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 Betreff des Beitrags: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 13:55 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
http://www.zeit.de/2007/13/OE-Abtreibungsgegner

Eine katholische Jugendorganisation warnt vor Kondomen und hält in Pflichtschulen Vorträge gegen Abtreibung.

Gegen Abtreibung ist das Eine......... beim lesen des Artikels, erfährt man aber auch,
dass diese Jugenorgansisation jegliche Verhütung als "Frühabtreibung" bezeichnet.

_________________
Kiran ist nach Uterus OP "sterilisiert" u. NFP müde! Tempie messen wird nicht mehr gemacht, S beobachten nur noch mal so.
Armageddon was yesterday -- today we have a serious problem


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 13:59 
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alte Häsin

Registriert: 14. März 2010 10:32
Beiträge: 1472
tja, die gute amerikanisierung macht auch vor der sexualität nicht halt
ich könnte *kotz*

wobei ich sagen muss, dass ich es auch nicht gut fände wenn die pille danach rezeptfrei würde.

_________________
Mandala mit 108 Kurven zwei Geburten (14&16)
"Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestöre Entwicklung lassen, die tief von innen kommen muss und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann. Alles ist austragen und dann gebären." Rainer Maria Rilke


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 15:28 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
Das hat diesmal eigentl. nicht mit amerikanisierung zu tun, dies ist beienflußt von europäischen erzkatholischen Strömungen der röm.kath Kirche!

Schau nur hinüber nach Irland, dort sind Kirche und Staat nicht getrennt, die kath. Kirche hält die Hand über das strikte Abtreibngsverbot aus dem 19th. Jahrhundert! So lange diese Veto einlegt, wird dieses Gesetz auch nicht geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 15:43 
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Inventar

Registriert: 8. Februar 2008 11:16
Beiträge: 2215
Die katholische Kirche darf dann aber auch gerne einen größeren (finanziellen) Beitrag zur Behandlung von HIV, v.a. in Ländern der Dritten Welt leisten.
Wer A sagt, sollte das auch bis zum Omega fortführen.

Mir bleibt an dieser Stelle echt nur Kopfschütteln und ich bin sehr froh, dass die meisten Christen dann doch keine Fundis sind.

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Die Blume kann gar nicht anders als leben. Wir aber können zu viel anderes. (R.M.Rilke)


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 16:28 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 14. Mai 2006 15:56
Beiträge: 5510
Milchmädchen hat geschrieben:
Die katholische Kirche darf dann aber auch gerne einen größeren (finanziellen) Beitrag zur Behandlung von HIV, v.a. in Ländern der Dritten Welt leisten.



*daumenhoch* Wieder ein toller Widerspruch der Kirche :roll:


Zitat:
der streng katholischen Bewegung »Jugend für das Leben«, die sich nach eigenen Angaben durch »freie Spenden und einen kleinen Beitrag der Kirche« finanziert
(Zitat aus dem oben angegebenen Link)


Na dann hoffe ich doch sehr, dass ich da als Kirchenbeitragszahlende nicht dazu genötigt werde, diesen Blödsinn mitzufinanzieren.

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1x Bild(†2007) und 4 Mini-**** (ICSI/Kryo)
Ricki mit leeren Armen, vollem <3, wahrer Lebensfreude,
und mit einer überwachsenen, stillgelegten Fabrik


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 16:55 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 28. Dezember 2005 11:58
Beiträge: 13085
Wohnort: Wien
NFP seit: Dezember 2005
Ich hab mir den Artikel nun durchgelesen - anscheinend werden diese Vorträge im Rahmen des Religionsunterrichtes gehalten, nicht im Rahmen des Biologieunterrichtes. Ich selbst bin kein Fan der katholischen Kirche, mache aber gerade bei einer Tochter der österreichischen Bischofskonferenz die Ausbildung zur NFP-Beraterin. Und die unterstützen zB die österreichische Variante des MFM-Projektes von Dr. Elisabeth Raith-Paula. Und hier kann man sich über das ÖGS informieren.

Ich möchte das hier nur sozusagen "klarstellend" posten, denn solche Artikel kommen sehr rasch sehr "verallgemeinernd" rüber und ich möchte nicht, dass wir hier in Österreich gleich als religiöse Fundamentalisten rüberkommen - das von mir verlinkte Projekt zeigt, dass es in Österreich auch anders geht :-).

