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 Betreff des Beitrags: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 00:01 
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neu hier

Registriert: 26. Oktober 2006 18:30
Beiträge: 16
Wohnort: Bonn
Hallo,

ich war einigermaßen entsetzt, als ich festgestellt hatte, dass neben den Latex-Diaphragmen nun mittlerweile auch noch die Vimule- und Prentif-Portiokappen vom Markt verschwunden sind.
Als Ersatz für die Kappen gibt es nur noch die FemCap und das Lea Contraceptivum, von denen angenommen wird, dass sie weniger sicher sind.

Ich kann das irgendwie nicht fassen. Sollte man doch meinen, dass in unserer globalisierten Welt sofort ein Unternehmen die Initiative ergreift, und eine solche Marktlücke schließt.
Wenn ich mich hier im Forum umschaue, habe ich schon den Eindruck, dass es Bedarf an einer sicheren und komfortablen Barriere-Methode gibt.

Mich würde mal interessieren, wie Ihr das seht? Bin ich alleine mit meiner Empörung?

Selbst für die wenigen Barriere-Methoden, die noch verfügbar sind, gibt es kaum unabhängige Studien, weil das Geld dafür fehlt.

Anbei mal eine Auflistung von Studien zu Diaphragmen und Portiokappen aus der Dokumentensammlung einer amerikanischen Interessenvereinigung, die sich mit diesen Themen auseinandersetzt.

http://www.megaupload.com/?d=HVGU7APJ

(auf der Seite rechts den cashing-code eingeben, die rechts unten angezeigten Sekunden warten, dann auf Standard-Download gehen)
Leider auf Englisch, aber wenn man mit “Strg+F” in dem PDF-Dokument nach einem bestimmten Barriere-Produkt sucht, findet man schnell die Einträge, in denen es erwähnt wird.

Schon erschreckend, auf welch niedrigem wissenschaftlichen Niveau und mit welch geringer Teilnehmerzahl viele der Studien durchgeführt werden.

Liest hier im Forum eigentlich jemand mit, der mit Produktentwicklungen dieser Art befasst ist?

Viele Grüße
Mystery


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 10:52 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
Zu den Studien kann ich nix sagen, aber ich weiß dass der amerikanische Markt, z.B. mit Portiokappen besser ausgerüstet ist, dort werden Dias und Kappen aber auch häufiger genutzt!
Viele Amerikanerinnen ab 30 steigen relativ selbstverständlich auf Dias oder Kappen um. In den USA werden die Dinger ja auch im TV und bei Ärzten beworben.
Hier doch kaum und man ist ja auch ein "rückständiger Dinosaurier" oder eben unverbesserlicher Öko wenn man NFP macht oder halt mit Dias u. Kappen verhütet.

Ich finde meine FemCap ganz toll, zum Glück passt mir Modell2 aber auch prima und ich finde es viel angenehmer und einfacher als mein Dia vorher. Wenn das FemCap richtig sitzt, ist es sicher!
Ein schlecht sitzendes Dia ist genau so "unsicher" wie ein schlecht sitzendes Cap auch. Na ja und mit LEA braucht mir erst Keiner zu kommen, dieses komische Loch/Ventil da dachte ich mir schon bevor ich die Berichte über das Versagen von LEA gelesen habe, das kann doch nicht gut sein, wenn eine Barriere am MuMu ein Loch hat.
Trotzdem gibt es wiederum auch Frauen, die das LEA seit Jahren unfallfrei benutzen, vermutlich weil sie Glück hatten und das LEA bei ihnen korrekt sitzt. ich würde das Ding trotzdem nicht benutzen wollen, ist mir unsymphatisch!

Ja und wenn wir eben in Europa kaum eine Nachfrage nach Dias und Co. haben, wird der Markt auch nicht ausgeweitet sondern einfach verkleinert, ist ja das alte Lied, nutzt Du keine hormonelle Verhütung, wirst Du von denen die keine Ahnung haben, als Hinterwäldlerin angesehen.

