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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 10:49 
Alana hat geschrieben:
Aber warum soll NFP sich mehr beweisen müssen als andere Methoden?

Ich finde nicht, dass sich NFP mehr beweisen muss, aber genauso gut, fände ich gut. Für die Nuvaring Studie wurden immerhin mehr als 5 mal so viele Zyklen betrachtet, wie für die strenge NFP-Studie.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 11:16 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
Beiträge: 1929
Woher hast du das denn?
Die AG NFP sagt, sie hätte die größte Zyklendatenbank.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 11:24 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Würde mich auch interessieren.

Ich gebe mal zu bedenken das man bei kombinierter hormoneller Verhütung immer 28 Tage Zyklen hat (oder damit rechnet), bei anderen Methoden hat man noch die normale Streuung der Zykluslägen.


Wir haben ja hier im Forum auch schon 150 Tage lange Zyklen mit ES gesehen... nur mal so als Beispiel.

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Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 11:31 
she hat geschrieben:
Die AG NFP sagt, sie hätte die größte Zyklendatenbank.

Aber in die Studie mit dem Pearl Index 0.4 wurden sehr viele Frauen ausgeschlossen. Unter anderem alle mit unregelmäßigen Zyklen und die Post-Pill-Frauen. Dann blieben nur noch 4375 Zyklen übrig, wo die Paare in der fruchtbaren Zeit enthaltsam waren (Link in amily87s Beitrag). Bei der großen Nuvaringstudie waren es 23218 Zyklen. Gerade eben auf der Wikipedia gefunden :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 11:37 
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Kurvenjunkie

Registriert: 11. Juli 2010 14:06
Beiträge: 1929
Marie36 hat geschrieben:
sehr viele Frauen ausgeschlossen. Unter anderem alle mit unregelmäßigen Zyklen und die Post-Pill-Frauen
:shock: Warum sollten sie denn so etwas tun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 11:42 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Aus dem Grund den ich oben beschrieben habe. Um Verfälschungen durch besonders lange/kurze Zyklen auszuschließen.
Und weil beim PI die Anwendung als alleinige Methode gefordert ist.

NFP mit Barrieremethode in der fruchtbaren Zeit zu untersuchen fällt gar nicht in die klassischen Kriterien für den Pearl Index. ;-)

Es geht hier ja um die Studie. Die Datenbank enthält ja noch sehr viel mehr Zyklen aus denen man auch so einiges ableiten kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 20. Juli 2011 11:56 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Edit ging nicht mehr.


Der Pearl Index ist übrigens einfach nur eine Rechengröße, wie ich schon sagte, die Vorgaben sind nicht so eng, dass man überhaupt eine Methode mit der anderen gut vergleichen kann. Finde ich zumindest.
Die Größe der Stichprobe, wie oft Verkehr stattfindet, wie gut tatsächlich die Einweisung in die Methode war ist nicht vorgeschrieben.
Wer neugierig ist kann sich ja mal die Studien zum Dia angucken. Alleine was da je nach Qualität der Anweisung für ein Methoden PI heraus kommt ist sehr unterschiedlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 16:47 
she hat geschrieben:
Marie36 hat geschrieben:
sehr viele Frauen ausgeschlossen. Unter anderem alle mit unregelmäßigen Zyklen und die Post-Pill-Frauen
:shock: Warum sollten sie denn so etwas tun?

Laut den Autoren ging es dabei darum, dass nur Frauen in die Studie aufgenommen wurden, die auch fruchtbar sind. Wörtlich (damit du dich nicht auf meine Leswese verlassen musst): "All couples with a reason of potential sub- and infertility ... were excluded", "To ensure the women could become pregnant (i.e. were likely to have fertile ovulations), the average cycle length of the women had to be between 22 and 35 days (20% of the cycles of each study participant was allowed to deviate outside this range)", "Women who had ... used oral contraceptives were only included after 3 months of an established luteal phase, diagnosed by an elevated temperature phase for at least 10 days."
Ob sich durch diese Regeln möglicherweise auch der Pearl-Index nach unten korrigieren lies, kann ich nicht nachvollziehen, da ich die vollständigen Originaldaten nicht sehen kann.
Ich finde es sehr irriterend, dass im Natürlich-und-Sicher nicht erwähnt ist, dass der angegebene Pearl-Index erst ab dem 4ten Zyklus mit auswertbarer Hochlage post pill gilt und nicht für sehr unregelmäßige Zyklen.

