFP seit: 9/2011
Nunja, ich seh es so: momentan kann ich meinen Körper einschätzen. Es ist nicht schön, aber ich weiß, was mich erwartet. Die Nebenwirkungen, die mich WIRKLICH stören (allen voran Migräne) werd ich nur noch 2 mal haben -- und es ist nicht gesagt, dass DIE durch Absetzen des Rings weniger wird, im Gegenteil: wenn ich mich zurückerinner, hatte ich die schlimmsten Migräneattacken im Altern von 12-18 -- also bevor ich mit hormoneller Verhütung angefangen hab. Im Gegensatz dazu kann ich jetzt schon die Tage festlegen, an denen ich in den nächsten Wochen Migräne haben werde und wichtige Termine etc entsprechend timen. Und grad weil bei mir ja nicht nur "Entzugs"-Symptome auftreten könnten, sondern ich eben auch in eine Über- oder (für mich noch schlimmer) Unterfunktion rutschen könnte, möchte ich da gern genügend Zeit für einplanen. Außerdem muss ich mich erst einlesen, die "Bibel" hab ich gestern erst bestellt ;)

_________________
Nuvaring abgesetzt am 02.09.2011 nach 10 Jahren Pille (Miranova, Valette, Qlaira) und einem Jahr Ring.
Bild
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 3. September 2011 15:05 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
Marie36 hat geschrieben:
Hallo, "dieSanfte"
Nachdem im Nuvaring ein Gestagen verwendet wird, das scheinbar bei keiner anderen oralen Pille verwendet wird, fällt es mir schwer die 120 µg Etonogestrel in Bezug zu z.B. 150 µg Desogestrel bei der Mervelon zu setzen, weil ich nicht weiß wie das Molekülgewicht und die Bioaktivität ist. Es kommt mir aber nicht so vor, als wäre Nuvaring hier sehr hoch dosiert.
Zwischen Aufnahme über den Darm und über die Scheidenschleimhaut scheint kein großer Unterschied zu bestehen, denn die täglich abgegeben 15 µg Ethinylestradiol vom Nuvaring führen zu einem Blutspiegel von 20 pg/ml. Im Vergleich dazu führen die oral eingenommen 30µg Ethinylestradiol bei der Marvelon zu einem Blutspiegel der täglich zwischen 20-150 pg/ml schwankt.

Worauf beziehst du die Aussage, das das Gestagen weit höher als bei anderen Pillen ist?
Grüße
Marie


Ich weiß nur, dass ich die Info mal gelesen habe (müsste jetzt suchen, wo das genau aufgelistet stand) und sich auch honigbienchen darauf bezogen hat. Ich habe jetzt nur einen Beitrag von ihr gefunden:

honigbienchen hat geschrieben:
Das der Ring niedriger dosiert ist als die Pille ist ja der nächste Blödsinn. Laut Hersteller (!!) liegt er etwas höher als die niedrigdosierten Pillen. Das erklärt sich auch ganz einfach: bei der Pille wird ein großer Teil der Dosis über die Leber ausgeschieden. Das passiert beim Ring nicht, deswegen akkumuliert im Endeffekt dieselbe Dosis wie bei der Pille im Körper.

_________________
­STM­ seit 06/2005 Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 3. September 2011 15:13 
Benutzeravatar
Offline
Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Wenn einer so etwas hat, würde ich gerne mal ein Skript lesen, in dem diese Infos verarbeitet sind.
Bisher habe ich nur eine Datei gefunden, die generell angibt, wie die gesamte Menge an Hormonen ist, die der Körper in einem Zyklus aufnimmt.

_________________
Gut feelings are guardian angels.
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 4. September 2011 11:19 
dieSanfte hat geschrieben:
Ich weiß nur, dass ich die Info mal gelesen habe (müsste jetzt suchen, wo das genau aufgelistet stand) und sich auch honigbienchen darauf bezogen hat. Ich habe jetzt nur einen Beitrag von ihr gefunden:

Ich hab schon so oft selbst fest gestellt, dass ich mir 100%ig sicher war, etwas irgendwo gelesen zu haben, schon so oft, etwas geglaubt, was in zig Internetseiten/Zeitschriften/Büchern stand, und dann, als ich genauer nachgeschaut habe, beschämt erkennen müssen, dass ich einem Irrtum aufgesessen bin und eigentlich das genaue Gegenteil wahr ist.