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Kiran ist nach Uterus OP "sterilisiert" u. NFP müde! Tempie messen wird nicht mehr gemacht, S beobachten nur noch mal so.
Armageddon was yesterday -- today we have a serious problem


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 10:56 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Zitat:
Viele Amerikanerinnen ab 30 steigen relativ selbstverständlich auf Dias oder Kappen um. In den USA werden die Dinger ja auch im TV und bei Ärzten beworben.


Ist das wirklich so? Als ich drüben war waren die Meinungen zum Dia genauso wie hierzulande: unsicher und "benutzt doch keiner".


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 10:58 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
Estreya hat geschrieben:
Zitat:
Viele Amerikanerinnen ab 30 steigen relativ selbstverständlich auf Dias oder Kappen um. In den USA werden die Dinger ja auch im TV und bei Ärzten beworben.


Ist das wirklich so? Als ich drüben war waren die Meinungen zum Dia genauso wie hierzulande: unsicher und "benutzt doch keiner".


Da wollte ich gerade einhaken. In amerik. Filmen und Serien benutzen die Frauen sehr oft ein Dia, auf jeden Fall mehr als hier. Es ist also auf jeden Fall weiter verbreitet bzw. bekannter. Woran liegt denn das? (sind wir nich ohnehin als Pillennation ganz weit vorne, mir war so *kopfkratz* )

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 11:07 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Ja, in Filmen schon. Deswegen hab ich auch viele gefragt ob das so wäre und immer nur ein *hä* zu hören bekommen, die nahmen alle die Pille und ganz wenige Kondome.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 11:23 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
Estreya hat geschrieben:
Ist das wirklich so? Als ich drüben war waren die Meinungen zum Dia genauso wie hierzulande: unsicher und "benutzt doch keiner".


Ich glaube es kommt darauf an, mit welchen Frauen man "drüben" zu tun hat, Teenys u. Collegegirls sehen das sicher so ;-) Ich habe vor vielen Jahren in den USA gearbeitet und dort mit einigen ü30 Frauen zu run gehabt (Nachbarinnen, Verwandte vom damaligen Freund...) die nahmen zumeist Barrieremethoden her, waren einfach genervt von Pillen NWs oder pillenmüde.
Muss aber auch dazu sagen, ich habe vor 15 Jahren in den USA gelebt, wie es jetzt aktuell aussieht, weiß ich auch nicht.......
Ach und natürlich sind in den USA wesentlich mehr Frauen sterilisiert als hier, das darf man nicht vergessen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 11:43 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 19. Juli 2007 12:12
Beiträge: 6460
Wohnort: 4-Ländereck
NFP seit: 07/07
Meine ProFam Ärztin meinte bei der Anpassung damals auch zu mir, dass fast jede amerikanische Frau zumindest einmal in ihrem Leben ein Dia benutzen würde. Woher sie ihre Information hat, weiß ich aber leider nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 13. April 2010 12:02 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ich hab meins bei einer amerikanischen Ärztin anpassen lassen und sie meinte, in USA hätte sie schon viele Dias angepasst.
Ich wäre in D ihre erste Patientin, die ein Dia haben möchte.

Zum Thema Studien:
Dias sind vermutlich finanziell zu uninteressant, als dass jemand langwierige teure Studien in Auftrag geben würde.

Latex-Dias gibt es noch in UK von merlin-medicals unter dem Namen Reflexions und kann bei westons.com bezogen werden.
Das sind meines Wissens die einzigen Latex-Dias, die es noch gibt, da auch das Ortho inzwischen auf Silikon umgestellt hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 15. April 2010 19:11 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 6. Oktober 2004 22:02
Beiträge: 392
Hi!

Haris Pilton hat geschrieben:
Zu den Studien kann ich nix sagen, aber ich weiß dass der amerikanische Markt, z.B. mit Portiokappen besser ausgerüstet ist, dort werden Dias und Kappen aber auch häufiger genutzt!


Das ist mir aber neu. Das einzige, was es in USA gibt, aber hier nicht (verflixt!) ist das "neue" Ortho All-Flex in Silikon - soweit ich weiß.
Kappen gibt es auch nur die Femcap.

Zitat:
Ich finde meine FemCap ganz toll, zum Glück passt mir Modell2 aber auch prima und ich finde es viel angenehmer und einfacher als mein Dia vorher. Wenn das FemCap richtig sitzt, ist es sicher!
Ein schlecht sitzendes Dia ist genau so "unsicher" wie ein schlecht sitzendes Cap auch.


