Hallo,
ich habe mir gerade mal meine Zyklen in der Stillzeit mit Jasmin angesehen. Leider war ich damals teilweise etwas messfaul, daher lässt sich nicht mehr alles so genau nachvollziehen. Aber sie sind in myNFP, Du könntest sie als auch mal ansehen. Alles in allem waren die Kurven manchmal eher zackig, manchmal eher glatt, die Hochlage mal kürzer, mal länger, insgesamt natürlich eher kurz. Gestillt habe ich unter der Woche nie zwischen ca. 8 und 16 Uhr, die restliche Zeit und am Wochenende so oft meine Tochter wollte. An den allermeisten Tagen sicherlich mehr als zwei mal pro Tag und zwei mal pro Nacht.
Aber ich glaube, Frauen reagieren sehr unterschiedlich auf das Stillen, bei manchen kann so eine Veränderung schon einen großen Einfluss haben. Immerhin ist das prozentual betrachtet ja ca. 33 % mehr, wenn Du 4 statt 3 mal in 24 Stunden gestillt hast und wenn Du dadurch entsprechend mehr Prolaktin produzierst, warum sollte sich das nicht auf die Kurve auswirken können? Durchaus möglich. Soweit ich weiß, wirkt Prolaktin auch so, dass die Temperaturen mehr schwanken, zumindest habe ich mal irgendwo gelesen (ich glaube in NFP heute), dass fast alle Frauen in der Stillzeit (vor der ersten Periode) "zackige" Kurven haben und oft denken, es läge an den gestörten Nächten, dass aber, obwohl die Nächte nicht weniger "gestört" werden, kurz vor dem ersten Eisprung fast immer eine "Beruhigung" der Kurve eintritt - daraus würde ich jetzt folgern, dass Prolaktin sich schon auf die Regelmäßigkeit der Basaltemperatur auswirken kann.
Was ich aber noch beitragen wollte: Als ich dann schon wieder KiWu hatte und die Kurven mal schön, mal weniger schön waren und es mir am Herzen lag, schönere Kurven zu haben, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, wieder schwanger zu werden, hab ich es mal mit Sport probiert. Regelmäßige Bewegung hat bei mir eine ziemlich starke Auswirkung auf die Kurven, vor allem auf die Hochlage. Kaum bin ich regelmäßig mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren (mit "regelmäßig" meine ich jetzt allerdings 1-2 mal pro Woche, nicht immer, dafür aber mit Kind im Anhänger und Steigungen auf dem Weg), haben sich meine Kurven verbessert.
Im Kurvenkatalog "Nach Geburt von Jasmin" lässt es sich nicht so toll nachvollziehen, weil ich dazwischen auch so wenig gemessen hatte, aber man sieht z. B. im Zyklus Nr. 9, dass ich da 5 Tage vor der nächsten Periode noch einen Wert hatte, der bei mir in der Tieflage anzusiedeln sein müsste, also war der entweder monophasisch oder mit extrem kurzer Hochlage, und so im Februar hab ich angefangen mit dem Radeln und der Zyklus Nr. 10 ist dann schon wieder ziemlich ordentlich und bei 11 ist die EHM auch schon wieder etwas nach vorn gerutscht, im Zyklus 12 wurde ich dann schon wieder schwanger.
Auf die Idee kam ich, weil ich schon vor Jasmin beobachtet hatte, dass es da bei mir einen Zusammenhang gibt und weil auch eine RL-Freundin, die NFP betreibt, diesen Zusammenhang beobachtet hatte bei ihr.
Also falls Du außer dem Stillen was verändert hast, z. B. aufgrund des kranken Kindes mehr zuhause rumsitzen musstest und nicht viel an die frische Luft kamst und weniger Bewegung abgekriegt hast, könnte das dann auch ein Faktor sein (bei mir kam z. B. in diesem Zyklus Nr. 9 auch die Weihnachtszeit dazu, wo wir mit der Verwandschaft meistens viel essen und "rumhängen" und alles insgesamt so recht "träge" ist - da Dein Zyklus am 24. angefangen hat, würde das ja da evtl. auch zutreffen).
Allgemein lässt sich natürlich keine zufriedenstellende Antwort geben, es könnte alles irgendwie sein und nichts ist sicher, dazu hätte man wohl sonst jeden Tag einen Hormonstatus bei Dir machen müssen und in einem der Zyklen davor auch, und dann könnte man direkt vergleichen

. Aber möglich ist das mit dem Stillen, wahrscheinlich ist auch, dass mehrere Faktoren zusammenkommen.
Liebe Grüße,
Pingu