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Welche psychischen Probleme hattest du unter der Pille?
Ja, Depressionen und/oder Bipolare Störungen 22%  22%  [ 65 ]
Ja, Halluzinationen 0%  0%  [ 0 ]
Ja, Schizophrenie und/oder Psychose(n) 0%  0%  [ 1 ]
Ja, Borderline Persönlichkeitsstörung 3%  3%  [ 9 ]
Ja, Selbstverletztendes Verhalten / Aggressionen 10%  10%  [ 29 ]
Ja, Angst- oder Zwangsstörungen 10%  10%  [ 31 ]
Ja, sonstiges (Essstörungen, Panikattacken, Burnout) 10%  10%  [ 31 ]
Ja, eher leichte Traurigkeit, Stimmungsschwankungen usw. 32%  32%  [ 96 ]
Ja, aber unsicher was es war 7%  7%  [ 20 ]
Nein, es war psychisch alles okay 7%  7%  [ 20 ]
Abstimmungen insgesamt : 302
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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 6. März 2010 19:01 
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alte Häsin

Registriert: 27. Dezember 2009 16:01
Beiträge: 1364
Wohnort: Ruhrgebiet
Ich hatte vor ein paar Jahren Probleme mit Essstörungen und SVV. Keine Ahnung, ob die Pille da eine Rolle gespielt hat oder nicht, es gab in jedem Fall außer den Hormomen noch mehrere andere Dinge, die da Einfluss hatten.

_________________
Do it the heart way. Mit singendem Novemberwind unterwegs (*11/20).


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 26. März 2010 14:25 
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Kurvenjunkie

Registriert: 22. August 2009 02:47
Beiträge: 1954
Ich hatte schon sehr viel mehr als "nur" Stimmungsschwankungen. Vor allem hatte ich Verhaltensauffälligkeiten, die ich zuvor noch nie gezeigt hatte. Andere Dinge wurden dagegen "nur" verstärkt. Hatte mit meiner 3. Pille manchmal den Drang gegen mich selbst zu schlagen. :shock: Sowas hatte ich nie wieder und auch vor der Pille noch niemals gehabt! Angststörungen hatte ich bis zum endgültigen Absetzen. Sind inzwischen praktisch verschwunden. Konnte z.B. an Sylvester kaum noch um Mitternacht aus dem Haus. Bei jedem lauteren Geräusch hab ich mich wohin gekauert und geschrien. :shock: Und ständig Panik, dass mir eine Rakete auf den Kopf fällt. :lol: Und dieses Jahr? Ich stand ganz ruhig draußen und hab Wunderkerzen angezündet, während die anderen um mich herum kräftig geballert hatten und Raketen zündeten. Hätte mein *mann* mich nicht drauf angesprochen, hätte ich nicht einmal gemerkt, dass ich ja gar keine Angst mehr zeige! Es war schon wieder selbstverständlich, dass ich keine Angst habe. Ich war mit der Pille ein völlig anderer Mensch. Das sind nur wenige Beispiele von vielen mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 26. März 2010 15:41 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 15. März 2010 21:39
Beiträge: 72
Mir ging es unter der Pille so richtig schlecht. Ich hab seit Jahren eine Angst und Panikstörung aber die seit längerem auch gut im Griff. Schon in der ersten Einnahmewoche der Pille wurde deutlich, dass da was nicht stimmen kann. Ich hatte ständig Ängste und diffuse nicht einzuordnenden Gefühle ohne Begründung. Ich hab mich permanent traurig gefühlt und hab alles und jeden in Frage gestellt. Morgens hab ich den Hintern nicht mehr aus dem Bett bekommen, ich hatte zu nichts mehr wirklich Antrieb, musste mich zu allem zwingen. Schon ein paar Wochen später, hab ich von meinem Therapeuten die Diagnose "Burn Out" bekommen und das wo sich in meinem Leben rein gar nichts verändert hatte, denn vor der Pille lief bei mir noch alles bestens. Dann ging es los, das ich auf einmal krasse Verlustängste hatte, bezogen auf meinen Freund und permanente Eifersucht, die kaum zu ertragen war und das ist nun wirklich gar nicht meine Art.

