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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 9. August 2011 20:09 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Februar 2011 20:06
Beiträge: 350
Grusha hat geschrieben:
Vielleicht sollten wir nicht die Männer kritisieren, dass sie diese Verhütungsspritze nicht wollen, sondern ein besseres Verhältnis zu unseren Körpern entwickeln. Dann würden wir jedem einen Vogel zeigen, der unseren natürlichen Zyklus unterdrücken will oder unsere Nase zu groß und den Busen zu klein findet.
Das hast du echt schön geschrieben, und ich versteh was du damit sagen willst.
Irgendwie sind wir Frauen da hinein gerutscht in diese Verhütungssache, und es ist schwer, da ein bisschen Verantwortung anzugeben, auch weil es immer schon so war. Es wär einfach schön, wenn sich beide in einer Beziehung um die Verhütung Gedanken machen würden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 30. August 2011 22:56 
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neu hier

Registriert: 19. August 2011 13:54
Beiträge: 40
Mir ist auch oft aufgefallen, dass schwanger werden irgendwie als Versagen der Frau angesehen wird. Wenn Frauen sagen, dass sie schwanger sind, wird sich an den Kopf gefasst und "Oh Gott wie konntest DU nur schwanger werden, das ist ja eine Katastrophe!" (natürlich folge ich gerade auch einem gewissen Klischee...) Ist natürlich Fehler der Frau, da SIE ja schwanger ist und nicht ER (jaja wäre auch zu komisch :roll: ) Somit war die Pille sicherlich eine Erleichterung für die Frau, denn letztendlich ist sie diejenige, die das Kind austrägt (oder abtreibt) und sie diejenige, die die sofortige körperliche und somit auch höhere emotionale Bindung zu dem Kind hat. Für den Mann ist das im Falle einer ungewolltem Schwangerschaft einfach nur ein Wort (schwanger), das für ihn Konsequenten bedeutet. Daher rührt es sicher auch, dass die Pille von Männern als selbstverständlich angesehen wird, à la "du musst sehen, dass du nicht schwanger wirst!".
Dass sie daran auch zu 50% beteiligt sind, vergessen leider einige *ko*


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 31. August 2011 07:35 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Leute die das so sehen vergessen leider auch das alle Versagerquoten die man von Verhütungsmitteln kennt auf ein Jahr berechnet sind. Das ist keine Prozentzahl wenn man sein Frauenleben lang so verhütet.

Verhütungsmethoden sind heutzutage sicherer als sie es jemals waren. Aber es kann theoretisch jeder Frau eine ungeplante Schwangerschaft "passieren".

Methodenversager gibt es nun einmal auch. Und irgendjemand muss es schließlich treffen.

Das die Pille so selbstverständlich ist hat sicher auch oft mit der Ablehnung von Kondomen in festen Beziehungen zu tun. Man sieht Kondome als Schutz vor Krankheiten, oder als etwas trennendes, aber leider oft nicht als ein Verhütungsmittel wie andere auch.

Alle anderen Methoden nutzt sowieso nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Kein Wunder also, dass die Pille zum einen beliebt ist, zum anderen als selbstverständlich angesehen wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 31. August 2011 07:44 
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Beiträge: 1526
Wohnort: Osnabrück
höstkvinna hat geschrieben:
Julia Seeliger hat das in der taz kommentiert: http://www.taz.de/Kolumne-Meer/!75456/


Richtig gut. Danke!

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 31. August 2011 09:38 
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Fingerwundschreiberin

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Zitat:
"Die Antibaby-Spritze für den Mann soll die Pille für die Frau nicht verdrängen oder ablösen", betont Behre. Die Spritze biete aber Paaren die Möglichkeit, sich die Verantwortung bei der Verhütung zu teilen. Außerdem wäre sie eine gute Alternative, wenn die Frau die Pille aus gesundheitlichen Gründen nicht verträgt.


