Swiss Miss hat geschrieben:
Artikel hat geschrieben:
dass eine Frau für die Spirale bereits gebärt haben muss
Müsste das nicht "geboren" heissen?!

der Artikel ist in "Öschiland" erschienen, deren Grammatik weicht öfter mal von der "Piefkegrammatik" ab, ich finde, das hört sich manchmal ganz schnuckelig an

Ich finde den Artikel sehr tendentiös pro Pille, das läuft ziemlich suggestiv ab, obwohl der Artikel sich vordergründig ziemlich kritisch gibt.
"...nach einem halben Jahr Beziehung wollte sie schlicht mehr Sicherheit als mit Kondomen." Dieser Satz unterstellt mangelnde Sicherheit bei der Anwendung von Kondomen, ohne zu hinterfragen, woran das liegen könnte.
"Je älter und erfahrener die Frau, desto mehr gewinnen andere Verhütungsmittel an Anteil – vor allem Hormon- oder Kupferspirale. " Da fragt man sich als geneigte NFP-lerin, ob dies die alleinigen Alternativen zur Pille sind?
"Von einer wachsenden Zahl gebildeter und älterer Frauen, die dem „Chemiecocktail“ Pille immer kritischer entgegentreten, berichten Experten im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“ ". Dass die Pillen kritische Haltung vor allem bei gebildeten Frauen lokalisiert wird, ehrt uns NFP-lerinnen, aber "die Reproduktion ist im Körper der Frau aber so gut abgesichert, dass wir schlicht noch nichts besseres als die Pille haben." Auch hier wieder: angeblich keine Alternative.
Und so geht es grad weiter:
"Natürlich denken besser gebildete Mädchen zunehmend über die Effekte von Hormonen nach, aber eine gleich sichere und praktische Alternative gibt es nicht."
Schlecht recherchiert ist der Artkel auch noch:
"An einer Pille, die das natürliche Östrogen Östradiol enthält, wird übrigens derzeit intensiv geforscht – sie lässt auf ein weiter verbessertes Risikoprofil hoffen." Diese Pille gibt es schon längst, war 2008 in Österreich bereits auf dem Markt und heißt Qlaira (sprich Klära, auch vom Payer-Konzern). Wurde m.W. nach auch schon hier im Forum angesprochen.
"Sie kritisiert auch die komplizierten Formulierungen auf Beipackzetteln, die oft „nur zur rechtlichen Absicherung, aber nicht als Hilfe für Frauen“ gedacht seien." Kann ich nach meinem Empfinden ausnahmsweise bestätigen.
"Ob eine Frau letztlich das für sie beste Präparat wählt, hängt wohl auch von ihrem Informationsstand ab – genau an diesem Punkt setzen die Bedenken der Medizinsoziologin Sylvia Groth an. „Viele Frauen wissen nicht, was ihre Pille enthält und können negative Berichte daher schwer einordnen.“ Tja, dass die Pille sich immer noch nicht bei allen Frauen durchsetzen konnte, liegt wohl nicht an den Nebenwirkungen, sondern daran, dass die Pille seitens der Pharma-Industrie einfach noch nicht gut genug kommuniziert wird, das muss unbedingt verbessert werden, dann klappt das schon mit den Umsätzen.
Ich finde diesen Artikel alles andere als kritisch.