Das ist nicht gegen dich gerichtet, aber - in dieser speziellen Sache - überzeugt mich das nicht.

Marvelon:
täglich eingenommende Menge:
30µg Ethinylestradiol
150µg Desogestrel
Ethinylestradiol-Blutspiegel : Nach der Einnahme 150pg/ml, bis zum nächsten Tag auf 20pg/ml abgefallen

Nuvaring:
täglich eingenommende Menge:
15µg Ethinylestradiol
120µg Etonogestrel = aktive Form von Desogestrel , entspricht 115µg Desogestrel
(Desogestrel:310g/mol, Etonogestrel:324g/mol)
Ethinylestradiol-Blutspiegel : konstant 20pg/ml abgefallen

Man nimmt nur halb so viel Erthinylestradiol auf wie bei der Marvelon, der Blutspiegel ist sogar eher weniger als halb so hoch. Und man nimmt weniger Etonogestrol/Desogestrel auf als bei der Marvelon, woraus ich schlussfolgere, dass auch der Blutspiegel geringer sein wird.

Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, vielleicht vereinfache ich hier zu stark. Aber nicht durch "habe ich mal irgendwo gelesen". Nichts gegen dich - nur gegen die Sache!

Grüße
Marie


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 4. September 2011 12:34 
Benutzeravatar
Offline
Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Marie, wo hast du die Infos her?

_________________
Gut feelings are guardian angels.
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 4. September 2011 12:38 
Hallo Meghann,

entschuldige, ich hab vergessen das Zitat noch einmal einzfügen, es steht schon in meinem ersten Beitrag: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1610 ... t=Abstract
Die molare Masse der Gestagene findet man in entsprechenden Fachbüchern aber auch auf der Wikipedia.

Viele Grüße
Marie


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 4. September 2011 12:47 
Benutzeravatar
Offline
Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Ah, danke *sonne*

_________________
Gut feelings are guardian angels.
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 4. September 2011 17:06 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
Marie36 hat geschrieben:
Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, vielleicht vereinfache ich hier zu stark. Aber nicht durch "habe ich mal irgendwo gelesen". Nichts gegen dich - nur gegen die Sache!


Nein, ich meine damit bei Gott nicht, dass ich das aus irgendeiner Fachzeitschrift habe oder aus einer nicht seriösen Quelle. Darauf achte ich schon, dass es wissenschaftlich seriös und belegt ist. Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich das aus einem medizinischen Fachartikel, leider weiß ich die Quelle nicht mehr und kann nicht mehr darauf zurück greifen.

Aber du kannst mal honigbienchen fragen, die kennt sich da genauer aus, sie ist schließlich Apothekerin und hat dazu glaube ich mehr Infos.

_________________
­STM­ seit 06/2005 Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 5. September 2011 08:58 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Gräfin

Registriert: 1. Dezember 2006 14:49
Beiträge: 3356
Hier eine kleine Anmerkung zur verlinkten Wirkstoffstudie, die ich gerade schon an Marie gab:

In dieser hat man (sehr schlau) geringer dosierte Pillen gar nicht mit einbezogen. Auch das Pflaster ist (wie der Ring) eine kutane Applikationsform und ist gerade aufgrund der hohen Resoprtionsrate der Hormone auch mittlerweile in den USA negativ bewertet.
Um mir die ganze Studie anzusehen, muss ich sie mir morgen herunterladen, zu hause habe ich keinen Zugang.
Danach kann ich genaueres dazu sagen, auch was Studiendesign und Teilnehmeranzahl angeht.
Eines scheint mir aber erwähnenswert:
Department of Clinical Pharmacology and Kinetics, NV Organon, PO Box 20, 5340 BH Oss, The Netherlands.

Organon ist der Hersteller des Rings-ich denke nicht, dass er eine Studie veröffentlichen würde, in welcher der Ring höhere Dosen als die Pille zeigt. Deswegen hat man wohl die geringer dosierten auch einfach mal außen vor gelassen. In einer ernstzunehmenden, unabhängigen Studie wäre das nicht der Fall gewesen.
Darüberhinaus haben sie anscheinend auch nur die Östrogenspiegel verglichen. Auch hier nicht verwunderlich, denn die Gestagenkonzentration des Ringes ist gar nicht so gering im Vergleich zu Pillen mit Desogestrel, wenn man die Abzüge für Verstoffwechselung und Umwandlung bei den Pillen noch berücksichtigt (diese werden ja oral verabreicht, dadurch kommt es zu Wirkstoffverlusten die man beim Ring nicht hat). Auch hier hätte der Ring mMn mit hoher Wahrscheinlichkeit bestanfalls nur gleichgezogen.

