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 Betreff des Beitrags: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 01:14 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Hallo zusammen, ich hatte letztens mit einem Biologen eine Diskussion um Stoffbinden und er zeigte sich nicht nur angeekelt sondern geradezu entsetzt über meinen Umgang mit Blut.
Seine Argumentation: Blut wäre hochgradig infektiös, weshalb man ja im Krankenhaus auch alles Blutige sofort entsorgen würde.

Wer weiß dazu etwas mehr?
Mich interessiert sowohl die Sicht von Kranenhauspersonal und deren Einschätzung von ggf existierenden Vorgaben als auch wie der Umgang außerhalb des KH zu beurteilen ist.
Woher kommt denn eigentlich diese Verteufelung von Mensblut noch mal?

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 01:31 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 13. Juni 2010 00:37
Beiträge: 885
NFP seit: Juni 2010
Das würde mich auch interessieren. Geht es da nicht mehr darum, dass man andere Leute mit etwas infizieren könnte, vorausgesetzt man ist selbst erkrankt? HIV oder Hepatitis könnten zum Beispiel über Blut übertragen werden.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich durch mein eigenes Mens-Blut an irgendetwas erkranken könnte … *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 01:37 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 9. März 2010 17:54
Beiträge: 1055
NFP seit: September 2007
thoe hat geschrieben:
Seine Argumentation: Blut wäre hochgradig infektiös, weshalb man ja im Krankenhaus auch alles Blutige sofort entsorgen würde.

Im KH weiß man ja nicht, ob der Patient eine ansteckende, durch Blut übertragbare Krankheit hat, von dem her erscheint mir das Vorgehen sinnvoll, nicht aber der Schluss auf sein eigenes Mensblut, man kann sich doch nicht bei sich selber anstecken *hä* *lach* .

thoe hat geschrieben:
Woher kommt denn eigentlich diese Verteufelung von Mensblut noch mal?
Vielleicht von irgendwelchen *mann* , die das Blut eklig und/gruselig fanden? ;-) Es gibt ja auch die Vorstellung, eine Frau sei während ihrer Mens unrein und schon wer etwas berührt, was sie auch berührt hat, "beschmutzt" sich sozusagen. :roll: *kopfWand*

edit: zu langsam, egal. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 01:46 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 13. Juni 2010 00:37
Beiträge: 885
NFP seit: Juni 2010
Ich bin gerade zu müde um ordentliche Quellen zu suchen, aber die "Mensblut ist unrein"-Geschichte wird unter anderem in der Bibel explizit erwähnt (Zitat auf Englisch).

Ohne das jetzt so auf die Schnelle beweisen zu können ist meine Theorie, dass sich da mit dem Wandel vom Matriarchat zum Patriarchat Fruchtbarkeitsriten zu Regeln zur Unterdrückung der Frau gewandelt haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 02:11 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 3. August 2008 22:50
Beiträge: 199
NFP seit: 2008
Was an Stoffbinden schlimm sein soll und womit man sich mit seinem eigenen Mensblut anstecken sollte erschließt sich mir auch nicht.

Ich glaube, dass das völlig unabhängig vom Umgang im Krankenhaus ist. Im Krankenhaus ist man ja meistens krank - eventuell ja ansteckend und selbst, wenn der Patient wegen etwas Nichtansteckendem dort ist, könnte er ja zudem eine Erkrankung haben, die sich über das Blut überträgt.

