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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 20. Juni 2011 20:51 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Bisher war ja die allgemeine Meinung das nur das Östrogen für das Thromboserisiko verantwortlich ist während man jetzt wohl schon länger Unterschiede zwischen den Gestagenen festgestellt hat.

Ich bin auch sehr überrascht dass die Cerazette dabei ist, die es bisher immer nur um kombinierte Methoden ging. Hatte das auch schon mit Manu vor einigen Seiten besprochen. Wenn das Gestagen aber tatsächlich für das Thromboserisiko verantwortlich ist (auch ohne Östrogenkomponente) dann müsste das eigetlich auch für Implanon gelten da hier ein Gestagen verwendet wird das nach Umwandlung im Körper dem der Cerazette entspricht.

Aber bei besonderen Arzneiformen ist es immer schwer zu sagen wie viel der Körper im Verhältnis zu den gängigen Formen tatsächlich abbekommt.
Ob der Nuvaring tatsächlich niedrig dosiert ist wird ja auch kontrovers diskutiert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 20. Juni 2011 20:54 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Ah, danke Alana und Emily, jetzt verstehe ich.

Zum Nuvaring: Und selbst wenn der Nuvaring niedriger dosiert ist, ist es nicht geklärt, ob eine niedrige Dosierung nicht gesundheitsgefährdender ist als eine "normale" Pille.

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Gut feelings are guardian angels.
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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 20. Juni 2011 20:58 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Mikropillen haben sich schon als schonender herausgestellt als die ganz alten sehr hoch dosierten Präparate.. es weiß allerdings noch keiner exakt wie lange man von einer niedrigeren Dosierung tatsächlich bezgl. der Nebenwirkungen profitiert.


Ich denke man hat dieses Ziel möglichst niedrig zu dosieren einfach recht blind beibehalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 20. Juni 2011 21:01 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 14:19
Beiträge: 2328
NFP seit: 2010
Vor allem, da in den Gedanken der Menschen das "niedrig dosiert" anscheinend gleichgesetzt wird mit "gut für meinen Körper" oder "besser als die Pille xy". So wird der Nuvaring ja auch angepriesen.
Dabei, so war zumindest meine letzte Information dahingehend, gibt es zum Nuvaring immer noch keine Langzeitstudie, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 20. Juni 2011 22:19 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
Viktualia hat geschrieben:
Ich hatte vor kurzem eine 11 und eine 12jährige, die beide vom Frauenarzt ein Pillenrezept bei mir geholt haben. Mehr muss ich dazu ja nicht sagen. Ich war ehrlich schockiert.
Im Übrigen sehe ich tagtäglich sinnlose Verordnungen von Ärzten, aber mir sind da ja leider offiziell die Hände gebunden. Ärzte dürfen nach der Approbation verschreiben wie sie lustig sind.... Leider, denn manche haben wirklich keine Ahnung.
Das ist wirklich schockierend :shock: . So ähnlich habe ich mir das vorgestellt, aber ohne Berichte wie diesen muss man sich leider den Vorwurf gefallen lassen, maßlos zu übertreiben und mit Unterstellungen zu argumentieren. Danke, Victualia *daumenhoch* .

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 20. Juni 2011 22:36 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
Zur Wirkung von Hormonen in Relation zur Dosierung hat der Biologe Frederick vom Saal von der University of Missouri, Columbia, herausgefunden, dass das Dosis-Wirkprofil bei Xeno-Östrogenen eine U-förmige Kurve darstellt (Quelle: Our stolen future, Theo Colborn et al). Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch die Wirkung anderer Hormone nicht linear verläuft. Dies ist aber die gängige derzeitige Vorstellung. Dass es ganz anders sein könnte, wird bislang noch überhaupt nicht in Betracht gezogen. Daher bin ich auch Mikropillen und den niedrig dosierten Präparaten gegenüber äußerst mißtrauisch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 21. Juni 2011 08:55 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Danke für diesen Beitrag Salut Carole!

