Je seltener man misst, umso eher verschiebt sich die Auswertung nach hinten, was das Auswerten eher sicherer als unsicherer macht

. Abgesehen davon zählt ja nicht nur die Temperatur sondern auch das Östrogensymptom (Schleim oder Muttermund), und erst, wenn _beide_ unabhängig voneinander unfruchtbar anzeigen, wird unfruchtbar angenommen.
Zum "warum AR 1 und AR 2 nicht kombinieren": die AR 1 ist ja für die flachen Anstiege (< 0,2 Grad) gedacht. Jetzt ist es natürlich nicht so, dass das Temperaturniveau der Anwenderin in Stein gemeißelt ist, sondern dass sich das auch ändern kann. Wenn man da dann Auszacker unter die Hilfslinie ignorieren würde (und eventuell den Schleim oder den Muttermund auch eher vernachlässigt), könnte es passieren, dass man eine Verschiebung des Temperaturniveaus nicht mitbekommt - was dann die Methode wieder unsicherer machen würde.
Zum "mit nur 4 Werten auswerten" - dazu gibts sogar in NFP heute ein Beispiel von einer langjährigen (!!!) Anwenderin, die ihren Körper einfach schon so gut kennt, dass sie auch mit weniger Werten ausgewertet hat. Natürlich ist es streng nach Regel nicht regelkonform, die Verantwortung dafür trägt allerdings die Anwenderin.