Blubbel87 hat geschrieben:
und schwupps ist man Mitte 30, im Berufsleben und überlegt, ob man das jetzt WIRKLICH aufgeben möchte für mehrere Kinder.
Dann gibt es aber auch wieder die Kreise in denen Kinder dann eine Art Statussymbol sind, beide Eltern 60 Stundenwoche arbeiten und ihre ( kleinen) Kinder nur nachts und am Wochenende sehen.
Da würde ich mir fragen ob man dann noch was von den Kindern hat als Elternteil? Vergnügen daran einem kleinen Menschen die große Welt zu erklären und zu erleben wie er alles neu entdeckt?
Zitat:
jung schwanger = zu faul zum arbeiten, einfach drauflos gevögelt, ohne sich gedanken über die Verhütung zu machen, absichtlich "den anderen" zur last fallen wollen (na klar!)
Ja wenn man ungewollt schwanger ist in jungen Jahren kann man es ja nur "falsch" machen.
Ich finde es aber furchtbar, dass man keine so tolle Wahlmöglichkeit hat.
Der Druck was man alles erreicht haben muss um Kinder zu haben ist eben auch von außen sehr stark da. Dieses Modell erst alles andere zuerst haben zu müssen, am liebsten schon das Haus mit Garten kann doch in einer Zeit mit so langen Ausbildungszeiten nicht mehr ernsthaft als einzig richtiges Modell vertreten werden!
Und selbst wenn man es anders sieht muss man sich damit auseinandersetzen, dass andere Leute abfällig oder verständnislos reagieren.
Wenn man solche Maßstäbe hat macht man es den Akademikerinnen wirklich schwer, da wird das Zeitfenster um ohne weiteres Kinder zu bekommen und alle Kriterien zu erfüllen ziemlich eng gesetzt und kommt recht spät.
Wenn man jung Kinder will/hat wird man oft angeguckt als wäre man eine Art fremde Lebensform.Oder man unterstellt stillschweigend eine Verhütungspanne. Egal ob man schon Geld und eine Ausbildung, gut laufende Beziehung etc. hat oder nicht.
So die Richtung "was mit 24 schon Kinder, da hat man sich doch noch gar nicht richtig ausprobiert!"
Warum soll ein Kind während des Studiums so was schlimmes sein? Was ist daran unverantwortlich? Man arbeitet doch darauf zu das Kind alleine versorgen zu können.
Und klar ist es blöd. wenn man sich auf einem Kind ausruht und nur Sozialleistungen kassiert, aber wer tut das schon freiwillig?
Wie groß ist denn der Teil der Leute die sich nur davor "drücken" selbst was zu tun? Sicher nicht so groß wie die einschlägigen Talkshows einem erzählen wollen...
Das einfach zu unterstellen finde ich wirklich heftig.
Es müssten meiner Meinung nach einfach mehr Lebensmodelle allgemein akzeptiert sein und auch umsetzbar gemacht werden.
Menschen sind nicht alle gleich.