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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 11:50 
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Moderatorin

Registriert: 11. April 2005 22:30
Beiträge: 9175
NFP seit: April 2005
Aber ist es ethisch vertretbar, eine Methode zu verbieten, die viel Leid ersparen kann? Die, schlicht gesagt, Menschen helfen kann? Nur weil sie auch missbraucht werden könnte? Früher oder später wird man abwägen müssen, was schwerer wiegt.

_________________
In der Kürze (alles ist relativ) liegt die Würze
Wer lang leben will, muss alt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 12:41 
Lola hat geschrieben:
die viel Leid ersparen kann? .

Ist das denn so? Ist es nicht vielleicht so, dass frau und man sich den Rest seines Lebens fragen muss, ob es "recht" war, 3 ihrer werdenden Kinder entsorgt zu haben, um ein gesundes zu bekommen? Vielleicht ändert sich mal ihre Meinung dazu? Was ist denn, wenn dieses eingesetzte Kind eine andere Behinderung hat, die Eltern aber schon so davon überzeugt waren, ein ganz gesundes zu bekommen, dass es sie psychisch umwirft? Ist es denn wirklich ein grosses Leid für Menschen, wenn sie "nur" ein Kind adoptieren können? Kann nicht auch das grosses Glück sein, vor allem für das Kind, dessen Wohl doch an erster Stelle stehen sollte?
Ehrlich gesagt sehe ich diese und tausend andere "Spielarten" des Lebens mit seinen möglichen Leiden, dass ich das nicht so sehen kann wie du, Lola.


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 13:11 
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Gesperrter User

Registriert: 19. April 2008 10:18
Beiträge: 1979
Änne hat geschrieben:
Lola hat geschrieben:
die viel Leid ersparen kann? .

Ist das denn so? Ist es nicht vielleicht so, dass frau und man sich den Rest seines Lebens fragen muss, ob es "recht" war, 3 ihrer werdenden Kinder entsorgt zu haben,


Setzt Du Dich eigentlich genauso wehement gegen die Spirale ein? Da werden die Kinder noch später entsorgt!
Wieso befürchtet da keiner einen Dammbruch? Ist doch Massenmord, wenn man die Argumentation konsequent durchzieht.

Für mich hat die Debatte sehr viel Doppermoral. Genauso wie die Gentechnikdebatte. Alles böse - und sofort wird ominöse Dammbruchgefahr herbeidiskutiert. Aber so konsequent, zu sagen: sollen die Diabetiker doch ohne Insulin verrecken, wir verbieten Gentechnik, ist dann doch keiner. Weil es eben sehr wohl so ist, dass man jede Technologie gut und böse einsetzen kann.

Technologie oder Fortschritt an sich sind nie das Problem. Falsche verwendung dagegen schon - aber das sollte kein Grund sein, zurück auf die Bäume zu klettern, sondern die Anwendung zu überprüfen und überdenken. Unter dem Strich bringt der Fortschritt uns nämlich durchaus viel und erspart uns viel. Wer lieber wie vor zig Tausen Jahren leben möchte, mit allem drum und dran, bitteschön - dann wären die meisten von uns und die meisten unserer Kinder längst tot.


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 13:46 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
Änne, dass die Eltern mit welcher auch immer getroffnen Entscheidung leben müssen, ist doch klar!
So wie eine Frau die abtreibt auch mit ihrer Entscheidung leben muss, nur sehe ich mich nie als moralischer Richter in solchen Dingen, denn es bleibt die Entscheidung der Eltern und mit deren Konsequenzen müssen sie dann leben, weil es eben nichts dazwischen gibt.

_________________
Kiran ist nach Uterus OP "sterilisiert" u. NFP müde! Tempie messen wird nicht mehr gemacht, S beobachten nur noch mal so.
Armageddon was yesterday -- today we have a serious problem


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 13:51 
Kiran hat geschrieben:
Änne, dass die Eltern mit welcher auch immer getroffnen Entscheidung leben müssen, ist doch klar!
So wie eine Frau die abtreibt auch mit ihrer Entscheidung leben muss, nur sehe ich mich nie als moralischer Richter in solchen Dingen, denn es bleibt die Entscheidung der Eltern und mit deren Konsequenzen müssen sie dann leben, weil es eben nichts dazwischen gibt.

