Mirja hat geschrieben:
@rbca: Krass, was war mir irgendwie nicht so klar. Wie genau errechnet sich das, summiert man da einfach die 0,4 auf (also 0,4 % x 20 = 8 %)?
Vereinfacht gesagt ja. Mathematisch ist das ein etwas komplizierter, da ja theroretisch innerhalb von 20 Jahren manche Frauen sogar mehrfach ungewollt schwanger werden können, so dass die Wahrscheinlichkeit überhaupt schwanger zu werden etwas kleiner als 8% in deinem Beispiel ist bzw. 12% wenn man von einem PI von 0,6 mit Kondomen o.ä. in der fruchtbaren Zeit ausgeht. Wenn dir das hoch vorkommt muss du daran denken, dass dies ähnlich für alle Verhütungsmitte gilt. Wenn z.B. (ich schätze mal) 10 Millionen Frauen in Deutschland die Pille mit einem PI von 0,01 bis 0,09 nehmen, werden jedes Jahr 10.000 bis 90.000 (also die Einwohnerzahl einer kleineren Stadt) von ihnen ungewollte schwanger ohne irgendeinen Anwendungsfehler gemacht zu haben und müssen das dann ihrem Umfeld erklären. Das etwas sehr unwahrscheinlich ist, bedeutet ja nicht dass es unmöglich wird (sieht man ja auch beim Lotto wo trotz minimaler Gewinnchance von 1 zu 130 Millionen regelmäßig der Jackpot geknackt wird).
Zitat:
im Prinzip ja. Das ginge nicht, wenn in der NFP Studie nur bestimmte Altersklassen berücksichtigt worden wären, z.B. nur die besonders fruchtbaren Frauen zwischen 20 und 25 Jahren. Aber die Altersverteilung der fruchtbaren Frauen entsprach in der Studie ganz gut der durchschnittlichen Altersverteilung im wahren Leben, so dass man diese grobe Abschätzung vornehmen kann.
Ich finde es sehr löblich, dass bei der Studie darauf geachtet wurde. Manches Verhütungsmittel scheint ja nur deshalb zuverlässig weil es von nicht so fruchtbaren (z.B. schon älteren) Frauen benutzt wird. Beim Lea gab es, wenn ich mich richtig erinnere, z.B. deutliche Unterschiede je nach dem ob die Benutzerinnen schon einmal schwanger waren oder nicht.