Was meinen die eigentlich damit? die pille soll nicht abgelöst werden sondern stattdessen die verantwortung geteilt werden? soll nach deren idealvorstellung beide partner sich hormone reinziehen? das wäre natürlich perfekt für die pharmaindustrie, wenn sie in zukunft bei jedem paar doppelt abkassieren.

und warum wird die spritze erst zu einer guten alternative für die pille, wenn es an gesundheitlichen gründen liegt. das ist mir ja schon öfter an solchen artikeln aufgefallen. damit wird impliziert, dass an erster stelle die pille kommt und probiert werden sollte und erst wenn dass nicht geht, gibt es noch alternativen.

lg, amily

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 31. August 2011 13:32 
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Ich denke sie meinen damit das man dann sagen kann: Jetzt nimmt die Frau 3 jahre die Pille und anschließend nimmst du sie 3 Jahre. Oder eben beide nehmen sie und derjenige, der sie besser verträgt nimmt sie weiter und der andere setzt sie ab.

Ich fände es ja toll wenn die RISUG Methode für den Mann in Deutschland kommen würde. Ich habe einem anderen Thread schon darüber geschrieben (viewtopic.php?f=15&t=43324). Ich finde das klingt mal wirklich nach einer echten Alternative zur Pille.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 31. August 2011 18:38 
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Ich traue der Sache noch nicht. Mir fehlt es da noch ziemlich an Daten bevor ich das jemandem nahelegen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 1. September 2011 09:38 
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Ja klar ich würds auch nicht einfach so sofort machen wollen. Aber ich denke solange es nicht eingefordert wird von Männern wie Frauen wird so eine Methode auch nicht untersucht/eingeführt werden. Kann man eigentlich für so etwas eine Petition oder irgendwie etwas tun damit die WHO oder auch eine Deutsche Stelle das mal untersucht und Studien betreibt?
Denn damit würden ja die Pharmaindustrieen viel zu wenig verdienen, wenn plötzlich jeder Mann nur noch alle 10 Jahre eine Verhütung braucht und die Frauen dadurch auch nicht mehr alle die Pille nehmen müssen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 1. September 2011 09:48 
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Übrigens ziehen aktuell mehrere Pillen stark im Preis an...

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 1. September 2011 09:53 
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Könnt Ihr zur RISUG bitte im entsprechenden Thread weiterschreiben? Danke!
Wild_Thing hat geschrieben:
Ich denke sie meinen damit das man dann sagen kann: Jetzt nimmt die Frau 3 jahre die Pille und anschließend nimmst du sie 3 Jahre. Oder eben beide nehmen sie und derjenige, der sie besser verträgt nimmt sie weiter und der andere setzt sie ab.

Es beginnt ja schon viel früher, wie Julia Seeliger in dem taz-Artikel beschrieben hat:

Zitat:
Das Versprechen, dass Hormone Frauen mehr Freiheit geben, ist nicht eingelöst worden.

Und immer häufiger muss man sich auch wieder um Kondome streiten. [...]

Da muckeln sie rum: Muss das sein? Ohne ist doch viel schöner! Warum nimmst du nicht die Pille?

Leider kann ich nicht sagen: Nimm du sie doch.

Es geht nicht nur konkret darum, die Verhütung wirklich teilen zu können, sondern um die reine Option. So wie es jetzt ist, ist die Verantwortung ganz ungleich zu Lasten der Frauen verteilt. Solange es hormonelle Verhütung für Frauen, aber nicht für Männer gibt, ist es ein Leichtes für Männer, zu sagen "Wieso nimmst Du sie nicht? Ich würde natürlich auch, wenn ich könnte".

Ich bin absolut kein Fan hormoneller Verhütung und habe nie damit verhütet. Aber wenn es schon hormonelle Methoden gibt, sollte es die für alle geben und nicht nur für eine Hälfte der Bevölkerung, die dann moralisch unter Druck steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 3. September 2011 09:25 
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Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Katharina hat geschrieben:
Es geht nicht nur konkret darum, die Verhütung wirklich teilen zu können, sondern um die reine Option. So wie es jetzt ist, ist die Verantwortung ganz ungleich zu Lasten der Frauen verteilt. Solange es hormonelle Verhütung für Frauen, aber nicht für Männer gibt, ist es ein Leichtes für Männer, zu sagen "Wieso nimmst Du sie nicht? Ich würde natürlich auch, wenn ich könnte".