Insgesamt bleibe ich (auch nach erneuter Durchsicht der Daten aus den fachinfos) bei meiner Aussage: Der Nuva Ring erzeugt keine geringeren Hormonspiegel im Körper als niedrigdosierte Pillen, die für ihn angegebenen Werte liegen sogar etwas höher, wenn auch nach wie vor im vergleichbaren Bereich.
Bei einem Vergleich mit einem Präparat mit 0,03mg Ethinylestradiol (wie zB Marvelon), liegt er die EE-Spiegel betreffend allerdings niedriger. Man muss also genau wissen, welche Vergleichswerte man ansetzt.

Die allgemeine Behauptung, der Ring würde weniger Hormone in den Körper freisetzen als jede Pille ist jedenfalls so nicht korrekt, das kann man sogar den Hersteller eigenen Angaben aus der Fachinformation entnehmen.

_________________
Dank Minibiene eher unregelmäßig im Bild Zyklus
If you're not part of the solution, you're part of the precipitate.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 5. September 2011 09:50 
Hallo Honigbienchen,

danke für deine Rückmeldung.

Natürlich ist die Arbeit von Organon, es wurden ja auch nur Organon-Produkte verglichen. Ich hab das eigentlich für offensichtlich gehalten.
Aber das ändert ja nichts an gemessenen Blutwerten.

Vielleicht wäre es besser gewesen, Organon hätte seine Lovelle als Vergleich genommen.

honigbienchen hat geschrieben:
diese werden ja oral verabreicht, dadurch kommt es zu Wirkstoffverlusten die man beim Ring nicht hat

Aber der Vergleich zeigt doch dass die Aufnahme über die Scheidenschleimhaut nicht besser ist als die orale Aufnahme, sonst müsste die halb so hohe EE-Dosis ja zu einem mehr als halb so hohen EE-Blutspiegel führen. Wo siehst du bei den Blutwerten den Wirkstoffverlust bei der oralen Aufnahme?
Die Leber scheidet doch nur das aus, was im Blut ist - zum Darm direkt hat sie ja keine Verbindung. Ist es dazu nicht egal, ob das Zeug über die Schleimhaut oder über den Darm ins Blut gelangt?

honigbienchen, PN hat geschrieben:
Bei Vergleich der maximalen Werte liegt der Ring beim EE bei 35pg/ml, die Yasminelle bei 33pg/ml

Was heißt "maximal" in dem Zusammenhang? Mittelung über 24h und dann der maximale Wert der Teilnehmerinnen? Oder maximaler Wert im zeitlichen Verlauf? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Werte der Marvelon bis auf 150 hochschnellen, bei der Yasminelle aber bei 33 bleiben.

honigbienchen hat geschrieben:
Insgesamt bleibe ich bei meiner Aussage: Der Nuva Ring erzeugt keine geringeren Hormonspiegel im Körper

D.h. die Blutwerte beider Hormone sind etwa gleich hoch (maximal ~10-20% Unterschied) bei 20µg-Pillen - das habe ich nie in Abrede gestellt. Ich hatte den Beitrag von dieSanfte nur so aufgefasst (und das war falsch), dass der Östrogenspiegel niedriger ist, der Gestagenspiegel aber dafür mind. 50% höher, eher doppelt so hoch wie bei durchschnittlichen Pillen.
dieSanfte hat geschrieben:
Soweit ich weiß, ist das Östrogen niedriger dosiert als bei Pillen, das Gestagen aber weit höher.


Grüße
Marie


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 5. September 2011 10:01 
P.S.: Und danke für den Hinweis mit der nicht vollständigen Umwandlung von Desogestrel im Körper. Das habe ich wirklich völlig übersehen Bild


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 5. September 2011 10:26 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Gräfin

Registriert: 1. Dezember 2006 14:49
Beiträge: 3356
Marie36 hat geschrieben:
Hallo Honigbienchen,

danke für deine Rückmeldung.

Natürlich ist die Arbeit von Organon, es wurden ja auch nur Organon-Produkte verglichen. Ich hab das eigentlich für offensichtlich gehalten.
Aber das ändert ja nichts an gemessenen Blutwerten.

