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Kondom-Lüge
Laut einer Theorie bieten Kondome keinen Schutz gegen AIDS. Es wird unter anderem Argumentiert das die Poren in Latex um ein hunderfaches größer wären als der HI-Virus und dieser somit problemlos durch das Kondom gelangen kann, auch wenn das Ejakulat im Kondom bleibt.
Diese Theorie wurde unteranderem auf Weisung des Vatikan von Würdenträgern der katholischen Kirche in afrikanischen Ländern verbreitet. Zum Teil wurde sogar behauptet das Kondome mit dem HI-Virus selbst beschichtet seien.
Das Argument das Kondome HIV durchlässig wäre lässt sich allerdings auf einfache Weise widerlegen: Kondome können mit Luft aufgeblasen oder mit Wasser gefüllt werden, Luft- und Wasser-Moleküle sind weit kleiner als HIV und können dennoch nicht durch das Material gelangen.
QuelleIch werde aber noch weiterrecherchieren...
Liebe Grüße vom gräschen
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Krieg gegen Kondome
New York Times kritisiert "verrückte Kampagne" der US-Regierung.
Washington - Ein "heimlicher Krieg gegen Kondome" werde von der US-Regierung geführt, heißt es in einem kritischen Kommentar von Nicholas Kristof in der "New York Times". In den vergangenen Jahren hätten konservative Gruppen rund um US-Präsident George W. Bush den "Kondomen den Krieg erklärt". Dazu führten sie eine "selten verrückte Kampagne", die aber im Falle ihres Erfolgs Millionen Aids- Tote weltweit verursachen könnte.
Fundamentalistische christliche Gruppen behaupteten in Emails, dass Kondome kleine Poren hätten die für die noch kleineren Aids- Viren durchlässig seien - obwohl Elektronenmikroskope keine solchen Poren finden könnten. Diese "Desinformations- Kampagne" solle offenbar den Nutzen von Kondomen in Zweifel ziehen. In Texas gebe es bereits Radio-Spots, in denen der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten durch Kondome offen bestritten werde. Auf der Web- Site des US-Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC) sei Information über Kondome entfernt und durch einen Hinweis ersetzt worden, dass diese "möglicherweise nicht funktionieren".
Besonders tragische Folgen habe diese neue Politik für jene Entwicklungsländer, die durch die Verbreitung von Aids besonders betroffen seien. Derzeit spende die USA jährlich nur mehr 300 Millionen Kondome - gegenüber 800 Millionen zum Ende der Amtszeit von Ex- Präsident George Bush, dem Vater des jetzigen Präsidenten, vor etwa zehn Jahren. In Botswana, einem der Länder mit der höchsten Aids-Rate, wo 39 Prozent der Erwachsenen infiziert seien, bekäme ein erwachsener Mann im Durchschnitt nur mehr ein Kondom pro Jahr von internationalen Spendern.
"Wir müssen verstehen, dass Kondome genauso wenig zu Sex führen wie Regenschirme mehr Regen verursachen", heißt es in der "New York Times". Und dann müssten die Amerikaner dafür sorgen, dass auch Paare in Botswana mehr als ein Kondom pro Jahr bekämen. (Apa)
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