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 10. November 2011 16:23 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 4. November 2011 13:54
Beiträge: 759
NFP seit: 9.11.2011
Ich habe übrigens als der "Fall Celine" bekannt wurde meinen Frauenarzt gefragt ob ich mir da Sorgen machen müsste weil auch beide Oma's schon Thrombosen hatten und das ja quasi in der Familie ist.

Der meinte nur: Viele Leute haben Unfälle im VW Golf weil den halt viele haben.

*draufhauen*

das wollte ich unbedingt mal loswerden. Fand das damals echt extrem bescheuert meine Sorge so abzutun und bin gespannt auf sein Gesicht wenn ich meine Kurven auspacke und kein Pillerezept mehr will *ätsch*

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2011 15:43 
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Kurvenjunkie

Registriert: 8. September 2006 19:00
Beiträge: 1907
Im Westschweizer Fernsehen in der Sendung "Temps présent" wurden die Nebenwirkungen von oralen Kontrazeptiva der 4. Generation (also solche, die Drospirenon enthalten) diskutiert.

Dabei wurde die Mutter von Céline, betroffene Frauen in den USA, die Mutter einer verstorbenen Tochter etc. interviewt. Zudem wurden Gynäkologen sowie Verantwortliche von SwissMedic befragt, mit dem Anwalt einer Sammelklage in den USA gesprochen und wissenschaftliche Studien zum Thema analysiert.

Das Ganze ist halt auf Französisch, die Interviews aber jeweils auf Deutsch oder Englisch, mit Französisch überlagert.

Die 30ig minütige Reportage findet sich hier (Titel der Sendung: Attention, cette pilule peut nuire à votre santé).


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 5. Oktober 2012 19:41 
Kann mir jemand erklären, was genau die Pille mit dem Körper macht, so dass solche gravierenden folgen entstehen? Und ich wüsste noch gern, warum Krankenkassen die kosten der Pille für jugendliche übernehmen. Ist doch klar, dass sie so eher bereit sind, später dafür zu bezahlen. Sie merken ja schnell wie die Pille das leben planbar macht. Man hat einen regelmäßigen Zyklus, kann die Pille durchnehmen im Urlaub usw. Aber die folgen der Pille sind doch viel kostenintensiver für die krankenkassen als der nutzen oder nicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 5. Oktober 2012 20:09 
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alte Häsin

Registriert: 28. Januar 2012 15:24
Beiträge: 1323
Wohnort: in den Bergen aufem Land
Naja ein Tennie mit Baby der nicht arbeitet ist ganz schön teuer für die Kassen.

Aber ich stimme dir zu, das da mehr drauf geachtet werden muß. Mein Arzt hat nie nach meinen Risiken gefragt. Und da ich mich nicht auskenne hab auch ich nichts dazu gesagt.

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Mit Sohnemann (07/01), Töchterchen (01/04) und Engelchen im Herzen
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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2012 07:48 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Gesetzliche Grundlage ist dieses Gesetz: http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/24a.html

Die Kassen müssen also z.B. auch die Kupferspirale, Nuvaring oder Implantat übernehmen. Kondome, natürliche Verhütung, nicht verschreibungspflichtige Spermizide sind hier natürlich gleich ausgenommen, da sie nicht verordnungsfähig sind.

Beim Diaphragma finde ich es schon schwierig, dass es nicht übernommen wird. Und auch verschreibungspflichtige spermizide sind Privatvergnügen. :roll:
Es gibt genügend Länder in denen man Lea oder Diaphragma nur auf Rezept bekommt.

Bei dieser Regelung fällt die Wahl natürlich besonders oft auf die Pille, weil man so einige hormonfreie Alternativen selbst zahlen muss und die Kupferspirale nicht als sicher genug gilt bei den meisten Gynäkologen.