Das sehe ich auch so. Aber Lolas Gedanke war ja, dass die PID "eine Methode ist, die viel Leid vermeiden kann" - und das finde ich zu pauschalisiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 14:31 
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Moderatorin

Registriert: 11. April 2005 22:30
Beiträge: 9175
NFP seit: April 2005
Meinetwegen nehmen wir das "viel" aus meiner Aussage raus, das klingt vielleicht wirklich etwas zu pathetisch.

Änne hat geschrieben:
Ehrlich gesagt sehe ich diese und tausend andere "Spielarten" des Lebens mit seinen möglichen Leiden, dass ich das nicht so sehen kann wie du, Lola.

Es gibt Kinder, die rund um die Uhr beatmet werden müssen, denen regelmäßig Schleim abgesaugt werden muss, die per Sonde ernährt werden müssen... Die würden ohne die moderne Medizin/Technik nicht überleben. Wär das gut? Besser oder schlechter als irgendein unbeeinflusster Urzustand?

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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 15:30 
Ob ich auf Bäumen lebe, Diabetiker gerne sterben sehen würde oder die Medizin in ihren Urzustand zurückwünsche steht hier überhaupt nicht zur Debatte. Ich sehe die PID mit skeptischem und ablehnendem Blick, weil ich -wie schon ausgeführt- nicht glaube, dass es beim Ausschluss von schwerwiegenden chromosomalen Abberrationen bleibt, mich gegen "Designerbabies" ausspreche und keine medizinische Notwendigkeit für deren Einführung in Deutschland sehe. Punkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 15:32 
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alte Häsin

Registriert: 14. März 2010 10:32
Beiträge: 1472
Zitat:
Ob ich auf Bäumen lebe, Diabetiker gerne sterben sehen würde oder die Medizin in ihren Urzustand zurückwünsche steht hier überhaupt nicht zur Debatte. Ich sehe die PID mit skeptischem und ablehnendem Blick, weil ich -wie schon ausgeführt- nicht glaube, dass es beim Ausschluss von schwerwiegenden chromosomalen Abberrationen bleibt, mich gegen "Designerbabies" ausspreche und keine medizinische Notwendigkeit für deren Einführung in Deutschland sehe. Punkt.


*zustimm* das unterschreib ich so.
*tuscheln* änne, du drückst dich total gut aus, mir fällt das in diskussionen manchmal echt schwer.

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Mandala mit 108 Kurven zwei Geburten (14&16)
"Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestöre Entwicklung lassen, die tief von innen kommen muss und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann. Alles ist austragen und dann gebären." Rainer Maria Rilke


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 16:52 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 6. Dezember 2006 16:32
Beiträge: 1099
Wohnort: Berlin
Obwohl ich normalerweise keine ethische Diskussion auslasse :mrgreen: hier nur ein Link zu einem Artikel aus der Zeit zur PID:
Wann ist ein Mensch ein Mensch?

Eine der neuen Informationen war für mich, dass die Lehre von der Beseelung bei der Befruchtung (erst) seit knapp 150 Jahren Kirchenlehre ist! Und die Überlegung, dass man Schwangere dieser Idee folgend unter bestimmten Bedingungen wegen Körperverletzung belangen können müsste. Auch zum Dammbruchargument gibt es einige Überlegungen - interessant, sicher kontrovers, aber in jedem Fall anregend....

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren
Petersilie

_________________
Petersilie, 41 Jahre, NFP seit 3/2006 mit Papier&Stift, nach insgesamt sechs Jahren KiWu-Zeit jetzt mit der großen Mini-Petersilie (2008) und Petersilchen (2013) komplett, und Ju_uma als Forumspatin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 17:04 
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alte Häsin

Registriert: 9. Juli 2007 14:20
Beiträge: 1379
NFP seit: 11/2006
Änne hat geschrieben:
hobbit hat geschrieben:
Änne, glaubst Du tatsächlich, dass normal fruchtbare Paare sich entscheiden werden, den Weg der IVF zu gehen, nur um ein Kind mit der gewünschten Haarfarbe zu bekommen? Glaubst Du, dass Paare, die aus medizinischen Gründen den Weg der IVF gehen müssen, sich Gedanken über Äußerlichkeiten des ersehnten Kindes machen?

