Meine werde ich wohl, sofern sie so lange hält *aufholzklopf* tatsächlich 5 Jahre drin lassen. Einfach, weil der Hersteller das so sagt und der ja ggf. für falsche Angaben wohl belangt werden könnte, oder?
Wir werden ohnehin zusätzlich mit Kondom verhüten, weil unsere Familienplanung erstmal definitiv abgeschlossen ist und wir beide doppelte Sicherheit wollen.
Irgendwie geistert mir gerade noch im Kopf rum, dass Dr. Wildemeersch zur Zeit prüft, ob die Gyni nicht sogar 10 Jahre hält.
Pro Familia schreibt noch folgendes zur Thematik:
Zitat:
Es scheint, dass die Verhütungssicherheit mit der Kupferoberfläche zunimmt und durch Kupfer-manschetten auf den Seitenarmen zusätzlich erhöht wird.
Zitat:
Zur Verhütungssicherheit zeigen Vergleichsstu-dien übereinstimmend die höchste Effektivität für das TCu380 A, etwas geringere Effektivität für das Multiload Cu 375 und deutlich geringere Ef-fektivität für das Nova-T 200. In Bezug auf Ne-benwirkungen wie Blutungsstörungen, Schmer-zen und Infektionen zeigen die Studien keine eindeutigen Unterschiede (Kulier 2007).
Es geht hier zwar um normale Spiralen, aber man sieht immerhin, dass höherer Kupfergehalt wohl höhere Sicherheit bedeutet...
Zitat:
In Deutschland werden Kupfer-IUPs immer noch häufig nach zwei bis drei Jahren entfernt bzw. gewechselt, obwohl in anderen Ländern deutlich längere Liegezeiten für die gleichen IUPs üblich sind und auch die Fachinformationen der meisten IUPs längere Liegezeiten angeben.
Da die Frequenz des IUP-Wechsels u. a. einen erheblichen Kostenfaktor für die Anwenderinnen darstellt, lohnt es sich, Empfehlungen der Her-steller und evidenzbasierte Richtlinien genauer zu betrachten. Für das Multiload Cu 375®, feme-na®, Multisafe Cu 375®, Nova-T 200®, Ancora 250/375® wird in den Fachinformationen eine Liegedauer von fünf Jahren angegeben, bei Goldlilly® beträgt die empfohlene Liegedauer sieben Jahre. Für das Flexi-T® 300 und 380+ wird in der Fachinformation für optimale Verhü-tungssicherheit eine Liegedauer von drei Jahren angegeben: „Eine längere Liegedauer erscheint möglich“.
Dass die Verhütungswirkung der Kupfer-IUP nach drei oder fünf Jahren nachlässt, ist unwahr-scheinlich. Die Freisetzungsrate des Kupfers ins Endometrium ist abhängig von der Kupferoberflä-che des Drahtes. Sie wird durch rasche Ausbil-dung eines Belags aus Kupfersulfat, Polypepti-den und Salzen wenige Stunden nach IUP-Einlage stark reduziert und bleibt dann über viele Jahre konstant. Sie lässt nach Ablauf der zuge-lassenen Liegedauer nicht nach.
Für die meisten in Deutschland üblicherweise benutzte IUPs gibt es zwar nur wenige Daten über die Verhütungssicherheit bei einer Liege-dauer von mehr als drei bis fünf Jahren, jedoch wird bei keiner der Studien ein Ansteigen der Versagerrate beobachtet, wenn das IUP über die empfohlene Liegedauer hinaus in der Gebärmut-ter belassen wird. Eine Ausnahme stellt das No-va-T® dar: In einer Veröffentlichung von WHO-Daten wird über eine zunehmende Versagerrate im vierten und fünften Jahr gegenüber dem ers-ten bis dritten Jahr berichtet, bei einer im Ver-gleich zu anderen IUPs insgesamt deutlich höhe-ren Versagerrate (WHO 1990, Chi 1993).
Die WHO empfiehlt für den international am häu-figsten verwendeten IUP-Typ TCu 380 A eine Liegedauer von zehn Jahren. In großen Studien ist eine anhaltend hohe Verhütungssicherheit bis zu 15 Jahren belegt (kumulative Schwanger-schaftsrate nach 15 Jahren 22/1000, im 11-16. Jahr trat keine Schwangerschaft auf), und eine noch längere Liegedauer wird untersucht.
In den Niederlanden empfiehlt eine Leitlinie der NHG (Wissenschaftliche Gesellschaft der nieder-ländischen Hausärzte) für das Multiload Cu 375® eine Liegedauer von zehn Jahren. Die Versager-rate ist in WHO-Studien höher als für das TCu 380 A, steigt jedoch bis zu einer Liegedauer von zehn Jahren nicht an (kumulative Schwanger-schaftsrate nach zehn Jahren 53/1000) (UNDP 2002/2003, Treiman 1995).
Vorteile einer langen Liegedauer des IUP
Komplikationen wie Verrutschen oder Aussto-ßung des IUPs, Infektionen, verstärkte Blutungen oder Schmerzen treten mit zunehmender Liege-dauer immer seltener auf (Sivin 2007). Das Risi-ko für Infektionen in der Gebärmutter und im kleinen Becken ist besonders in den ersten Wo-chen nach der Einlage erhöht, was dafür spricht, das IUP möglichst selten zu wechseln (Freundl, 1992). Auch Schmerzen und das Perforationsrisi-ko beim IUP-Wechsel, sowie die Kosten sind Argumente für eine möglichst lange Liegezeit.
Das alles stammt aus dieser Quelle:
http://www.profamilia.de/getpic/7291.pdf