Ich hab genau genommen auf einmal vor allem Angst gehabt, Dinge die nie ein Problem waren und ständig bedrückt oder gleich am heulen, als dann noch das körperliche los ging ( permanent aufgeblähter Magen inkl. Brechreiz, speziell wenn ich mich bewegen wollte, eine Infektion nach der anderen ( Blase, Pilz, Erkältungen) bei einem eigentlich sehr guten Immunsystem, Gewichtsverlust) hab ich mich nach 5,5 Monaten dazu entschlossen, die Pille abzusetzen, weil es ja vorher auch nicht so war. Und wenn man mir schon ans Herz legt, das ich mir AD's rein ziehen soll, wo ich seit 10 Jahren ne Angststörung habe und immer "ohne" ausgekommen bin, war ich echt am Ende.

Nun bin ich die 6 Woche ohne Pille und mir gehts wesentlich besser und ich bin viel belastbarer. Ich bereu es bis zum heutigen Tag, dass ich dieses Zeug genommen habe.

Meiner Freundin ging es übrigens ählich, die hat auch abgesetzt nach ein paar Jahren und hat gleich gemerkt wie viel besser es ihr geht, wenn man mal davon absieht dass sie seit einem Jahr ihre Tage nicht mehr bekommt und nun deswegen in Behandlung ist.

Eine Bekannte, die ebenfalls an Depressionen leidet, hat die Pille vor 10 Jahren das letzte Mal genommen, bei ihr verstärkte sich das ganze Krankheitsbild. Also ich bin überzeugt, das man so was durchaus auf die Pille schieben kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 2. April 2010 15:02 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. April 2010 13:41
Beiträge: 65
Bei mir isses genau anders, seit ich die pille nich mehr nehme hab ich voll die satrken stimmungsschwankungen -.-
ich find mich selbst ganz schlimm ^^

_________________
BildMeine kleine feine Seite
"Das Schönste was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle."


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 2. April 2010 15:08 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 12. Dezember 2009 14:57
Beiträge: 889
Wohnort: Middle of nowhere
NFP seit: Dezember 2009
Ich hatte definitiv depressive Verstimmungen und litt an extremer Abgeschlagenheit.

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Love. Live. Laugh. Give.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 8. April 2010 01:01 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 25. Oktober 2009 15:49
Beiträge: 539
unter pilleneinfluss hatte ich auch teilweise depressive phasen. das war aber meist nur 1x im jahr für einen monat.
seit november nehme ich die pille nun nicht mehr und hatte das bisher nicht. inwieweit das auf die pille zurückzuführen ist, kann ich nicht sagen. habe die pille seit meinem 15. lebensjahr bis november durchgehend genommen...

ganz extrem waren bei mir aber die extremen stimmungsschwankungen. sie waren mit ein grund, weshalb ich die pille abgesetzt habe.
ich konnte gut gelaunt in den tag start und wegen kleinigkeiten war ich dann fix und fertig und habe nur noch geheult. ich hatte am schluss der pilleneinnahme auch sehr starke aggressionen bei mir festgestellt und wusste nicht wie ich sie loswerden soll. und das ganze wurde immer mehr zum dauerzustand. genauso wie totale unzufriedenheit mit allem usw.

seit ich die pille abgesetzt habe ist das alles wie weg geblasen. kurz vor der mens habe ich zwar auch teilweise stimmungsschwankungen aber das war bisher nur 1 tag im zyklus und damit kann ich gut leben


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 8. April 2010 08:09 
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Inventar

Registriert: 20. Oktober 2008 09:26
Beiträge: 2109
Wohnort: da, wo die Sonne aufgeht
NFP seit: Oktober 2008
Ich hatte unter der Pille ständig ein "Ist mir doch egal" - Stimmung. Die konnte sich ausweiten zu depressiven Verstimmung mit Selbstverletzung und zum Teil Selbstmordgedanken. Nach der Pille bin ich zuversichtlicher geworden, aber ganz verschwunden ist es nicht. Ich vermute deshalb, dass ich eine Anlage dazu hab, die Pille es aber verstärkt.

Seltsam finde ich aber schon, dass viele sagen, sie seien unter der Pille jemand anderes gewesen... Ging mir ja auch so. Aber das wird nie als Nebenwirkung aufgeführt.