Zwei Paar Schuhe für mich. Aber nun bin ich neugierig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 07:26 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 7. Dezember 2009 18:05
Beiträge: 187
über das mensblut sind alle erkrankungen übertragbar, die auch sonst über den blutweg übertragen werden - ist ja logo. wüsste ich über eine eigene z.b. hepatitis c infektion, würde ich in einer wg wohl sehr genau darauf achten, meine mikroskopischen mensblutreste nicht an waschmaschinenklappen, türklinken oder wasserhähnen zu verteilen, da gerade dieses virus sehr umweltresistent ist. bei stoffbinden ist dies sicherlich schwieriger, als bei einem tampon, welches man entsorgt - und weg isses.
außerdem ist natürlich so ein feuchtwarmes, vollgesogenes stück stoff kein ganz schlechter nährboden für andere keime (besonders bakterien), die dann nicht nur für andere gefährlich werden könnten.

ich denke aber, dass für den 'privatgebrauch' die üblichen hygieneregeln (hände waschen nach dem toilettengang, benutzte binde auswaschen, in den wäschekorb und nicht ewig irgendwo rumliegen lassen) vollkommen ausreichen, um die menstruation 'sauber' zu verbringen und halte die aussage deines biologenfreundes für ziemlich paranoid :mrgreen: . und nein - mit einer erkrankung, die man schon hat, kann man sich nicht anstecken *undweg*

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 10:09 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ich vermute, er hatte so ne Vorstellung von: selbst wenn das ausgewaschen ist, sind da ja noch Blutreste drin und die gammeln dann da rum und innerhalb von wenigen Tagen hat man ne hübsch eklige Kultur von wer weiß ich was gezüchtet.
Ich halte das ja auch für paranoid, aber was entgegnet man da nur jemandem, der wirklich vom Fach ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 10:39 
Eine 60 Grad Wäsche mit Vollwaschmittel (Bleichmittel!) entfernt wirklich ALLE Keime! *zustimm*
Kam neulich nochmal als naturwissenschaftlicher Versuch im Fernsehen bei irgend so einer Wissens-Sendung!


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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 11:22 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Klar, das weiß ich auch.
Aber warum werden dann die Sachen im KH nicht nur bei 60° gewaschen und gut is?

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 11:28 
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alte Häsin

Registriert: 14. März 2010 10:32
Beiträge: 1472
mal ne anmerkung dazu:
früher hat man nach der geburt wegen dem wochenfluss die säuglinge nur sehr selten zu den müttern gebracht im krankenhaus, weil man dachte der wäre so unrein und infektiös.
das ist blödsinn.
klar solltest du das blut niemand anderem unter die nase halten. z.b. wenn man HIV positiv ist, kann das ganze schon gefährlich werden. aber grundsätzlich infektiös? *nein* *nichtallehaben*

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 12:24 
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NFP-Königin

Registriert: 24. Mai 2007 08:12
Beiträge: 7551
NFP seit: 2007
thoe hat geschrieben:
Ich vermute, er hatte so ne Vorstellung von: selbst wenn das ausgewaschen ist, sind da ja noch Blutreste drin und die gammeln dann da rum und innerhalb von wenigen Tagen hat man ne hübsch eklige Kultur von wer weiß ich was gezüchtet.

Ich denke das ist genau sein Gedankengang. Und vielleicht denkt er sogar, das passiert noch wenn man sie trägt. Aber dafür müsste man so eine Binde schon länger nicht wechseln und das macht hoffentlich niemand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 12:27 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Zitat:
Eine 60 Grad Wäsche mit Vollwaschmittel (Bleichmittel!) entfernt wirklich ALLE Keime!


Ganz sicher stimmt das nicht. Warum überleben dann bei 60 Grad (bei mir) Bakterien in den Achselpartien enger Oberteile? Die killt nur der Hygienespüler, wenn das Teil nicht kochbar ist.

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Was du willst was man dir tu', das füg' auch anderen zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mensblut infektiös?
BeitragVerfasst: 15. Dezember 2010 12:33 
Zitat:
Warum überleben dann bei 60 Grad (bei mir) Bakterien in den Achselpartien enger Oberteile?

Das sind wahrscheinlich nur die "Geruchs-Überreste" und nicht die Bakterien selber. Müffelnde Shirts bekommt man wohl mit Zitronensäure-Behandlung geruchsfrei.


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