Lt den Studien, die ich gefunden habe, ist eine Femcap unsicherer als ein Dia. Besonders bei Frauen, die shcon geboren haben, wobei da nochmal eine Verbesserung vorgenommen wurde (, die ich lachhaft finde - Verbreiterung der Lasche).
Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass die Funktion dieser dusseligen "Lasche" der Femcap zumindest bei mir (und es fanden sich "Gleichgebaute") nicht gegeben ist, weil sie nämlich fröhlich in der Gegend rumsteht, anstatt anzuliegen (Winkel vom Gebärmutterhals).

Zitat:
Na ja und mit LEA braucht mir erst Keiner zu kommen, dieses komische Loch/Ventil da dachte ich mir schon bevor ich die Berichte über das Versagen von LEA gelesen habe, das kann doch nicht gut sein, wenn eine Barriere am MuMu ein Loch hat.


*grins* Mein Gedanke. :)


Gruß,
Katharina


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 15. April 2010 19:42 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
Asche auf mein Haupt KH, mein Wissen ist von Anno 94/95 :mrgreen: Zumindest gibt es z.Z. noch irgendwelche "einmal-Portiokappen" im Mehrfachpack auf dem US-Markt!

FemCap, das ist ganz einfach, das muss natürlich sitzen, wie ein Dia auch, bestimmt passt das Cap nicht jeder Frau. Mir zum Glück ja und mit Gel finde ich das außerhalb der hochfruchtbaren Zeit sicher.

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 16. April 2010 15:28 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 6. Oktober 2004 22:02
Beiträge: 392
Hi!

Bist Du sicher, dass es die Einmalteile (müssten doch Oves sein) wirklich noch gibt? Ich weiß, dass die in USA als Conception Kit verkauft werden, eben um schwanger zu werden. Die wird dann nach dem GV über den Muttermund gestülpt, gibt's nur in einer Größe und hat etwas andere Rand, glaube ich.
Und es gibt sie nur im Kit mit Ovulationstest und Schwangerschaftstest und weasweißich und kostet dann hübsch viel Geld.

Hats Du mal eine Femcap mit ner Prentif verglichen - also bei Tragen? Ich finde da den Unterschied schon erstaunlich bei mir. Die Prentif liegt sowas von knallbombemfest an (durch die Rille), da kann die Femcap zuhause bleiben. Schade, dass die Prentif nicht mehr zu bekommen ist.

Schöne Grüße,
Katharina


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 16. April 2010 19:24 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 1. April 2010 10:43
Beiträge: 681
Wohnort: NRW
Ich habe jedenfalls Werbung auf einer Us-Seite für diese den Oves ähnlichen Dingern gesehen und zum Vergleich Prentif und Femcap kann ich Dir nichts sagen, ich habe Prentif nie gehabt.

Was soll ich sagen, mir pass das FemCap sehr gut, ich scheine dafür geeignet zu sein, das ham' die extra nur für mich gemacht :mrgreen: iss doch klar ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 20. April 2010 10:01 
Warum verkauft Ortho hier eigentlich seine neuen Silikon-Dias nicht? *kopfkratz*
Vor allem, wenn sie in USA schon auf dem Markt sind?
Kann man die irgendwie trotzdem beziehen, notfalls aus Übersee?


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 20. April 2010 10:25 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
hab ich hier schon ein paarmal (vermutlich gut verteilt?!) geschrieben: die haben keine CE-Kennzeichnung, dürfen also nicht gewerblich in Europa eingeführt werden. Eine CE-Zertifizierung ist aufwändig und kostspielig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Studienergebnisse zu Diaphragmen und Portiokappen
BeitragVerfasst: 20. April 2010 23:59 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 6. Oktober 2004 22:02
Beiträge: 392
Haris Pilton hat geschrieben:
Ich habe jedenfalls Werbung auf einer Us-Seite für diese den Oves ähnlichen Dingern gesehen ...


Ui, kannst Du die Seite vllt noch mal finden? Das würde mich sehr, sehr, sehr interessieren.


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