_________________
Meine Seite Bild "Wer nicht tanzt, erkennt nicht, was sich begibt." ActJoh 95
Mit Töchterlein seit 04/15. Wieder freestylekurvend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 24. April 2010 15:48 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 16. Januar 2009 18:35
Beiträge: 462
NFP seit: Januar 2009
Mir geht es weder besser noch schlechter als mit Pille, psychische Probleme hatte ich davor schon. Verschlimmert wurden sie zum Glück nicht, wobei es ohne Antidepressivum vielleicht anders gewesen wäre - keine Ahnung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 29. Mai 2010 22:48 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
Ich nahme 23 Jahre lang die Diane 35. Da die Diane 35 bei mir eine paradoxe Medikamentenwirkung ausübte, musste ich zusätzlich noch Androcur nehmen, um Symptome zu bekämpfen, die ich ohne die Diane nicht gehabt hätte.

Psychische Störungen unter Einnahme nur der Diane 35:
- Gereiztheit
- Aggressivität
- unkontrollierbare Wutausbrüche
- Libidosteigerung

Ich beschreibe hier nur die psychischen Symptome, die körperlichen lasse ich an dieser Stelle aus.

Die psychischen Auswirkungen des Gesamt-Hormon-Bombardements in Stichworten:

u.a.
- Gefühlskälte, ich bin 23 Jahre lang nicht einmal rot geworden und habe selten mal geweint (ich hielt das für Coolness und brachte es nicht mit den Hormonen in Verbindung)
- Eiseskälte gegenüber Gegnern/Gegnerinnen (z.B. bei Mobbingefahr)
- extreme Sehstörungen (starrer Blick, Pupillen unkontrollierbar, Blick und Emotionen stimmten nicht überein)
- chaotischer Männergeschmack, ich verliebte mich grundsätzlich in Männer, die ich heute keines einzigen Blickes würdigen würde
- Käseglockengefühl wie auch von vielen Mirena-Frauen beschrieben
- LMA-Einstellung
- Empathieverlust
- unechtes Lachen, hatte irgendwie immer eine Mimikri-Fratze
- veränderte Einstellung zur Sexualität: ich begehrte Männer nur noch als potentielle Liebhaber, betrachtete sie nicht als potentiellen Vater für meine Kinder.

Identitätsveränderung:

a. veränderter Geruchssinn
b. völlig veränderter Geschmack in Kleidungsfragen
c. veränderter Geschmack in Frisurfragen (trage heute wieder meine Jugendfrisur und fühle mich sauwohl damit)
d. Leute, die mich ein paar Jahre nicht mehr gesehen haben, erkennen mich heute nicht wieder, als sei ich eine komplett andere Person.
e. emotionaler Erinnerungsverlust: meine Kindheitstraumata berührten mich nicht mehr, ich glaubte, sie hätten sie erledigt. Nach Absetzen kam nochmal alles hoch, aber das war gut so, 23 Jahre lang lag alles wie hinter einer Betonmauer vergraben.

Fazit:
den Feststellungen in der pdf-Datei, die hier im Thread gepostet wurde, kann ich voll und ganz zustimmen, ich habe alles so erlebt, wie der Psychologe es da beschreibt.

Schade, dass ich nicht früher darauf gekommen bin, es wäre mir so viel erspart geblieben. Ich habe oft das Gefühl, als seien mir 23 Jahre meines Lebens vom Schering-Konzern gestohlen worden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 6. Juni 2010 17:10 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 3. Februar 2010 22:46
Beiträge: 384
Wohnort: NRW
Hallo Zusammen,
ich habe mit 16J das erste mal die Pille genommen bis 19J. Dann ohne Pille bis 24J und wieder mit bis 26J.
Ich habe mich mit Pille Psychisch insgesamt ausgeglichener und besser gefühlt. Ohne Pille habe ich starke Stimmungsschwankungen und ein depressives Heultief und Wutausbrüche vor jeder Mens.
Allerdings habe ich die Jasmin psychisch schlechter vertragen (Hab die nach der Pause als erstes wieder bekommen). Da war ich trauriger und bin dann wieder auf meine alte Belara umgestiegen. Mit der Belara fühle ich mich sauwohl und sehr ausgeglichen!