Hm... ich glaube das nicht, ich weiss es. :-( Dafür musst du nur in andere Länder schauen, wo die PID schon seit längerem erlaubt ist. Und ich habe mich schon mit zu vielen Paaren beschäftigt, die eine IVF haben vornehmen lassen (müssen) und deren geheime Wünsche, was sie gerne selbst entschieden hätten. Davon ist der Weg hin zum "Designer-Baby" nicht mehr weit.

Ich glaube, dass man solche Wunschvorstellungen nicht isoliert davon betrachten kann, welchen Preis man dafür zahlen muss. Wenn es einfach so ohne Aufwand möglich wäre, das Geschlecht des eigenen Kindes vorherzubestimmen, gäbe es sicher sehr viele Paare, die das tun würden. Wenn die Umsetzung des Wunsches aber beinhaltet, sehr viel Geld auszugeben und sich unangenehmen medizinischen Prozeduren zu unterwerfen, dann wird die Nachfrage nach dieser Möglichkeit drastisch sinken. Wenn sie noch dazu die Wahrscheinlichkeit vermindert, überhaupt eine Schwangerschaft zu erzielen (weil gesunde Embryonen vernichtet statt transferiert werden), werden nur noch sehr wenige Paare dieses Risiko eingehen.
Und auch wenn ich mich wiederhole: Ich sehe nicht ein, dass mögliche zukünftige Fehlentwicklungen ein Grund sein sollen, ein Verfahren mit Vorteilen für einen bestimmten Personenkreis grundsätzlich zu verbieten.

Änne hat geschrieben:
Und nicht nur das: alle paar Jahre wird neu darüber diskutiert, was für Wissenschaftler ethisch erlaubt ist.

Das halte ich nicht für bedenklich, sondern für sehr begrüßenswert. Ethik ist nicht etwas Starres, Gottgegebenes, sondern ein gesellschaftlicher Konsens, der sich mit der Zeit ändern kann und immer wieder diskutiert werden muss. Schließlich möchte ja heute niemand mehr den gleichen ethischen Vorstellungen unterworfen werden, die im Mittelalter herrschten.

Änne hat geschrieben:
Vor 14 Jahren schon habe ich mit einigen renommierten Ärzten zusammen gearbeitet, die sich stets hinter vorgehaltener Hand darüber unterhalten haben, was welcher Arzt in welchem Land unerlaubt mit einem befruchteten Follikel ausprobiert hat und ich habe die Gier in einigen Augen gesehen. Ich glaube kaum, dass sich das mit den Jahren "verwachsen" hat, im Gegenteil. Und nun wird dem eine weitere Tür geöffnet, dann noch eine, dann noch eine....

Es wird immer Menschen geben, die Gesetze brechen. Egal wo die Grenze ist, jemand wird sie überschreiten. Sonst bräuchten wir keine Gefängnisse. Das bedeutet aber nicht, dass ein Gesetz, das übertreten wurde, danach gelockert werden würde. Und niemand plädiert hier für eine völlige Freigabe von PID.

Änne hat geschrieben:
Ist es denn wirklich ein grosses Leid für Menschen, wenn sie "nur" ein Kind adoptieren können? Kann nicht auch das grosses Glück sein, vor allem für das Kind, dessen Wohl doch an erster Stelle stehen sollte?

Wenn in Deutschland nicht zehn Adoptionsbewerberpaare auf ein zur Adoption freigegebenes Kind kämen, wäre Adoption vielleicht für mehr Paare eine Alternative. Für mich z.B. ist sie es unter den gegebenen Umständen nicht, weil ich es nicht ertragen würde, einfach nur abwarten zu können (vielleicht viele Jahre), ob ich die eine Glückliche sein werde, oder eine der neun, die leer ausgehen.