Ich bin absolut kein Fan hormoneller Verhütung und habe nie damit verhütet. Aber wenn es schon hormonelle Methoden gibt, sollte es die für alle geben und nicht nur für eine Hälfte der Bevölkerung, die dann moralisch unter Druck steht.



Ich finde es persönlich überhaupt schlimm von seinem Partner zu erwarten,dass er ein Medikament gegen einen gesunden Zustand (Fruchtbarkeit) anwendet.
Wenn man sich mal klar macht was das bedeutet einen gesunden Mechanismus lahmzulegen. Ich finde das an sich schon gruselig und würde das nie von einem Mann erwarten. Das mag vielleicht krass klingen, aber ich bin der Meinung hormonelle Verhütung bei gesunden(also alle die keinen Therapeutischen nutzen von den Medikamenten haben) muss wirklich nicht sein und sollte alleinige Entscheidung sein von demjenigen der es trotzdem tut. Von Ärzten wünsche ich mir da auch weniger Toleranz was Nebenwirkungen betrifft. Das "probieren Sie mal die Pille 3 Monate, wenn die nicht passt probieren wir die nächste. Man muss nur die richtige Pille für Sie finden." kotzt mich dermaßen an. *kotz*

Die Pille ist eine VERHÜTUNGSMETHODE von vielen, nicht notwendiges Übel.

In den Körper das Mannes in der Form eingreifen zu wollen, damit er keine befruchtungsfähigen Samenzellen mehr bildet finde ich sogar noch schlimmer. Wir sollten uns mal klar darüber sein, das die Eierstöcke so ziemlich das einzige Organ sind,dass relativ gut regeneriert, wenn wir es über die negative Rückkopplung mit Hormonen von außen steuern wollen.

Wer Beispiele braucht:
Gesunde die Schilddrüsenhormone zum abnehmen (oder ähnliche missbräuchliche Zwecke) verwenden schädigen ihre Schilddrüse oft dauerhaft damit. Wenn das erst mal passiert ist wird dieses Organ nie wieder so arbeiten wie ohne diese Manipulation.

(Damit jetzt keiner Angst bekommt, notwendiges ersetzen von Schilddrüsenhormonen ist nicht schädlich!!!)

Und ja, auch die Hoden können sich verändern sich unter Anwendung von Testosteron. Sämtliche Nebenwirkungen sind von Sportlern die Doping betreiben schon lange bekannt. Unter anderem auch die berühmten "Schrumpfhoden".

Nicht dass mich jemand falsch versteht, es gibt diverse sinnvolle Gründe dem Körper Hormone zuzuführen.

Hormonell verhüten darf gerne jeder der es möchte und gut verträgt. Aber diese hohe Leidensfähigkeit die viele Frauen im Bezug auf die Pille haben und erst recht die Ärzte die einem das noch einreden bringen mich regelmäßig auf 180.

Das ist ein Problem das man nicht haben müsste, wenn die Aufklärung nicht so einseitig wäre und beratende Stellen sehr häufig auch einen finanziellen Nutzen von bestimmten Empfehlungen haben.

Ich bin für einen weniger laschen Umgang mit der Pille. Mehr Aufklärung, strengere Überlegungen ob sie überhaupt in frage kommt etc. wären an der Reihe. Nicht ein hormonelles Verhütungsmittel für den Mann.

Hat sich schon mal jemand überlegt dass es auch psychologisch schwierig ist für einen Mann?
Vielen Frauen reicht ab und zu eine Blutung um sich "richtig" als Frau zu fühlen, während der Eisprung dabei vernachlässigt wird.

Über Männer, deren Samenflüssigkeit keine Spermien enthält gibt es hingegen unendlich viele gemeine Witze. Bis das mal akzeptiert ist, das Männer auf diese Weise verhüten wird es dauern.