Liebe Grüße,
Julia

_________________
Julia ist planlos aber glücklich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 6. Juni 2010 20:38 
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neu hier

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Beiträge: 41
Ich war unausgeglichener, öfter traurig, als ich die Pille genommen habe. Eine Traurigkeit, deren Grund ich mir nicht erklären konnte. Da gab es Tage, an denen ich deshalb nur im Bett bleiben wollte, mich zu sonst nichts fähig fühlte. Es war nicht wirklich schlimm, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass die Zeit, in der ich solche Traurigkeit immer wieder empfunden habe genau mit der Zeit übereinstimmt, in der ich die Pille genommen habe. Gleichzeitig stimmt sie aber auch mit der Zeit überein, in der ich alleine gewohnt habe, ich kann also nicht beurteilen, ob es tatsächlich die Pille war. Vielleicht habe ich mich einfach auch manchmal zu allein gefühlt und war zu gestresst mit meinem Studium............

Ich bin froh, dass ich die Pille nicht mehr nehmen muss, auch wenn nicht sie es war, die für meine Stimmungsschwankungen verantwortlich war.

_________________
**NFP zur Verhütung seit September 2009 nach nur dreieinhalb Jahren Pille - oder war es doch zu lang?**
Papierkurve


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pille?
BeitragVerfasst: 6. Juni 2010 20:46 
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neu hier

Registriert: 20. September 2009 20:03
Beiträge: 41
Hallo Julia25 - da fällt mir noch etwas ein!

Du sagst, du fühlst dich mit der Pille wohler und ausgeglichener. Ich glaube, ich kann verstehen, was du meinst. Als ich die Pille das erste Mal abgesetzt habe (als ich NFP noch nicht kannte), fühlte ich mich plötzlich unsicher, etwas pubertär. Wurde plötzlich viel rot. Ich hatte schon das Gefühl, dass das mit der Pille zusammenhing und dass mir die Pille womöglich sogar eine gewisse Selbstsicherheit gab.

Als ich dann das zweite Mal die Pille abgesetzt habe und mit NFP angefangen habe, war das nicht so. Warum das das eine Mal so war und das andere Mal nicht, kann ich nicht sagen. Aber ich bin mir ganz sicher, dass die Pille Auswirkungen auf unser Gefühlsleben, auf unser Empfinden hat. Bei der einen vielleicht zum Positiven und bei der anderen zum Negativen.

Und gegen PMS ist die Pille ja bekannterweise wirksam.

_________________
**NFP zur Verhütung seit September 2009 nach nur dreieinhalb Jahren Pille - oder war es doch zu lang?**
Papierkurve


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pi
BeitragVerfasst: 16. Januar 2011 17:08 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 4. Dezember 2009 00:27
Beiträge: 86
Ich möchte dann mal auch meine Erfahrungen beitragen ;-) :
Also ich habe die Pille ja mit 13 Jahren angefangen, deswegen kann ich leider nicht mehr genügend differenzieren ob es nun an der Pille oder an mir lag. Ich habe sie 11 Jahre lang genommen und mir fiel folgendes im Nachhinein mit dem Absetzen auf:

+ Verstärkung von Depressionen, Suizigedanken und Borderline-Verhalten ( ist diagnostisch bei mir eh gesichert, wurde aber sichtlich durch die Hormone verstärkt)
+ Minderwertigkeitsempfinden/ Unsicherheit (ging sogar fast bis zur selbsinduzierten Kündigung meines Arbeitsplatzes, hab die Lamuna 21 dann erst mal zur Probe abgesetzt und schau da: alles wieder ok! Scheiß Pille *motz* )
+ Promiskuität (ist nach Absetzen zum Glück verschwunden) weil ich halt immer "konnte" ohne Angst vor einer Schwangerschaft haben zu müssen, gleichzeitig achtete ich dabei aber auch nicht darauf ob ich jetzt wirklich selbst will oder ob ich nur Sex habe weil ich es kann (hört sich verwirrend an, oder?) Jetzt pp merke ich genau wann ich Lust habe und wann nicht und wenn dann mein Partner noch so drängelt hat er halt Pech gehabt *zustimm*
+ Verstärkung einer Sozialphobie
+ Introvertiertheit/ Gefühlskalt gegenüber anderen und mir selbst (seit ich die Pille nicht mehr nehme muss ich öfters bei schönen oder traurigen Filmen weinen, das ist mir vorher nie passiert)