_________________
Manu kurvt im 130. Zyklus, NFP zur Zyklusbeobachtung ............. Mit Epikur, Mephisto und Diabolo für immer ganz fest im Herzen, sowie Imhotep und Diego am Kratzbaum
Es ist schwer, gegen einen Feind zu kämpfen, der sich in deinem Kopf eingenistet hat. Sally Kempten


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 17:47 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. Februar 2010 11:06
Beiträge: 510
Sowas für sich persönlich ablehnen ist die eine Seite. Das finde ich okay, jeder darf seine eigene Ansicht haben. Ich persönlich würde eine ungewollte Schwangerschaft, wenn sie denn eingetreten ist, auch nicht ohne Nachzudenken abtreiben und mich im Zweifelsfall lieber für das Kind entscheiden, wenn es denn geht. Aber diese Verantwortung kann ein junges Mädchen niemals übernehmen.
Aber Kinder generell mit nur dieser einen Seite - einer absolut radikalen! - zu impfen, das finde ich auch unverantwortlich.
Ich wäre auch dagegen, wenn jedes 12-jährige Mädchen rezeptfrei an die Pille (danach) käme, aber komplett gegen Verhütung (von Schwangerschaft UND Krankheiten) sein, besonders gegen Kondome, das ist ohne Worte und das geht gar nicht!!!
Meiner Meinung nach müssen Kinder und Jugendliche ganzheitlich aufgeklärt werden. D.h. alle Verhütungsmittel kennenlernen und auch die Positionen Schwangerschaft vs. Abtreibung abwägen und reflektieren können. Sowas können junge Menschen leisten und das heißt ja in keinem Fall, dass sie Abtreibung und Schwangerschaft danach als etwas Harmloses betrachten, sondern als großen und nicht einfachen Schritt im Leben verstehen.
Wir haben in der 8. Klasse im Religionsunterricht auch beide Seiten besprochen und keine von beiden wurde irgendwie "schlecht gemacht", was wir davon halten, wurde uns selbst überlassen. Lieber sowas machen als so einen "Schrott" verbreiten!

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Seit 7.2.2010 STM zur Beobachtung & Verhütung (mit Kondom) - ich kurve ab sofort nur noch auf Papier ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 18:17 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 12. Februar 2007 09:54
Beiträge: 487
...das Problem liegt mehr in den Katholischen Ehe - und Moralvorstellungen, denn Sex ist im Katholizismus immer noch zur Fortpflanzung da, gehört ausschliesslich in die Ehe und jegliche Verhütung (ausser Zyklusbeobachtung ;-) ) ist eigentlich 'verboten' - es ist zwar unzeitgemäss, aber es ist immer noch so - Das Verhütungsverbot wurde irgendwann Anfang - Mitte des 20. Jh. herausgegeben und 1968 erneuert - als deutliches Zeichen gegen die Pille und den 'moralischen Zerfall' - der Papst ging davon aus, dass die Pille die Frauen zu Sexobjekten machen würde... (kurz gesagt, die ganzen Enzyklika sind ausführlicher... ich bin dem Papst dankbar, dass er sich für die Zyklusbeobachtung eingesetzt hat ;-) )

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Grüsse, Mercedes


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 19:12 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
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NFP seit: 2005
Mercedes hat geschrieben:
...das Problem liegt mehr in den Katholischen Ehe - und Moralvorstellungen, denn Sex ist im Katholizismus immer noch zur Fortpflanzung da...



Obwohl ich zur Zeit mehr als genug an der römisch-katholischen Kirche zu kritisieren hätte, stimmt diese Ansicht trotzdem nicht. Insbesondere Papst Johannes Paul II hat hier einen großen Wandel "eingeleitet". Die Begründung ist nicht: "Sex dient nur der Fortpflanzung, also nicht verhüten", sondern "Sex ist so wertvoll und ein so großes Geschenk, dass wir achtsam damit umgehen müssen." Im Übrigen sind solche erzkatholischen Gruppen ja nicht "nur" gegen Verhütung sondern "predigen" auch gleichzeitig "kein Sex vor der Ehe". Das will im Jahr 2010 natürlich keiner hören, aber völlig neutral betrachtet wäre die Aidsproblematik sehr viel weniger vorhanden, wenn jeder nur Sex mit einer Person hätte. Trifft auf mich auch nicht zu und heutzutage will das wohl so gut wie niemand mehr, aber leugnen kann man das halt auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 19:42 
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Inventar

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Und wenn jeder, der mit mehreren Personen Sex haben will oder hat oder diese Möglichkeit noch nicht aus seinem Leben streichen kann, noch dazu Kondome verwendet, wäre das Virus fast ausgerottet. ;-)
Ich verstehe wirklich nicht, warum sich "Kein Sex vor der Ehe" und "Wenn doch - das Fleisch ist leider nicht immer stark -, dann mit Gummi + Beichte" widersprechen. Beides wäre schließlich ein achtvoller Umgang mit unserem Leben und dem unserer Mitmenschen.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 20:05 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
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NFP seit: 2005
Milchmädchen hat geschrieben:
Ich verstehe wirklich nicht, warum sich "Kein Sex vor der Ehe" und "Wenn doch - das Fleisch ist leider nicht immer stark -, dann mit Gummi + Beichte" widersprechen.


