rbca hat geschrieben:
Mit dem Runden hätte man ja nicht unbedingt was am Hut, wenn das wirklich ein Problem sein sollte. Das könnte Andreas Software automatisch erledigen, so dass Frau nur die "nfp-konformen" Messwerte angezeigt bekommt.
Wer es technisch nicht verstehen möchte, kann diesen Beitrag überspringen.
Es ist genau so wie rbca schreibt.
In dem iButton sitzt ein (wahrscheinlich 12 bit'iger) AD-Wandler der aus den Stromänderrungen des Thermistors (wärmeempfindlicher Halbleiter) Zahlen zwischen 0 und 4096 erzeugt. Diese Zahlen werden in Temperaturen umgerechnet (im iButton) und abgespeichert (im iButton). Bei Maxim wird der iButton auf +/- 0.5°C Genauigkeit zwischen -10 °C und 60°C kalibiert. Das passiert natürlich nachdem der Chip produziert wurde, d.h. es werden nachträglich Korrekturfaktoren in den iButton eingetragen, die vom auswertenden Programm (OneWireViewer, EndoTherm Basal) für die Berechnung des tatsächlichen Temperaturwertes verwendet werden. Das kann man abschalten, aber dann wird er noch ungenauer. Deshalb liefert der OneWireViewer auch so krumme Werte.
Für EndoTherm nehme ich mir jeden iButton nochmals vor und wiederhole die Kalibrierung mit einem feineren Verfahren, damit er unter +/-0.1°C über den geamten Bereich genau ist. Meine Korrekturwerte trage ich (öhm, trägt mein Kalibier-Programm) auch in den iButton ein. Und
EndoTherm Med wie später
EndoTherm Basal werten diese Faktoren zusätzlich aus und zeigen die korrigierten Werte an. (Die könnte man dann auf 0.1 auf oder abrunden.) Ich habe aber lieber die genauen Werte. Für
EndoTherm Basal werden wir dann zusammen eine Benutzerinnen-freundliche Darstellung entwickeln.
Wenn Maxim die Auflösung erhöhen will, gibt es zwei Möglichkeiten:
- Sie bauen einen besseren AD-Wandler (13/14 Bit Auflösung) ein, damit wird er wahrscheinlich zu teuer.
- Sie verstärken das Messsignal vom Thermistor, dann reduzieren sie den Messbereich (Verdoppelung der Auflösung=Halbierung des Messbereiches) Das wäre für uns kein Problem, weil wir ja eigentlich nur Temperaturen zwischen 35°C und 45°C messen müssen. Technisch ist die Frage, ob die Verstärkung des Messignals so einfach ist: Wenn der Verstärker selbst rauscht, dann schwankt das Ausgangssignal und die vom Wandler gelieferten Zahlen springen bei gleicher Temperatur hin und her. Nehmen wir also an, wir könnten bis auf 0.01°C auflösen. Das nützt nicht so viel, wenn wir für 37.0°C mal 37.03 dann 37.01, dann 36.98 messen. Damit will ich sagen, dass die Erhöhung der Auflösung nicht in jedem Fall auch eine Erhöhung der Genauigkeit ist.