Vielleicht wäre es besser gewesen, Organon hätte seine Lovelle als Vergleich genommen.

honigbienchen hat geschrieben:
diese werden ja oral verabreicht, dadurch kommt es zu Wirkstoffverlusten die man beim Ring nicht hat

Aber der Vergleich zeigt doch dass die Aufnahme über die Scheidenschleimhaut nicht besser ist als die orale Aufnahme, sonst müsste die halb so hohe EE-Dosis ja zu einem mehr als halb so hohen EE-Blutspiegel führen. Wo siehst du bei den Blutwerten den Wirkstoffverlust bei der oralen Aufnahme?
Die Leber scheidet doch nur das aus, was im Blut ist - zum Darm direkt hat sie ja keine Verbindung. Ist es dazu nicht egal, ob das Zeug über die Schleimhaut oder über den Darm ins Blut gelangt?

Nach der Resorption im Darm gelangen die Wirkstoffe zuerst in die Leber, so wie alle oral zugeführten Stoffe. Dort kommt es dann zur sogenannten "Erstelimination " (auch "First-Pass-Effect"), bei der eben ein gewisser Anteil gleich wieder ausgeschieden wird. Dies passiert bei kutaner Applikation nicht, da dieses Blut erst den gesamten Körper durchwandert, also auch am WIrkort vorbeikommt, bevor es wieder in der Leber ankommt. Bei kutaner Applikation gibt es demnach keinen First-Pass Effect (genau wie bei Injektionen zB).
Auch an den dir gesendeten Werten kann man dies sehen: Der NuvaRing hat mit 0,015mg EE die geringste Dosierung, erreicht aber dennoch maximale Werte im Bereich der niedrigdosierten Pillen, die mit 0,02mg eine höhere Dosis als der Ring enthalten. Ich nehme mal das Zitat von mir vorweg:
Zitat:
Bei Vergleich der maximalen Werte liegt der Ring beim EE bei 35pg/ml, die Yasminelle bei 33pg/ml
Somit ist die Resorption in der Scheide effizienter.
Und natürlich wäre es besser, sie hätten die Lovelle genommen-warum meinst du, taten sie es nicht?


Zitat:
honigbienchen, PN hat geschrieben:
Bei Vergleich der maximalen Werte liegt der Ring beim EE bei 35pg/ml, die Yasminelle bei 33pg/ml

Was heißt "maximal" in dem Zusammenhang? Mittelung über 24h und dann der maximale Wert der Teilnehmerinnen? Oder maximaler Wert im zeitlichen Verlauf? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Werte der Marvelon bis auf 150 hochschnellen, bei der Yasminelle aber bei 33 bleiben.
Maximaler Wert im zeitlichen Verlauf. In diesen Studien werden innerhalb der ersten Stunden nach Einnahme/Einlage Blutwerte ermittelt damit der Hersteller Angaben machen kann zu a) der Resorptionsgeschwindigkeit und b) dem Erreichen der maximalen Konzentration. Diese fällt dann natürlich wieder ab und schwankt dann um einen geringeren Wert. Dieser lässt sich bei oraler Verabreichng eben (wie ich dir geschrieben habe) über die sogenannte Bateman-Funktion berechnen.
Beim Ring liegt dieser Wert in der dritten Woche bei ca 18pg/ml (laut Fachinfo)
Zitat:
Marvelon:
täglich eingenommende Menge:
30µg Ethinylestradiol
150µg Desogestrel
Ethinylestradiol-Blutspiegel : Nach der Einnahme 150pg/ml, bis zum nächsten Tag auf 20pg/ml abgefallen

Nuvaring:
täglich eingenommende Menge:
15µg Ethinylestradiol
120µg Etonogestrel = aktive Form von Desogestrel , entspricht 115µg Desogestrel
(Desogestrel:310g/mol, Etonogestrel:324g/mol)
Ethinylestradiol-Blutspiegel : konstant 20pg/ml abgefallen


Hier habe ich dir das Problem markiert: Der Ring erzeugt (da eben kein First Pass Effect da ist) im Blut relativ konstante Werte, bei der Pille ist die Aufnahme dagegen von "Tälern" und "Tiefen" geprägt. Deswegen kann man sie nicht so einfach mitainander vergleichen.
Eine Resorption von 150pg/ml erscheint mir übrigens extren hoch (hast du diese auch aus dem Organon-Paper?)
Für die Valette (auch 0,03mg EE) gibt Jenapharm 67pg/ml als Spitzenwert an, das finde ich eher wahrscheinlich.


