gina1: Natürlich würde ich im Fall eines Lottogewinns nicht herumerzählen, dass ich durch die angebliche Unsicherheit von NFP schwanger geworden wäre. Eher schon, dass ich in grenzenloser Selbstüberschätzung die Regeln nicht eingehalten habe. Und dann würde ich mit erhobenem Zeigefinger verkünden: "Seht ihr, so was passiert, wenn man schlampt! Mit ordnungsgemäßer Auswertung wäre das nicht passiert!"

höstkvinna hat geschrieben:
gina1 hat geschrieben:
Lottchen hat geschrieben:
Lücken in der Kurve sind kein lasches Auslegen der Regeln sondern vollkommen regelkonform, erst recht, wenn man schon eine Weile dabei ist und sein Niveau und ZS-Muster kennt. Ehe hier Missverständnisse aufkommen.
aber dann kann es doch immer sein, dass man höhere Werte, die nicht gestört sind, übersieht. Und dann stimmt doch die Auswertung nicht.
Ja, aber die Auswertung verschiebt sich in so einem Fall höchstens nach hinten, was die Sicherheit ja nicht beeinträchtigt. Somit ist das mit einer willkürlichen Kombination von beiden Ausnahmeregeln auch nicht vergleichbar. "Tatsächlich nur" sechs Werte in der TL ist absolut regelkonform und auch weniger Werte sind laut NFP heute mit der entsprechenden Erfahrung (!) tolerabel ohne Sicherheitsverlust. Auch wieder im Gegensatz zu zb der Kombination beider Ausnahmeregeln. Das ist eben nicht regelkonform.
Was mich irritierte war halt, dass man mit einer zufällig an einem Tag mit für die HL zu niedriger Temperatur sitzenden Lücke den Zyklus auswertbar machen würde, weil somit die zweite AR wegfiele. Ist wohl einfach ein Spezialfall, dessen man sich bei Lücken am Anfang der HL bewusst sein sollte ...
Manu hat geschrieben:
Je seltener man misst, umso eher verschiebt sich die Auswertung nach hinten, was das Auswerten eher sicherer als unsicherer macht

. Abgesehen davon zählt ja nicht nur die Temperatur sondern auch das Östrogensymptom (Schleim oder Muttermund), und erst, wenn _beide_ unabhängig voneinander unfruchtbar anzeigen, wird unfruchtbar angenommen.
Zum "warum AR 1 und AR 2 nicht kombinieren": die AR 1 ist ja für die flachen Anstiege (< 0,2 Grad) gedacht. Jetzt ist es natürlich nicht so, dass das Temperaturniveau der Anwenderin in Stein gemeißelt ist, sondern dass sich das auch ändern kann. Wenn man da dann Auszacker unter die Hilfslinie ignorieren würde (und eventuell den Schleim oder den Muttermund auch eher vernachlässigt), könnte es passieren, dass man eine Verschiebung des Temperaturniveaus nicht mitbekommt - was dann die Methode wieder unsicherer machen würde.
Ich muss zugeben, dass ich diese Erläuterung trotz Drehen und Wendens noch nicht ganz verstanden habe. Mit dem Ignorieren von Auszackern sind die von mir eben genannten Lücken gemeint, nehme ich an. Aber Verschiebung des Temperaturniveaus - etwa des TL-Niveaus, weil der Anfang der vermeintlichen HL doch noch der TL zuzurechnen wäre (Auszacker = keine HL-Auszacker, sondern Werte des
neuen TL-Niveaus)?

Sorry, ich habe da einen Knoten im Kopf.