Das stimmt natürlich und du hast völlig Recht mit deiner Anmerkung. Was mich mal interessieren würde: immer wird mit Kondomen geworben als Schutz vor HIV, aber gibts dazu auch aussagekräftige Studien? Ich meine, Kondome haben halt auch keinen PI von 0, deshalb frage ich...


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 20:10 
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Inventar

Registriert: 8. Februar 2008 11:16
Beiträge: 2215
Das habe ich mich auch schon häufiger gefragt...
Da das Virus aber auch ohne Kondom manchmal nicht weitergegeben wird, weil die Übertragung von der Viruslast und anderen Bedingungen abhängt, kann man das wohl aber ohnehin nicht genau sagen. Schätzungsweise ist das Kondom aber einfach das einzige Mittel, dass potentiell gegen die meisten sexuell übertragbaren Infektionen schützt.

Ist jetzt wirklich OT geworden, aber vielleicht weiß ja doch jemand hier eine Studie dazu. *zustimm*

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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 20:53 
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Kurven-Rätslerin

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Viktualia hat geschrieben:
Mercedes hat geschrieben:
...das Problem liegt mehr in den Katholischen Ehe - und Moralvorstellungen, denn Sex ist im Katholizismus immer noch zur Fortpflanzung da...


Obwohl ich zur Zeit mehr als genug an der römisch-katholischen Kirche zu kritisieren hätte, stimmt diese Ansicht trotzdem nicht. Insbesondere Papst Johannes Paul II hat hier einen großen Wandel "eingeleitet". Die Begründung ist nicht: "Sex dient nur der Fortpflanzung, also nicht verhüten", sondern "Sex ist so wertvoll und ein so großes Geschenk, dass wir achtsam damit umgehen müssen." Im Übrigen sind solche erzkatholischen Gruppen ja nicht "nur" gegen Verhütung sondern "predigen" auch gleichzeitig "kein Sex vor der Ehe". Das will im Jahr 2010 natürlich keiner hören, aber völlig neutral betrachtet wäre die Aidsproblematik sehr viel weniger vorhanden, wenn jeder nur Sex mit einer Person hätte. Trifft auf mich auch nicht zu und heutzutage will das wohl so gut wie niemand mehr, aber leugnen kann man das halt auch nicht.

Es ist nicht meine Ansicht, es sind unwiderrufene Enzyklika...
Ich zitiere mal aus den oben verlinkten Enzyklika, die immer noch Gültigkeit haben: hat geschrieben:
Eigenart der ehelichen Liebe
9. In diesem Licht wird die besondere Eigenart und Forderung der ehelichen Liebe deutlich. Es kommt sehr darauf an, daß man davon die rechte Vorstellung hat. An erster Stelle müssen wir sie als vollmenschliche Liebe sehen; das heißt als sinnenhaft und geistig zugleich. Sie entspringt darum nicht nur Trieb und Leidenschaft, sondern auch und vor allem einem Entscheid des freien Willens, der darauf hindrängt, in Freud und Leid des Alltags durchzuhalten, ja dadurch stärker zu werden: so werden dann die Gatten ein Herz und eine Seele und kommen gemeinsam zu ihrer menschlichen Vollendung. Weiterhin ist es Liebe, die aufs Ganze geht; jene besondere Form personaler Freundschaft, in der die Gatten alles großherzig miteinander teilen, weder unberechtigte Vorbehalte machen noch ihren eigenen Vorteil suchen. Wer seinen Gatten wirklich liebt, liebt ihn um seiner selbst willen, nicht nur wegen dessen, was er von ihm empfängt. Und es ist seine Freude, daß er durch seine Ganzhingabe bereichern darf. Die Liebe der Gatten ist zudem treu und ausschließlich bis zum Ende des Lebens; so wie sie Braut und Bräutigam an jenem Tag verstanden, da sie sich frei und klar bewußt durch das gegenseitige eheliche Jawort aneinander gebunden haben. Niemand kann behaupten, daß die Treue der Gatten - mag sie auch bisweilen schwer werden - unmöglich sei. Im Gegenteil. Zu allen Zeiten hatte sie ihren Adel und reiche Verdienste. Beispiele sehr vieler Ehepaare im Lauf der Jahrhunderte sind der Beweis dafür: Treue entspricht nicht nur dem Wesen der Ehe, sie ist darüber hinaus eine Quelle innigen, dauernden Glücks. Diese Liebe ist schließlich fruchtbar, da sie nicht ganz in der ehelichen Vereinigung aufgeht, sondern darüber hinaus fortzudauern strebt und neues Leben wecken will. "Ehe und eheliche Liebe sind ihrem Wesen nach auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft ausgerichtet. Kinder sind gewiß die vorzüglichste Gabe für die Ehe und tragen zum Wohl der Eltern selbst sehr bei (8)."