Zitat:
honigbienchen hat geschrieben:
Insgesamt bleibe ich bei meiner Aussage: Der Nuva Ring erzeugt keine geringeren Hormonspiegel im Körper

D.h. die Blutwerte beider Hormone sind etwa gleich hoch (maximal ~10-20% Unterschied) bei 20µg-Pillen - das habe ich nie in Abrede gestellt. Ich hatte den Beitrag von dieSanfte nur so aufgefasst (und das war falsch), dass der Östrogenspiegel niedriger ist, der Gestagenspiegel aber dafür mind. 50% höher, eher doppelt so hoch wie bei durchschnittlichen Pillen.
dieSanfte hat geschrieben:
Soweit ich weiß, ist das Östrogen niedriger dosiert als bei Pillen, das Gestagen aber weit höher.


Grüße
Marie
Genau, ich bezog mich immer nur auf die häufig anzutreffende Aussage, dass der Ring generell geringere
Hormonspiegel im Körper erzeugt. Zu den Gestagenspiegeln findet man ja leider nicht so viel wie zum EE (siehe das Organon Paper) und ich habe gerade auch nicht die Lust, mich mit der Bateman Funktion hinzusetzen, und diese zu berechnen.
Vom Bauchgefühl des Pharmakologen her denke ich aber auch, dass die Gestagenwerte über denen der Pille liegen, den Grund habe ich dir ja in der PM geschrieben. "Weitaus höher" wird es aber natürlich nicht sein, das war schon zu hoch gegriffen von meiner lieben Sanften (;-)). Um das Wort "vergleichbar" in der Fachinfo nutzen zu dürfen, dürfen die Spiegel nur gering erhöht sein.

_________________
Dank Minibiene eher unregelmäßig im Bild Zyklus
If you're not part of the solution, you're part of the precipitate.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 5. September 2011 10:55 
Hallo honigbienchen,

Ob Lovelle oder Marvelon ist mir egal, weil es mir um die nackten Zahlen geht und nicht um die Conclusion des Papers - da bin ich sowieso fast immer anderer Meinung als die Autoren.

Zitat:
Der Ring erzeugt (da eben kein First Pass Effect da ist) im Blut relativ konstante Werte, bei der Pille ist die Aufnahme dagegen von "Tälern" und "Tiefen" geprägt. Deswegen kann man sie nicht so einfach mitainander vergleichen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Berg wirklich nur bei 33pg/ml ist. Wo ist denn das das Tal? Aber da ich hier das Original nicht kenne, kann ich das nicht einschätzen. Können wir bei einem Paper bleiben das wir beide im Original vorliegen haben (gerne kannst du mir auch "deines" zuschicken)
Hier führen 30µg oral zu etwa doppelt so hohen mittleren Blutwerten wie 15µg vaginal. Das sind die Werte im Blut. Wo ist hier die bessere Aufnahme durch die Schleimhaut?
Es klingt einleuchtend, dass Wirkstoffe über die Schleimhaut besser aufgenommen werden. Eben aus all den Gründen, die du aufführst, aber ich sehe das in den Blutwerten (da ist ja z.B. der Einfluss der Leber schon enthalten) nicht.
Vielleicht kannst du noch etwas dazu sagen, wenn du das Organon-Paper gelesen hast.

Grüße
Marie


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: post NuvaRing und die Probleme
BeitragVerfasst: 5. September 2011 12:10 
Benutzeravatar
Offline
NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
Interessante Fakten, danke honigbienchen *daumenhoch*

honigbienchen hat geschrieben:
Vom Bauchgefühl des Pharmakologen her denke ich aber auch, dass die Gestagenwerte über denen der Pille liegen, den Grund habe ich dir ja in der PM geschrieben. "Weitaus höher" wird es aber natürlich nicht sein, das war schon zu hoch gegriffen von meiner lieben Sanften (;-)). Um das Wort "vergleichbar" in der Fachinfo nutzen zu dürfen, dürfen die Spiegel nur gering erhöht sein.


Aber es ist schon so, dass das Gestagen höher dosiert ist als die niedrigst dosierten Pillen, unabhängig davon, wie es mit dem Spiegel aussieht? Das war die Info, die ich im Kopf behalten habe, dass das Östrogen niedriger ist, dafür aber das Gestagen höher dosiert als bei manchen Pillen.

_________________
­STM­ seit 06/2005 Bild


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1824 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87 ... 122  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de