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 Betreff des Beitrags: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 16:46 
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Registriert: 8. Februar 2007 12:07
Beiträge: 34
Wohnort: bei HH
Sorry, aber mir ist kein passenderer Titel eingefallen.
Mir kam heute auf einmal eine Frage in den Sinn, über die ich jetzt schon den ganzen tag grübel. Wenn es schonmal so ne ähnliche Fragestellung gab, bitte verlinken. Habe in der Suche nichts gefunden!
Also, mein Prpblem ist:
Wieso kann die Schleimauswertung den Anfang der unfruchtbaren Zeit NACH abgeschlossener Tempi-Auswertung noch nach Hinten verschieben?
Ich meine, der Anstieg der Tempi zeigt doch an, dass ein Einsprung stattgefunden hat. Die Eier sind dann ca. bis 24 Stunden befruchtungsfähig und sterben dann ab. Also müsste dann doch auch ca. 24 Std. nach dem Tempi-Anstieg die fruchtbare Phase vorbei sein, denn ohne fruchtbares Ei gibts auch keine Schwangerschaft. Spermien hin oder her.
Irgendwie seh ich da anscheinend gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Also wenns nur um sicherheitstage geht...ok...versteh ich. Aber hat das ganze auch noch nen tieferen Sinn, den ich gerade nicht kapiere?

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Gruß, Steffi
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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 16:48 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 17:47
Beiträge: 12499
Wohnort: Freiburg
NFP seit: 2006
*zustimm* Es geht einfach um die Sicherheit. Wir machen das alles ja in doppelter Kontrolle, und deswegen darf die Tempratur nicht höherwertig sein als der Schleim. Und wenn der nicht mitspielt, dann kann das heißen, dass der Eisprung noch nicht war.
So Fragen kannst du auch sehr gut im Anfänger-Thread schreiben. *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 16:50 
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Registriert: 8. Februar 2007 12:07
Beiträge: 34
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Danke, Lune.
Aber ohne Eisprung wäre die Tempi ja nicht angestiegen.

ok...nächstes Mal im Anfänger thread...oder bei den Fortgeschrittenen.....

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Gruß, Steffi
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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 16:52 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Zum Beispiel kann noch am Tag der 3hM ein Ei springen. Nicht häufig, aber auch an der 2hm sinds noch 7%.
Wer am nächsten Abend dann schon Sex hat, könnte grad so schwanger werden.
Ich kann mir vorstellen, dass gerade da der Schleim wichtig zur Absicherung ist.

Eine 1hM kann auch einfach mal zufällig höher sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 16:57 
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Registriert: 8. Februar 2007 12:07
Beiträge: 34
Wohnort: bei HH
Aber die Prozesse im Körper sind doch eben so, dass die Tempi erst ansteigen kann, wenn das Ei schon gesprungen ist. Wo soll denn dann das Ei am Tag der 2hM oder 3 hM herkommen?
Und na klar kann die erste hM mal verfälscht sein, aber dafür gibts ja auch svchon die 2te und die 3te zur Absicherung.

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Gruß, Steffi
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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 17:00 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 21. August 2009 10:11
Beiträge: 1113
NFP seit: 2009
Das stimmt ja so nicht ganz. Es gibt durchaus auch noch Eisprünge am Tag der 1. oder 2. höheren Messung. Von daher muss das Hand in Hand gehen und ist nicht nur eine Folge...

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Bild2 is the oddest prime - in 01/2024 im 146. Verhütungszyklus


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 17:00 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
ne musst Du Dir so vorstellen:
1hm ist nur zufällig erhöht
2hM ist nur zufällig erhöht
Dann würde normalerweise die Temp abfallen und man würde seine HiLi wieder hochschieben und mit dem Auszählen der 6 Werte von vorne anfangen.
Aber, da das Ei am Tag der 3hM springt, hat man dann für die Folge-Tage keine Absicherung über die Temp laut Regeln, also erfolgt diese über den Schleim.