Ganz großes Manko: Es geht bisher nur um ein Depotpräparat, da alles andere gescheitert ist. Das ist als hätten Frauen nur die 3-Monats-Spritze zur Auswahl die ja auch nur angewendet wird/werden soll wenn andere hormonelle Methoden nicht infrage kommen.
Dann kommt noch hinzu,dass sicher mehrmals Proben abgegeben werden müssen ob noch Spermien da sind bis man sich überhaupt auf diese Methode verlassen kann (die ein oder andere kennt das von der Sterilisation) außerdem bräuchte ich, wäre ich ein Mann, mehr Daten dazu wann nach dem absetzen wieder mit Fruchtbarkeit zu rechnen ist.

Zitat:
Immer häufiger muss man sich um Kondome streiten

Auch so ein Punkt. Hormone sind doch kein Freibrief. Sexuelle übertragbare Krankheiten gibt es genug. Das man das überhaupt versucht zu zerreden, wenn einer ein Kondom verwenden will. *schrei* Ist doch völlig egal ob man es zur Verhütung oder als Schutz vor Krankheiten nutzt.


Und hat es nicht auch Vorteile,dass die meisten Verhütungsmittel für die Frau sind? Wir haben zwischen allen Methoden die freie Wahl,während einem Mann, der irgendwann noch Kinder möchte, nur eine Methode zur Verfügung steht.


Nur mal ein paar Gedanken von mir.
Ich hoffe ich bin keinem auf die Füße getreten. Es sollte offensichtlich sein, dass eine Aussagen absichtlich überspitzt sind um Dinge deutlich zu machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 3. September 2011 15:00 
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NFP-Kaiserin

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Alana hat geschrieben:
Zitat:
Immer häufiger muss man sich um Kondome streiten

Auch so ein Punkt. Hormone sind doch kein Freibrief. Sexuelle übertragbare Krankheiten gibt es genug. Das man das überhaupt versucht zu zerreden, wenn einer ein Kondom verwenden will. *schrei* Ist doch völlig egal ob man es zur Verhütung oder als Schutz vor Krankheiten nutzt.


Das stimmt. Vor allem kann ich mich an Zeiten erinnern, wo die Einnahme der Pille eher noch eine Ausnahme war und Bedenken wegen Nebenwirkungen geäußert wurden. Das war in meinem Umkreis so und auch zu meiner Jugendzeit anno 1995. Da war es eher normal ein Kondom zu verwenden, ob der Freund nun begeistert war oder nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 4. September 2011 00:30 
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NFP-Gräfin

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Also so wie viele Frauen sich an die Pille klammern, kann man da nicht alles auf die Männer oder diese Forscher schieben. Sie wollen das Ganze in der Hand haben und trauen ihrem Partner eigentlich gar nicht zu, dass er die nötige Verwantwortung übernehmen könnte. Wie oft habe ich das gehört oder in irgendwelchen Kommentaren gelesen :roll: . Schön und gut, die Kinder bekommt die Frau letztendlich, wie ihr geschrieben habt. Aber eigentlich ist es so eine typisch weibliche ,,Degradierung" des Partners zum Kleinkind. So ähnlich wie: Ich mache sauber, du kannst nicht kochen, nur Frauen können.... So Dinge, mit denen sich Frauen und ihrem Partner schaden. Da wundert es nicht, wenn Männer zu verhätschelt und zu sehr eingeschränkt werden, um sich in dem verlangten Rahmen darum zu kümmern und regelmäßig ihr Pillchen zu schlucken oder zur Spritze zu gehen.

Zudem wundert es mich auch immer wieder, wie wenig Selbstbewusstsein viele Frauen haben und was die alles für den Partner opfern würden und ihre Beziehung. Klar, dass eine solche Frau eher NWs auch sich nehmen würde als mal ihr Hirn zu öffnen und sich über die Pille zu informieren. Nehmen ja schließlich alle und wenn er es so will... so was *kotz* mich mind. genauso an. Mit Liebe hat das nichts zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 4. September 2011 08:41 
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NFP-Guru

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Beiträge: 2558
Dem einzelnen Mann oder der einzelnen Frau ist da kein Vorwurf zu machen. Es ist eine Erscheinung unserer Zeit das man Manipulationen an gesunden Körpern so unkritisch sieht und man zum Weichei/ zur Zicke erklärt wird wenn man sich dem entgegensteht.