@ Alana: Wo hast du das mit der verfälschung durch besonders lange und kurze Zyklen her? Habe ich das im Artikel überlesen oder steht das irgendwo anderes in der NFP-Literatur?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 22:46 
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NFP-Guru

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Beiträge: 2558
@ Alana: Wo hast du das mit der verfälschung durch besonders lange und kurze Zyklen her? Habe ich das im Artikel überlesen oder steht das irgendwo anderes in der NFP-Literatur?[/quote]


Das habe ich nirgends her, ich habe mir zu dem was gesagt wurde einen Grund überlegt.
Und eine Frau mit Zyklen von über 35 Tagen hat nun einmal auf ein Jahr gerechnet weniger Chancen schwanger zu werden als eine Frau mit einem 25 Tage Zyklus. ;-)

Ich denke dass der Pearl Index der ermittelt wurde dadurch eher schlechter ausfällt. Zyklen mit sehr kurzer Hochlage pp sind ausgeschlossen (schlechtere Chance für Schwangerschaft) sowie offensichtlich unfruchtbare Frauen und Frauen mit bestimmten Zykluslängen.
Die Sicherheit gilt also nicht für irgendwelche Frauen sondern für Frauen die die entsprechenden Kriterien erfüllen.

Der Pearl Index der Pille fällt ja auch unterschiedlich aus wenn die Probanden 18-35 oder 18-50 sind ;-)


Außerdem wird bei Pillenstudien auch immer mit einem 28 Tage Zyklus gerechnet, irgendwie muss man ja eine Vergleichbarkeit herbeiführen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 23:24 
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aber die verzerrung durch überlange zyklen wäre doch schon dadurch ausgeglichen, dass man die schwangerschaften auf die zyklenzahl bezieht und nicht auf die jahre/monate.

lg, amily

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 23:30 
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amily87 hat geschrieben:
aber die verzerrung durch überlange zyklen wäre doch schon dadurch ausgeglichen, dass man die schwangerschaften auf die zyklenzahl bezieht und nicht auf die jahre/monate.

lg, amily

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Zyklen über 35 Tagen nicht mehr als normal gelten. Also nicht "gesund", wahrscheinlich auch mit steigender Infertilitätsrate einhergehend (Dinge wie PCOS gehen ja oft mit langen Zyklen ja einher).

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 23:34 
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*lichtaufgeh* Alana hat recht, das sind wirklich Faktoren, die die Bedeutung der Statistik ändern könnten, und es ist wirklich so, dass der PI wohl noch besser wäre, hätte man diese Zyklen nicht ausgeschlossen. Nix mit Zurechbiegen also! *applaus*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 23:38 
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she hat geschrieben:
*lichtaufgeh* Alana hat recht, das sind wirklich Faktoren, die die Bedeutung der Statistik ändern könnten, und es ist wirklich so, dass der PI wohl noch besser wäre, hätte man diese Zyklen nicht ausgeschlossen. Nix mit Zurechbiegen also! *applaus*

Es ist aber davon auszugehen, dass die bei anderen Untersuchungen zum Pearl-Index auch ausgeschlossen werden. Das hat dann höchstens Einfluss auf den absoluten PI, nicht relativ im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 23:41 
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Kurvenjunkie

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Verlängerte Zyklen bei der Pille?? *lach*

Und wer soll bei anderen Methoden berücksichtigen, dass jemand kurze Hochlagen hat? Wohl kaum!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie lassen sich Methodenfehler erklären?
BeitragVerfasst: 21. Juli 2011 23:44 
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Fingerwundschreiberin

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FFM hat geschrieben:
amily87 hat geschrieben:
aber die verzerrung durch überlange zyklen wäre doch schon dadurch ausgeglichen, dass man die schwangerschaften auf die zyklenzahl bezieht und nicht auf die jahre/monate.

lg, amily

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Zyklen über 35 Tagen nicht mehr als normal gelten. Also nicht "gesund", wahrscheinlich auch mit steigender Infertilitätsrate einhergehend (Dinge wie PCOS gehen ja oft mit langen Zyklen ja einher).


das ist doch im endeffekt das, was marie geschrieben hat (und was auch so von den autoren genannt wurde). mein beitrag bezog sich ja auf alana.

she hat geschrieben:
Und wer soll bei anderen Methoden berücksichtigen, dass jemand kurze Hochlagen hat? Wohl kaum!

die länge der hochlage wurde nur bei den postpill und postpartum-frauen berücksichtigt. bei allen anderen wurde nur die zykluslänge berücksichtigt. und ja, in den PI-studien die ich bisher gelesen hatte wurden auch die zykluslänge berücksichigt.

lg,a mily

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