Das ist jetzt auch nur so zusammengedacht, das kann vielleicht ne Beraterin besser begründen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 17:09 
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Registriert: 8. Februar 2007 12:07
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ja, ich versteh schon, worauf du hinaus willst. aber nur mal so is die tempi ja nicht einfach so erhöht. wenn ich störfaktoren kenne, klamnmere ich aus.
und selbst wenn dann am dritten Tag das Ei springt, isses am vierten Tag dann schon zu Grunde gegangen und man ist wieder unfruchtbar. so theoretisch kann da auch der tollste s+ schleim doch nichts mehr anrichten. klar kann man nicht sagen, ob das schleimmuster jetzt auch dazu passt, aber wie wahrscheinlich ist es denn, dass man nur noch einfach mal so erhöhte werte hat?
da ich jetzt keine diskussion vom zaun brechen will, nehm ichs einfach mal wegen doppelter absicherung zur kenntnis. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 17:16 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Hast Du keine Schwankungen im Zyklus *hä*
Es geht ja nicht um herausstechende Werte, es gibt ja doch bei vielen oft schleichende Anstiege.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 17:20 
ich glaube, in nfp heute steht was von der korrelation zwischen temperaturanstieg und schleimhöhepunkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 21:38 
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Hinzu kommt ja auch, dass die Regeln nicht nur einen Eisprung abdecken, sondern auch mehrfache Eisprünge, die ja innerhalb von einigen Stunden beieinander liegen. Dann hat der erste ES vielleicht die 1.hM bewirkt und es kommt noch ein Eisprung. Durch den Schleim bist du dann ja abgesichert.
(Außerdem kann der Eisprung eben auch noch einen Tag nach der 1.hM liegen, weil das Ei auch schon vorher Progesteron abgeben kann.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 21:56 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 282
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Lafèvre hat geschrieben:
Außerdem kann der Eisprung eben auch noch einen Tag nach der 1.hM liegen, weil das Ei auch schon vorher Progesteron abgeben kann.


Aber das "Ei" prdouziert doch kein Progesteron... oder? *kopfkratz* Solange es ein heranreifender Follikel ist, prdouziert dieser Östrogen, dann platzt der Follikel auf, das Ei "springt" - der leere Follikel bildet sich nun "zurück", wird Gelbkörper, welcher Progesteron abgibt.

So habe ich das verstanden. (Werd gleich noch mal in nfp heute nachlesen) Und insofern ist die Frage von kleiner_bör ja gar nicht so unberechtigt. Ich bin immer davon ausgegangen, dass, wenn man einen "idealen Zyklus" hat (also eine Modellannahme, bei der man alle Störfaktoren ausschließt), der erfolgte Eisprung und der nun bestehende Gelbkörper durch die ehM eindeutig angezeigt wird.
Deshalb halte ich die Absicherung durch den Schleim auch lediglich für eine Methode zum Ausschluss von fehlerhaften Temperaturwerten. (der Hinweis auf den doppelten Eisprung ist auch eine gute Idee - wobei ich vermuten würde, dass die ehM dann erst erfolgt, wenn auch der zweite Gelbkörper Progesteron bildet, weil das Östrogen des zweiten Follikels das Progesteron des ersten Gelbkörpers überlagert)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 21:59 
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Zitat:
"Zander gelang es 1958 erstmals, bedeutende Progesteronmengen im sprungreifen Follikel, also bereits vor der Ovulation, nachzuweisen."


Und weiter
Zitat:
"In der Untersuchung von Gnoth et al. fand der Eisprung in 53 % der Fälle 1 oder 2 Tage vor dem Temperaturanstieg statt, in weiteren 27 % am Tag der 1.hM selbst. [...] In beiden Untersuchungen fanden sich auch noch einige Ovulationen am Tag der 2. höheren Temperaturmessung."

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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 22:08 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 282
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@ Lafèvre ich war auch mehr wegen des Wortes "Ei" irritiert - ich dachte, du meinst damit die Eizelle selbst.

finde diese Erklärung ergänzend zu deinen Zitaten ganz hilfreich

nfp heute, S.26 hat geschrieben:
Die Körpertemperatur reagiert sehr empfindlich auf den Hormonanstieg. Die bereits um den
LH-Gipfel einsetzende Progesteronsekretion kann – u. U. schon präovulatorisch – zu einem ersten
Anstieg der Basaltemperatur führen. Die Verzögerung zwischen Hormonanstieg und Reaktion
des Temperaturregulationszentrums ist jedoch kurz, wenn überhaupt vorhanden [14]. In einem
Konzentrationsbereich zwischen 0,5 und 6 ng/ml Serum wird eine Dosis/Wirkungsbeziehung zwischen
Progesteron und Basaltemperatur vermutet [33]. Umgekehrt ist es jedoch nicht möglich, aus
der Höhe des Temperaturanstiegs auf die Höhe des Progesteronspiegels zu schließen, zumal oberhalb
eines Hormonspiegels von etwa 6 ng/ml die Temperatur nicht mehr mit einem weiteren Anstieg
reagiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wieso verlängert Schleimauswertung die fruchtbare Zeit?
BeitragVerfasst: 13. Juli 2010 22:11 
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NFP seit: 02/08
Aber das wurde doch schon mehrfach gesagt, dass die Tempi auch schon vorher steigen kann, bzw. der Eisprung dann eben erst später ist :mrgreen:

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