Tini hat geschrieben:
Für mich ein wichtiges Argument:
NFP ist eine faire Verhütungsmethode. Ich kümmere mich um die Auswertung des Zyklus, mein Freund nimmt in der TL Kondome. Das finde ich ausgeglichen. Bei der Pille wird die gesamte Verantortung auf die Frau abgewälzt.
Genau das finde ich auch. Immer dieses Geschwätz von der emanzipierten Frau, die sich alleine um ihre Sexualität sorgen kann - DANK an die Pille und ihren Hersteller - ich habe übrigens mal ein Interview mit dem gelesen (habs extra rausgesucht) und fand recht unmöglich, was er gesagt hat, als er auf die Pille für den Mann angesprochen wurde:
Die Frauen und insbesondere die Feministinnen in den 60er und 70er Jahren waren ja sehr irritiert von diesem Widerspruch, dass eine Pille, die hormonell auf den intimsten Bereich der Frau einwirkt, von Männern entwickelt worden war. Der entscheidende Vorwurf lautete, wir Männer hätten die Pille für die Frau erfunden, weil wir keine Experimente an unseren Körpern vornehmen wollten.Ist die These so abwegig?
"Ich kann die Verärgerung verstehen, aber die Natur hatte uns zur damaligen Zeit nun mal den entscheidenden Hinweis geliefert: nämlich dass Frauen wegen der ständigen Sekretion von Progesteron während einer Schwangerschaft nicht schwanger werden können. Es gibt keinen vergleichbaren Anhaltspunkt in der reproduktiven Biologie des Mannes.Aber an der Pille für den Mann wird doch auch geforscht?"
Wissenschaftlich ist das Problem längst gelöst. Es gibt eine Substanz, die dafür sorgt, dass der Mann keine Spermien mehr produziert. Aber wenn das passiert, hat der Mann auch keine Libido mehr, also müsste er gleichzeitig Testosteron nehmen. Das ist alles erforscht. Es gibt aber unter den 20 größten Pharmakonzernen dieser Welt keinen, der sich dafür interessiert. Es würde sich nämlich nicht verkaufen.Weil die Männer die Pille ablehnen würden?
"Nein, in nördlichen Ländern würden Männer sie bestimmt nehmen, wenn ein praktisches Problem gelöst wäre. Für eine Frau in den 60er Jahren war die Frage wichtig, ob sie noch Kinder bekommen kann, wenn sie zehn Jahre lang die Pille genommen hat. Ein Mann wird fragen: Kann ich noch Kinder zeugen, wenn ich die Pille 35 Jahre nehme? Diese Frage ist klinisch nicht zu beantworten, von der Problematik Potenz erst gar nicht zu reden."
(Quelle:
http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html)
Naja soviel dazu.
Ich muss mich im Übrigen viel rechtfertigen, dass NFP sehr unsicher sein soll - eben, weil noch niemand davon gehört hat. Beim Frauenarzt wird man höchstens gefragt, ob man verhüten möchte, dann kriegt man einen Pille verschrieben. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper findet doch dort gar nicht statt. Ich wurde übrigens erst zum Wechsel zur zweiten Pille mal untersucht... Die davor hatte man "einfach so" verschrieben.
Was ich immer sehr anstrengend zu beantworten finde, sind solche "Gefühlsfragen", wie:

Ist es nicht total doof, zum Kondomaufziehen zu unterbrechen?
oder:

mit Komdom spürt man doch viel weniger. Willst du nicht doch lieber die Pille nehmen?
oder:

Kondome reißen doch total schnell...
Diese "neun-mal-klugen-Kommentare" weiß ich leider immer kaum zu beantworten - sicherlich auch, weil ich mich oft frage, warum sich fremde Menschen in meine Verhütung einmischen?
Ich denke mir dazu immer, wer dumm bleiben möchte, bitte...
Serenita: er muss die Kondome beschaffen... Das geht ins Geld bei Latexfreien

dafür muss ich jeden Morgen messen
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Gut feelings are guardian angels.