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hobbit mit langersehnter Hobbeline (*01/12)


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 17:12 
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Gesperrter User

Registriert: 19. April 2008 10:18
Beiträge: 1979
Änne hat geschrieben:
Ich sehe die PID mit skeptischem und ablehnendem Blick, weil ich -wie schon ausgeführt- nicht glaube, dass es beim Ausschluss von schwerwiegenden chromosomalen Abberrationen bleibt


Und was genau bringt Dich zu dieser Annahme, dass es "nicht dabei bleibt" - die ja offenbar nicht für Messer, nicht für Feuer, nicht für das Rad und auch nicht für andere technische Neuerungen gilt, hier aber auf einmal das Hauptargument sein soll?

Und: wäre es im umkehrschluss für Dich OK, wenn Du jetzt in die Zukunft blicken könntest und Dich vergewissern könntest, dass es eben wirklcih dabei bleibt?

Also: geht es um die jetztige Regelung, ist die falsch?
oder darum, dass man befürchtet dass sie irgendwann irgendwie verändert werden könnte, und deswegen diese (an sich im momentanen Umfang richtige) Regelung nur so für den Fall ganz verhindern möchte?


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 19:31 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
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Da kann man "moralisch" dran rütteln wie man will, dieses Verfahren wird in anderen Ländern shcon fleissig genutzt, vollkommen legal und es gibt schon so einige Paare die dadurch ein kerngesundes Kind haben! (Frankreich) die pfeifen natürlich auf die Meinung von Ethikern und ewig Zweifelnden.

Ja und wenn adoptieren so einfach wäre würden es vllt. mehr tun, ist es aber nicht in Deutschland selbst ist die Adoption eine nervenaufreibende Prozedur über Jahre hinweg! Paare müssen kleinlichst ihre Gesundheitsvita und Psyche offenlegen um dann oft doch am Ende leer asuzugehen!
Auch Designerbabies bekommen reiche Paare längst, in vielen Ländern blüht der Handel mit Eizellen und auch dort wird wiederum reichen Paaren zu Kindern verholfen! Hauptsache die Kasse stimmt.......

Was die Medizin kann, tut sie ob nun legal oder illegal.........

Als die künstl. Befruchtung aufkam hatte sie auch etliche Gegener aus jeder Lobby und was ist Heute? Wir finden es "normal" und so wird es eben auch mit dem PD Verfahren sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 20:56 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Zitat:
Und ich habe mich schon mit zu vielen Paaren beschäftigt, die eine IVF haben vornehmen lassen (müssen) und deren geheime Wünsche, was sie gerne selbst entschieden hätten.


Ja und? Ich hätte auch gern ein Kind ohne diverse Baustellen (die aber nicht mit einer Behinderung vergleichbar sind) und ohne leichte chronische Erkrankung und das vermutlich schon wenige Monate nach der Geburt, die uns allen Riesenprobleme bereitet und mich alle Nerven der Welt gekostet hat (Autoimmunentzündung der SD, zum Start Überfunktion = Schreibaby, später Hypoglykämien und Störungen in der Produktion von Melatonin/Serotonin, darum ständiges Aufwachen, Schreien und ganztägiges "Jaulen"..., ABER das heißt doch nicht, dass ich darum den Weg der IVF gegangen wäre. So ein Unsinn, kein Mensch tut sich für Äußerlichkeiten oder wegen leichterer Erkrankungen eine IVF an. :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 21:12 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 4. Juni 2010 15:35
Beiträge: 161
Zitat:
Du kannst etwas nicht verurteilen, nur weil man damit auch Schlimmes anrichten könnte - das kann man mit so ziemlich allem.

Und gerade da ich es nicht verurteile aufgrund dessen, was man damit tun KÖNNTE, sondern weil ich denke, dass man es tun WIRD, ist der Gedanke, ich wäre gegen jegliche Entwicklung in der Technik/Naturwissenschaft/Medizin ein Fehlschluss.