Ich finde es sehr unglücklich, dass gerade Kondome zwar beworben aber nicht bezahlt werden.
Ich will nicht wissen ob und wie oft Kondombenutzung hin und wieder auch daran scheitert, dass Kondome selbst gekauft werden müssen. Bei Erwachsenen mit sehr geringem Einkommen bzw. Empfängern von Sozialleistungen ist bekannt, dass hier oft gespart wird.
Jugendlichen sollte man beim verantwortungsvollen Umgang mit dem Körper keine Steine in den Weg legen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2012 11:43 
Also, so klingt das für mich wie eine große"zusammenarbeit" mit den Pharmafirmen. Dass da eben für diese gesetzliche Grundlage, Gelder geflossen sind. Denn die Pharmafirmen verdienen ja nicht unerheblich. Und es wird ja gerade das rausgenommen, was nicht von den großen Pharmafirmen vertrieben wird wie Kondome etc. Also, für mich persönlich klingt das alles nach nem ganz miesen Geschäft.. Auf kosten der Frauen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2012 12:54 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
NFP seit: Dezember 2011
Was unter der Pille konkret Thrombosen/Embolien begünstigen kann:

"Die in der Anti-Baby-Pille enthaltenen Hormone, besonders das Östrogen, wirken auf die Blutgerinnung, indem sie diese leicht aktivieren. Außerdem verändern sich unter Hormongabe die Fließeigenschaften des Blutes, die Druckverhältnisse in den Blutgefäßen sowie die Venenwände. Dies alles kann die Entstehung einer Thrombose, Thrombophlebitis oder Lungenembolie fördern."
Quelle: http://www.thrombose-initiative.de/basi ... toren.html

Caninchen, du betrachtest das jetzt aber auch recht eindimensional *freunde*
Ich stimme dir völlig zu, dass die Pille viel zu sorglos verschrieben wird, viel zu wenig vernünftige Anamnese betrieben wird und dass die Pille jungen Frauen als das Standard-Verhütunsmittel ist wirklich ein Unding. Dass da Pharmafirmen Einfluss haben, ist sicher auch richtig.
Aber dass diese Gesetzesgrundlage auf Basis geflossener Gelder entstanden ist scheint mir doch sehr verschwörungstheoretisch.
Dass die Folgekosten der Pille den Nutzen übersteigen, geht wohl so auch nicht auf (wobei ich das tatsächlich auch nicht beweisen könnte): Man musst halt bedenken, wie viele Frauen die Pille nehmen und wieviele dann tatsächlich z.b. eine Thrombose bekommen (und wieviele eben auch nicht).
Und was ich ganz wichtig finde, trotz allem Mist, den Pharmafirmen verzapfen (Pillenvermarktung, neue, unsichere Gestagene etc., die Liste ist ja bekanntermaßen lang), dass die Pille nicht immer auf Kosten der Frauen gehen muss. Es gibt neben vielen Frauen, die Probleme mit der Pille haben eben auch viele, für die die Pille eine gute Verhütungsmethode ist.
Dass FÄs sich widerlich abhängig von Pharmafirmen machen und viele weiterhin fröhlich Präparate mit nochmal deutlich erhöhtem Risiko verschreiben ist freilich zum kotzen.
Und *daumenhoch* für von den KK bezahlten Kondomen und Dias!
*sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 6. Oktober 2012 14:03 
Danke für die Erklärung brighteyes.

Manchmal bin ich mir aber wirklich gar nicht mal so sicher, wo Gelder fließen und wo nicht. Aber stimmt, dass liegt wirklich an meiner Eindimensionalität und daher, dass ich den Pharmafirmen nur schlechte Absichten unterstelle, passt das schon ;)
Also, warum dann nicht auch Diaphragmas, Kondome etc jungen Mädels auf Rezept verordnet werden können (laut Sozialgesetzbuch) bleibt mir dann nämlich ein rätsel. Wäre für die Krankenkassen doch sinnvoller. Ich möchte nicht wissen, wieviele junge Mädels denken, die Pille schütze vor Geschlechtskrankheiten. Nun gut, an diesen wiederum verdienen die pharmakonzerne ja wiederum gut. Traurig! :-(


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