Da der Faden der Gyni immer noch nicht wieder aufgetaucht ist und die kette sich seit der mens durch keinerlei zwicken oder zwacken bemerkbar gemacht hat, habe ich heute bei meinem FA ein Ultraschall machen lassen. meine befürchtungen haben sich bestätigt, die gyni ist weg.
ich war echt fertig, konnte es kaum richtig glauben. ich wollte die ganze zeit glauben, dass es nicht so ist, mein kopf hatte soviele argumente dafür, dass die gyni noch da ist
- sie sahs beim ersten ultraschall so toll
- der faden kann auch weg sein, weil der mumu sich verschoben hat
- ich hätte es doch bemerkt, wenn sie rausgefallen wäre. auch wenn ich in dem moment tatsächlich nicht aufgepasst habe, so unbemerkt kann doch auch nichts in klo fallen.
meinem bauch war es aber von anfang an klar:
- meine blutung war zwar stark, hat aber nur 2 tage gedauert und war absolut schmerzarm, danach kam noch ganz bischen geschmiere, was aber kaum der rede wert war. mein kopf hat da noch behauptet, dass könne ja auch mit gyni der fall sein, es muss ja nicht immer länger und schmerzhafter sein, bei meiner ersten blutung hatte ich auch nur ganz wenig schmerzen.
- nachdem ich das erste mal meine cup gewechselt habe (währenddessen muss sie sich davongeschlichen haben), hat ich schlagartig ein anderes gefühl "dadrin". das klingt vielleicht blöd, denn es war ja nich so, als hätte ich sie wirklich ständig gespürt, aber ab und an kam eben doch ein zwicken (z.b. bei blähungen war es etwas pieksig auf eine stelle konzentriert). Das war weg. nichts mehr zu spüren, absolute leere
als ich auf den ultraschall schaute, wusste ich sofort, da ist sie nicht mehr. ich hatte so gehofft, dass ich einfach nur paranoid war mit meinen gedanken und sogar noch beim US habe ich gedacht, ich könnte mich ja irren. aber der FA hat es mir bestätigt. wie sehr er sich auch bemüte, da war einfach keine kette mehr zu finden.
und dann kams: "das tut mir echt leid für sie, dann müssen sie wohl doch die pille wieder nehmen". ich war in dem moment zu fertig, um was zu sagen, nackt und breitbeinig fand ich das auch nicht den richtigen moment.
wie führten daher das gespräch weiter, nachdem ich mich wieder angezogen hatte. er fragte mich, wie ich vorher mit der pille klar kam und ob sie für mich noch in frage käme. ich sagte, dass es eher nicht mehr geht, vorallem nachdem mir nachdem absetzen überhaupt erst bewusst geworden ist, welchen einfluss die hatte.
er sagte mir, dass es kondome und diaphragma gibt, wollte mir dann noch erklären, was ein Dia ist, aber da hab ich abgewunken und gesagt, dass ich ja sogar schon bei einer anpassung war und daher genug weiß. im nachhinein dachte ich mir, hätte ich ihn mal weiterreden lassen sollen, mal schauen, wie viel er wirklich zum dia weiß.
zum thema "fruchtbare tage" ließ ich ihn dann aber weiterreden und mir erzählen, dass es ja auch möglich wäre, bei einem regelmäßigen zyklus davon auszugehen, dass dann etwa das dritte Drittel des zyklus nicht mehr gefährlich ist. naja... ich erzählte ihm dann dass ich da doch lieber der Symptothermalen methode vertraue, und schau an, der begriff ist ihm geläufig... warum erzählt er nicht lieber davon, sondern von der kalendermethode? auch egal, ich hab eh schon alleine genug ahnung.
auch auf eine erneuten versuch mit der gynefix oder einer spirale kamen wir zu sprechen. er meinte, er würde nur ungerne noch einen versuch mit der gyni wagen. da es ja quasi schon das zweite mal war, will sie wohl bei mir einfach nicht. ich könne es aber mal mit der kupferspirale versuchen. bei der spirale sagte er noch "ich würde sie ihnen auch kostenlos legen". auf meine nachfrage hin, ob das denn für die gyni nicht gelte, sagte er nicht explizit ja aber auch nicht nein. das deute ich mal so, dass er wohl bei beiden nichts mehr berechnen würde, mich aber lieber in richtung spirale lenken möchte.
ich weiß jetzt echt nicht, was ich machen soll. bis vorhin habe ich noch die ganze zeit gedacht "wenn die gyni wirklich weg sein sollte, lass ich sie mir einfach wieder stechen und gut ist" aber jetzt komme ich ins zweifeln. würde ich mich dann noch gut dabei fühlen, oder hätte ich jeden monat paranoia, dass sie wegflutschen könnte. der faden hätte evtl erstmal auch nicht die richtige länge, das gepiekse würde wieder losgehen...
als ich noch den gedanken hatte, selbst beim verlust ginge es alles so einfach, war ich auch noch fest davon überzeugt, dass ich sie gar nicht verloren habe. da ist es einfacher zu sagen, gibt immer ne lösung. jetzt stehe ich vor dem problem und die lösung sieht doch nicht so einfach aus.
andererseits... das geld krieg ich ja nicht wieder. wenn ich es nochmal versuche, könnte es aber vielleicht doch klappen und dann war das geld doch nicht verschwendet.
muss dann mal morgen mit meinem freund reden und wir schauen gemeinsam was wir machen. davor gruselts mich jetzt schon. ich hatte ihm bisher nichtmal von meiner vermutung gesagt (dachte ja, dass ich nur übertrieben paranoid bin). der wird wohl aus allen wolken fallen. er ist leider auch eher so mit lillygirls freund zu vergleichen. konnte nicht recht verstehen, warum ich überhaupt etwas gegen die pille hatte (hatte mich vorher auch nie über NWs beklagt, wusste ja selbst kaum dass ich da was hab). für ihn war die pille das perfekte unkomplizierte verhütungsmittel, mit der gyni gab es von anfang an probleme: der faden piekte ihn, er wurde abgeschnitten. dann piekte er ihn wieder, wurde wieder abgeschnitten. dann war er wieder lang... hat gottseidank aber nicht gepiekt. denoch war irgendwie unser sex-leben seit der gyni davon bestimmt, das wir ständig befürchteten er würde wieder pieksen.
ich muss schon sagen, dass ich die zwei male nach dem verlusst der gyni mich viel besser entspannen konnte, weil ich nicht mehr befürchten musste, dass da etwas piekt (waren natürlich in der freien zeit am ZA).
mensch, verhütung ist so kompliziert...
mfg, amily