Zitat:
vielleicht sehe ich das so, weil ich auch anderen gesellschaftliche Entwicklungen kritisch gegenüber stehe und den Weg, dem die Menschen folgen, immer schrecklicher finde

Gut, ich sehe hierbei, dass ich ein Wort vergessen habe, aus dem man besser erkennen könnte, wie ich das meine..hätte ich geschrieben "...und den momentanen Weg, dem die Menschen folgen..." dann wäre verständlicher gewesen, dass ich wirklich die neuen Entwicklungen meine..dass wir Menschen einfach darüber nachdenken sollten, ab wann wir zu weit gehen! Das impliziert wiederum, dass ich nicht den kompletten Weg der Menschheit kritisiere!
Ehrlich gesagt wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass jemand aus meiner Aussage eine solche Einstellung herauslesen könnte, dass ich es am liebsten hätte, wenn die Menschheit sich nie weiterentwickelt hätte. Außerdem wäge ich bei jeder neuen Entwicklung für mich ab, ob ich sie befürworte oder nicht..sodass ich nicht gegen alles Neue bin, im Gegenteil.

Zitat:
ich denke tummtummtree hat "verteidigen" geschrieben, weil ich bisher in der diskussion "allein" dastand mit meiner argumentation

Genau, auch hier habe ich wohl ein falsches Wort gewählt..hätte einfach nicht gedacht, dass es so auseinander genommen wird.. *kopfkratz*

Zitat:
mir fehlt da ein bisschen der respekt vor unserer meinung.

Richtig, das ist es vor allem, was ich in meinem Beitrag rüberbringen wollte und deshalb habe ich sehr, sehr oft betont, wie wichtig es mir ist, dass verschiedene Meinungen akzeptiert werden.

Zitat:
War ja klar, dass es irgendwann doch über uns kommen würde... *zunge* Zu glauben, dass es in dem Rahmen bleibt, schwerwiegende Erbkrankheiten zu verhindern, halte ich für naiv.

Edit: sehr schön geschrieben, TummTummTree *daumenhoch*


1. Danke. :)
und 2. Ja, ich sehe das genauso wie du...diese Sicht darauf, dass es wirklich sehr unwahrscheinlich ist, dass es dabei bleibt, habe ich erst durch ein Gespräch mit einem Mediziner und Professor der Uni Heidelberg bekommen (wobei ich mich im Rahmen meiner Seminarkursarbeit 1 Jahr lang mit genau dem Thema beschäftigt habe). Vorher habe ich mir auch gedacht, vielleicht geht man ja doch nicht soweit, vielleicht überschreitet man die Grenze nicht...Zu diesem Herrn(der übrigens überhaupt nicht konservatis ist) der Uni: Er hat mir aus verschiedenen Ländern berichtet, wie sich das dort zur Zeit entwickelt und mal abgesehen davon, dass wir wissen, welche Erfolge es schon in Frankreich oder England gab, entstehen langsam Organisationen, die für viel Geld ein solches, ich nenne es mal Vor-"Designer-Baby", anbieten. Dabei dürfen sich die Eltern das Geschlecht des Kindes aussuchen.
Für mich persönlich IST das ein Anfang eines Designer-Babies... *nixweiss* und jetzt vergleicht es bitte nicht damit, dass man (ich weiß nicht mehr wie genau das war), weiß, wann Mädchen oder Junge am ehesten entstehen.. dies ist für mich ein riesiger Unterschied zu künstlich ausgewählten Embryonen.

_________________
TummTummTree freut sich über Besuch
"...Are you a techer of the heart?..."


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 Betreff des Beitrags: Re: Präimplantationsdiagnostik in D erlaubt
BeitragVerfasst: 14. Juli 2010 21:16 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 20. Februar 2006 14:58
Beiträge: 5188
Und wer ist die Kundschaft für diese von dir genannte Designer-Babys? Das sind doch Paare, die anders kein "selbstgemachtes" Kind bekommen könnten. Oder?

Magst du mal berichten, wie die Entwicklungen in anderen Ländern aussehen und wer sowas nutzt?
Was für Erfolge gibt es in Frankreich und England?
Was bieten diese Designer-Baby-Organisationen denn für Wahlmöglichkeiten an außer dem Geschlecht?

_________________
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