amily87 hat geschrieben:
mach ich auch. darf wohl dennoch erschreckt darüber sein, dass anderen leuten vollkommen egal ist was sie bekommen.
es ist immerhin ein medikament und dass kann auch nebenwirkungen und risiken haben. das wird auch nicht harmloser dadurch, dass man ihm witzige namen, wie "7-kölsch-spritze", "leck-mich-am-arsch-spritze" ect. gibt.
Genau das ist es.
@Juli: du hast geschrieben "man" habe keinerlei Nebenwirkungen. Das geht über deine subjektive Erfahrung hinaus; der Teufel steckt hier leider im Detail der Formulierung. Denn bei jedem Medikament gibt es Risiken und Nebenwirkungen aber die Propofolspritze oder auch die 7-Kölsch-Spritze tendierten mir hier zu stark hin zu "überhaupt keine Risiken". Und das stimmt eben einfach nicht.
Bei Injektionswirkstoffen gäbe es:
Barbiturate, aber diese führen bei i.v. Gabe zu sofortiger Bewusstlosigkeit; sie haben eine lange HWZ (10 Stunden etwa) d.h. das kann in der 7-Kölsch-Spritze nicht drin sein.
Etomidat ist ein Ultrakurzanästhetikum, aber dies ist kein Muskelrelaxans (wenn hier im Thread mal erzählt wurde es sei eines, kann dies eben auch nicht sein).
Ketamin wird eher in der Katastrophenmedizin eingesetzt; es verursacht aber alptraumartige Halluzinationen und wird nur noch bei bestimmten operativen Eingriffen verwendet - meiner Meinung nach auch nicht in der 7-K-Spritze.
Es geht mir überhaupt nicht darum, jemandem diese Medikation auszureden. Aber es gilt Kosten, Risiken und Nebenwirkungen mit dem Benefit zu vergleichen, mit dem Arzt zu besprechen und ich seh mich einfach in der Pflicht als Arzneimittelexpertin in Ausbildung (fast fertig) darauf hinzuweisen, wenn es m.E.n. im Thread untergeht oder man sich generell dem Usus des Arztes hingeben will

Nicht mehr und nicht weniger.
edit: @Henrietta, dann könnte es auch ein i.v. Benzodiazepin mit kurzer HWZ gewesen sein, allerdings ist das auch kein Schmerzmittel sondern kann im Gegenteil sogar diese verstärken in manchen Fällen.