... und Verhütung ist meines Erachtens nicht gleichzusetzen mit einem unachtsamen Umgang ;-) ... zu der Vorstellung des 'einen' Sexpartners, womit weniger Aidsansteckungen zustande kommen muss ich zum einen Milchmädchen recht geben:
Milchmädchen hat geschrieben:
Ich verstehe wirklich nicht, warum sich "Kein Sex vor der Ehe" und "Wenn doch - das Fleisch ist leider nicht immer stark -, dann mit Gummi + Beichte" widersprechen. Beides wäre schließlich ein achtvoller Umgang mit unserem Leben und dem unserer Mitmenschen.
...abgesehen davon, dass ich unsere Beziehungs - und Sexualmoral zwar lebe, aber finde, dass es arrogant ist, davon auszugehen, dass alle Kulturen die irgendwann mal von der katholischen Kirche 'missioniert' wurden (oder auch nicht) sich in jedem Punkt den Vorstellungen der katholischen Kirche zu fügen haben - und wenn sie es nicht tun dafür mit dem Leben zu bezahlen haben...

_________________
Grüsse, Mercedes


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 21:16 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
Beiträge: 8495
NFP seit: 2005
Ich habe daraus nur gelesen, dass Ehe an sich auf Nachkommenschaft ausgerichtet ist, aber ich habe das nicht so verstanden im Sinne von "Sex = Fortpflanzung", aber man kann es so lesen, das stimmt. *zustimm* Ich hab es nicht so aufgefasst, aber wir können ja leider nicht mehr beim entsprechenden Papst nachfragen. *lach*
Im Übrigen wollte ich nicht behauptet, dass verhütende Paare unachtsam mit sich oder der Liebe umgehen. Es tut mir Leid, wenn das missverständlich war, aber ich war noch nie jemand, der über jedes einzelne Wort meiner Beiträge nachgedacht hat, was daran liegt, dass ich selbst auch nicht so viel "zwischen den Zeilen" lese wie manch andere. (wohl Typsache).


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 Betreff des Beitrags: Re: In Ö warnt man Jugendliche vor Kondomen u. Verhütung
BeitragVerfasst: 19. Mai 2010 21:26 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 12. Februar 2007 09:54
Beiträge: 487
Viktualia hat geschrieben:
Ich habe daraus nur gelesen, dass Ehe an sich auf Nachkommenschaft ausgerichtet ist, aber ich habe das nicht so verstanden im Sinne von "Sex = Fortpflanzung", aber man kann es so lesen, das stimmt. *zustimm*
Nun, wenn die Ehe auf Fortpflanzung ausgerichtet ist, dann ist eine Ehe ohne Fortpflanzung keine Ehe... oder? Und etwas weiter unten in den Enzyklika wird Sex = Fortpflanzung recht deutlich gesagt...:
Enzyklika hat geschrieben:
Achtung vor dem Wesen und der Zielsetzung des ehelichen Aktes

11. Jene Akte, die eine intime und keusche Vereinigung der Gatten darstellen und die das menschliche Leben weitertragen, sind, wie das letzte Konzil betont hat, "zu achten und zu ehren (11)"; sie bleiben auch sittlich erlaubt bei vorauszusehender Unfruchtbarkeit, wenn deren Ursache keineswegs im Willen der Gatten liegt; denn die Bestimmung dieser Akte, die Verbundenheit der Gatten zum Ausdruck zu bringen und zu bestärken, bleibt bestehen. Wie die Erfahrung lehrt, geht tatsächlich nicht aus jedem ehelichen Verkehr neues Leben hervor. Gott hat ja die natürlichen Gesetze und Zeiten der Fruchtbarkeit in seiner Weisheit so gefügt, daß diese schon von selbst Abstände in der Aufeinanderfolge der Geburten schaffen. Indem die Kirche die Menschen zur Beobachtung des von ihr in beständiger Lehre ausgelegten natürlichen Sittengesetzes anhält, lehrt sie nun, daß "jeder eheliche Akt" von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hingeordnet bleiben muß (12).


Ich wollte im Übrigen nur darauf hinweisen, wie man Deine Aussage verstehen kann... und ich reite bloss so auf den Enzyklika herum, weil ich ehrlich erstaunt war über dieses doch sehr, sehr konservative Schriftstück (das ich im Übrigen nicht nur schlecht finde, aber sicher auch nicht nur gut... ;-) )

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Grüsse, Mercedes


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