Da ich Tagebuch schreibe fiel mir beim letzten Durchlesen auch direkt die Veränderung im Schreibstil und den Thematiken nach dem Absetzen auf. Früher habe ich mich immer selber fertig gemacht und mir alles in die Schuhe geschoben, nicht mal einen Monat nach Absetzen fing ich so langsam an wieder eine gerechte Sicht auf Dinge zu entwickeln und nicht nur immer mich für alles Übel auf der Welt verantwortlich zu machen, sondern auch auch endlich Leuten aus dem Weg zu gehen die mir nicht gut taten oder ihnen die Stirn zu bieten. So kannte ich mich gar nicht, aber es fühlte sich verdammt gut an :mrgreen: ! Ich bekam endlich ein Gefühl dafür Verantwortung in mein Handeln zu legen, weil ich unter der Pille irgendwie geistig umnächtigt war und jetzt erstens wieder mit mir selbst und zweitens mit der Fruchtbarkeit klar kommen musste. Selbst Menschen die mich das letzte Mal vor drei Jahren gesehen haben meinen dass sie mich nicht wieder erkennen würden *undweg* .
Ob das tatsächlich alles von der Pille herrührte weiß ich nicht, aber seid ich diese abgesetzt habe sind die Symptome zum Teil schwächer und andere komplett verschwunden und ich bin sehr glücklich darüber. Wahrscheinlich spielte bei mir da auch noch eine psychische Ebene mit rein, eben dass ich bewusst meinen weiblichen Zyklus unterdrücke und deswegen weniger Wert bin...wer weiß. Auf jeden Fall geht es mir jetzt ohne viiiieeel besser *applaus* !


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pi
BeitragVerfasst: 16. Januar 2011 19:10 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2009 01:26
Beiträge: 542
Anne86 hat geschrieben:
Ich bekam endlich ein Gefühl dafür Verantwortung in mein Handeln zu legen, weil ich unter der Pille irgendwie geistig umnächtigt war... Selbst Menschen die mich das letzte Mal vor drei Jahren gesehen haben meinen dass sie mich nicht wieder erkennen würden
Das unterschreibe ich unbesehen!

In der Veterinärmedizin ist es kein Geheimnis, dass Hormongaben zu Wesens- und Charakterveränderungen bei Tieren führen. Dass dieser Aspekt beim Menschen, der biologisch ja auch nur ein Säugetier unter vielen ist, unter den Teppich gekehrt wird, kann ich mir nur durch die Interessen der Pharma-Industrie erklären. Im Nachhinein bin ich einfach nur froh, dass ich da raus bin. Es war wie eine Droge.

_________________
Woman ist !Freigeist und unbeeinflussbar und hatte Nov 2016 mit 52 Jahren ihre letzte Mens, schnief-;(


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 Betreff des Beitrags: Re: Hattest du psychische Veränderungen/Störungen mit der Pi
BeitragVerfasst: 16. Januar 2011 20:52 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 4. Dezember 2009 00:27
Beiträge: 86
Zitat:
Es war wie eine Droge.


Umso schlimmer finde ich jetzt das Thema mit der Spritze für den Mann. Ich meine sie befindet sich nun schon seit 1 Jahr in der Testphase, mein Partner wäre sogar dafür sich diese spritzen zu lassen, aber was kann das alles anrichten? Ich meine, einfach nur die Spermatogenese einstellen ohne NW wird doch garantiert nicht gehen, oder? Handelt man da wirklich im Interesse der Menschheit oder des Kapitals? Ich meine wenn diese Spritze besser verträglich wäre als die Pille bei der Frau würde ich es mir vielleicht mal überlegen (also wenn sie ausreichend erforscht ist). Aber irgendwie habe ich dabei ein ungutes Gefühl und Angst davor meinen Schatz den Säuen zum Fraß vor zu werfen :roll: . Schließlich hat uns dieser Hormoncocktail fast nur Nachteile gebracht.


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