Zu den immer wieder aufkommenden Hygienebedenken möchte ich mal etwas sagen:
Silikon ist ein nicht saugendes Material. Es können sich also keine Bakterien in der Hülle einnisten. Die Scheide kann daher ganz ungestört ihren Selbstreinigungsprozess durchführen, ohne dass es für die körpereigene Abwehr unzugängliche Bakterienspeicher (wie z.B. bei zu lange belassenen saugfähigen Tampons) gäbe. Eine Silikonkapsel ist ein Fremdkörper, der genausowenig täglich gereinigt und ausgekocht werden muss wie ein Ohrring.
Die im Rahmen der Beckenbodensenkungstherapie verwendeten Silikon- oder Latexpessare werden alle 6 - 12 Wochen (!) entfernt, unter Leitungswasser mit Seife abgewaschen und wieder eingesetzt. Und die sind bis zu tennisballgroß.
Fremdkörper können das Scheidenmilleau vielleicht irritieren, aber von einer generellen Infektionsgefahr zu sprechen zeugt von wenig Sachverstand!
Wenn überhaupt, kann es auch nur zur Begünstigung von harmlosen Scheideninfektionen (die ohnehin nicht selten sind) - nicht jedoch zur Gebärmutterinfektion kommen. Das Phänomenen kennt jeder, der Tampons verwendet und am Ende der Regel eine leichte Irritation durch häufige Manipulation und Störung der physiologischen Bakterienflora spürt. Eine Silikonkapsel ist dabei wesentlich unproblematischer als so ein Tampon.
Einzig der Faden erscheint mir etwas fragwürdig. Wie ein Docht, der Darmbakterien den Aufstieg erleichtert. Den würde ich, genauso wie die Bänder von Tampons, weglassen. Vorher sollte natürlich geklärt sein, dass die Finger im Zweifelsfall lang genug sind.
