Teazer hat geschrieben:
Es wird leider immer noch oft von Ärzten argumentiert, dass frühzeitiges Karies durch nächtliches Stillen entstehen würde. Sie berufen sich da auf Studien mit FLASCHENkindern, die nachts zuckerhaltiges tranken. Wenn man aber das Trinkverhalten vergleicht, dann erkennt man, dass die Flaschenflüssigkeit die Zähne umspült, die Muttermilch jedoch nur selten, da diese im Rachen des Kindes "landet"
So´n Quatsch. Tschuldigung Teazer, aber diese Studie besagt lediglich, dass Stillkinder im Vergleich zu Flaschenkindern nicht häufiger Karies bekommen. Das weiß ich selber. Aber in dieser Studie geht es nicht um Dauernuckeln.

Denn auch deine Aussage stimmt nicht, dass ein Kind vom Still-Dauernuckeln kein Nursing Bottle Sydrome bekommen kann. Denn schlussendlich liegt die Brustwarze genauso im Mund des Kindes wie der Sauger einer Flasche.
Teazer hat geschrieben:
Unsere Kinder sind Säuglinge. Nicht nur in den ersten 6 Monaten! Nicht ohne Grund heißen die ersten Zähnchen Milchzähne. Die Empfehlung, einem Kind zeitgleich das Stillen (das schließlich viel mehr ist als ausschließlich Nahrung!) UND die gewohnte Schlafumgebung zu nehmen, find ich persönlich daher ganz schön krass!
Wir reden hier von einem 16 Monate alten Kind. Meiner Meinung nach sollte ein fast eineinhalbjähriges Kind nachts keine süßen Getränke mehr benötigen. Und das Familienbett aufzugeben, heißt ja nicht, das Kind des Schlafzimmers zu verbannen. Nur denke ich, dass Hibbelchen, wenn sie´s nicht so macht, selber gar keine Kontrolle über das nächtliche Stillen bekommt, weil´s im Halbschlaf und unbemerkt passiert. Außerdem hab ich nicht davon gesprochen, ABzustillen, nur sollte sie ihrer Tochter nächtliches Dauerstillen verweigern. Wir verurteilen doch auch die Mütter, die ihren Kindern nachts Nuckelflaschen mit süßen Getränken mit ins Bett geben.
Ich bin selber Zahnärztin und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Karies bei 16 Monate alten Kindern entfernen zu müssen ist in jedem Fall viel traumatischer als nachts nicht mehr stillen zu dürfen. Das krasseste Beispiel war, als ich einem 19 Monate alten kleinen Jungen 9 seiner 16 Zähne ziehen musste - unter Vollnarkose. Klar, hinterher war das Geschrei groß. Aber man kann eben echt viel zur Vermeidung tun.

Unter diesem Gesichtspunkt finde ich deine Empfehlungen geradezu verantwortungslos.
Und sicher gibt es bei der Kariesentstehung eine genetische Komponente. Nur behaupte ICH, dass besonders die, die eben dazu neigen, ganz besonders aufpassen sollten - bzw. die Eltern - und erst recht nicht in der Nacht dauerstillen sollten.
So und nun hör ich auf mit dem OT Gequatsche.
Meine eHm ist durch.