Oder wir NFPlerinnen kennen auch den Stempel der "Öko-Tussi" der Widerstand der einzelnen Frau muss also ganz schon groß sein.

Und ja es gibt tatsächlich Männer die der Meinung sind "Die Frau wird doch schwanger, was geht MICH die Verhütung an?"
Für solche Fälle sind Pille oder Spirale natürlich super. Mann kann sich dann nicht einmischen und Frau hat alles in der Hand.
Soweit völlig ok (wenn man sich nicht schon an so einer Einstellung stört)

Ich möchte aber nicht so einen Partner haben, schon gar nicht wenn Pille und Spirale keine Option sind.

Ich denke mit einem Mann der tatsächlich bereit wäre selbst hormonell zu verhüten wenn *weiblich* es nicht verträgt lässt sich auch mit den jetzigen Methoden eine gute Lösung finden.

Mein *mann* sagt auch er würde das ausprobieren, wenn es marktreif wäre. Ich bin letztendlich die, die ihm davon abraten würde.
Depotpräparate sind alles andere als witzig, wenn man sie nicht gut verträgt. Jede Frau die Probleme mit der 3-Monats-Spritze hatte wird das bestätigen können.

Meiner Meinung nach ist die hormonelle Verhütung für den Mann ein Schritt in die falsche Richtung. Wir brauchen keine neuen experimentellen Methoden die heftige Nebenwirkungen haben. Wir brauchen besser verträgliche, leicht anzuwendende Methoden.
Wenn die Methoden dem mehr entsprechen würden wäre die ganze Diskussion nicht so heftig.
Nur die große Frage wo die Bewegung in die richtige Richtung herkommen soll.
Anwenderinnen natürlicher Methoden sind keine große Einnahmequelle, wenn man sie nicht gerade an Teststreifen anbindet.
Bei Methoden wie der Gynefix stellen sich immer noch Ärzte quer die einfach keine Ahnung haben. Es wird noch ein langer Weg (falls es überhaupt in die richtige Richtung geht) bis der Fokus auf Verträglichkeit der Methoden sowie Eigenverantwortung und Information der Anwender liegt.

Man wird mit Zusatznutzen und Werbegeschenken geködert, anstatt richtig aufgeklärt zu werden. Daran würde auch die Spritze für den Mann nichts ändern.
Wie Katharina es schon sagte, es geht wenn überhaupt, nur um die theoretische Möglichkeit das auch der Mann alleine verhüten kann, ohne auf Kondome angewiesen zu sein.
Wirklich die bessere Lösung wird das wohl für die wenigsten sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsspritze für den Mann kommt nicht
BeitragVerfasst: 4. September 2011 08:57 
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Registriert: 26. Juli 2004 12:01
Beiträge: 12828
NFP seit: 8. Jan 04 mit Unterbrechungen
Alana hat geschrieben:
Wie Katharina es schon sagte, es geht wenn überhaupt, nur um die theoretische Möglichkeit das auch der Mann alleine verhüten kann, ohne auf Kondome angewiesen zu sein.

Nein, das habe ich nicht gesagt. ;-) Mir ging es darum, dass der moralische Druck (in Richtung "heutige Pillen sind doch so sicher und viel komfortabler als Kondome und NFP") allein auf den Frauen liegt. Um das zu ändern, muss eine Verhütung für den Mann her (oder jegliche hormonelle Verhütung abgeschafft werden, was aber absurd wäre), und die müsste natürlich auch praktikabel sein und nicht nur eine theoretische Möglichkeit.

Es ist natürlich klar, dass das erste Präparat nicht gleich das Mittel der Wahl wäre. Das war bei den ersten Pillen aber nicht anders.

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