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Hast du ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs?
Ja - ich würde nie mit einem Kupfer-IUP verhüten 28%  28%  [ 84 ]
Jain - ich habe schon ein komisches Gefühl dabei, würde aber deshalb die Verhütung mit einem Kupfer-IUP nicht generell ablehnen 20%  20%  [ 59 ]
Nein, ich habe keinerlei Bedenken 52%  52%  [ 156 ]
Abstimmungen insgesamt : 299
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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 15. April 2010 23:11 
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Moderatorin

Registriert: 21. April 2009 10:41
Beiträge: 3518
NFP seit: 03/09
hätte ich ethische bedenken, hätte ich kein IUP. so einfach ist das bei mir. :mrgreen: ich seh das prinzipiell aber recht locker, mir ist "egal", was mein kettchen da unten lähmt oder "tötet", hauptsache, es macht seinen job - mich vor einer schwangerschaft schützen. das ist aber nur mein empfinden.

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10 Jahre Gynefix (09-19), nun NFP mit Ovy-App im Zyklus 198. Mit Mann und 2 Katern das Leben genießend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 16. April 2010 07:54 
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Registriert: 26. April 2008 20:57
Beiträge: 1594
Ja, möchte auch betonen, daß es allein um meine Auffassung geht, ab wann das Leben für mich losgeht (da ändern auch Gesetze nichts daran). Die befruchtete Eizelle und die anschließend rasche Zellteilung ist der Start ins Leben, die erste Stufe sozusagen, die zweite Stufe ist die Einnistung in der Gebärmutter.
Ich für mich möchte einfach da keinen "ethischen Fehler" begehen und nehme daher den frühest möglichen Zeitpunkt. Meine Verhütung "muß" daher immer die Befruchtung schon verhindern, damit es sich für mich richtig anfühlt.

Würde ich in einer Notlage da anders entscheiden müssen, wäre es schwierig für mich, aber ich schließe nichts aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 18. April 2010 13:02 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3465
Ich sag mir dazu, dass es auch "im natürlichen Zyklus" mal vorkommen kann, dass ein Ei zwar befruchtet wird,sich dann aber nicht einnistet..deswegen hatte ich nie bedenken bei meiner Kupferspirale (bei der die Kupferionen ja auch die Spermien lähmen sollten).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 18. April 2010 20:39 
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NFP-Guru

Registriert: 6. Februar 2008 19:46
Beiträge: 2638
Wohnort: Frankenländle
NFP seit: 03/2008
Mondscheinkind hat geschrieben:
Ich sag mir dazu, dass es auch "im natürlichen Zyklus" mal vorkommen kann, dass ein Ei zwar befruchtet wird,sich dann aber nicht einnistet..deswegen hatte ich nie bedenken bei meiner Kupferspirale (bei der die Kupferionen ja auch die Spermien lähmen sollten).

*unterschreib* *zustimm*

Aber jede sieht das anders, und jede verhütet dann eben so, wie sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren kann. *sonne*

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Hörnchen mit Ottermann, kleinem ♥ Frühstarter-Wutz ♥ (11/2014), winzigem Nachzügler (8/2020), und zwei Katzenknutschkugeln im Bild. Zyklus. Florentina ist Patin vom Wutzelchen. * im Herzen (5/2018)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 18. April 2010 21:00 
Fehlgeburten kommen auch natürlich vor, sind deswegen Schwangerschaftsabbrüche kein Problem?

Ich finde auch Aussagen wie "bis zur 12. Schwangerschaftswoche sind Abbrüche ok" schwierig. Woher will man genau wissen, in welcher Woche man ist (außer man weiß genau, welcher GV zur Befruchtung geführt hat, wann genau sich die Eizelle eingenistet hat weiß man aber trotzdem nicht). Falls die 12. Woche am Dienstag aufhört, dürfte man noch einen Abbruch machen, ab Mittwoch dann aber nicht mehr? Babys entwickeln sich auch unterschiedlich schnell. Für mich kommen da so viele unterschiedliche Faktoren zusammen, dass man da meiner Meinung nach kein "Wochenangabe" machen kann und sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 19. April 2010 17:26 
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NFP-Guru

Registriert: 6. Februar 2008 19:46
Beiträge: 2638
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NFP seit: 03/2008
mondtiger hat geschrieben:
Fehlgeburten kommen auch natürlich vor, sind deswegen Schwangerschaftsabbrüche kein Problem?

Meine Sicht dazu: Sobald eine Einnistung stattgefunden hat, würde ich keinen Abbruch vornehmen lassen (Extremsituationen wie nach einer Vergewaltigung mal ausgenommen...). Eine Verhinderung der Einnistung ist für mich nicht das gleiche wie ein Abbruch einer bestehenden Schwangerschaft (= Ausstoßung einer eingenisteten Eizelle).

Aber wie schon gesagt, definiert das eben jede anders, jede setzt den Beginn des Lebens für sich anders fest, und ich finde es auch recht sinnfrei, durch provokante Fragen hier subtil eine moralische Beliebigkeit zu unterstellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 19. April 2010 17:33 
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NFP-Königin

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mondtiger hat geschrieben:
Fehlgeburten kommen auch natürlich vor, sind deswegen Schwangerschaftsabbrüche kein Problem?


Ich finde die Argumentation mit natürlich vorkommenden Nicht-Einnistung seltsam. Dann könnte ich ja (überspitzt formuliert) auch sagen: Meine Oma wird sicher irgendwann sterben (so wie wir alle), also macht es nichts, wenn sie etwas früher stirbt, weil ich nachgeholfen habe?"
Mir ist bewusst, dass niemand von uns so denkt, ich wollte nur mal darstellen, wie merkwürdig ich diese Argumentation finde. Wenn jemand sagt "Es ist nur ein Zellhaufen für mich", dann kann ich diese Argumentation noch nachvollziehen, wenn auch nicht teilen. *zustimm*


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 19. April 2010 20:22 
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NFP-Guru

Registriert: 6. Februar 2008 19:46
Beiträge: 2638
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NFP seit: 03/2008
Das Beispiel mit der Oma finde ich schon mehr als überspitzt formuliert. :shock: Beim Tod eines Menschen "etwas nachhelfen" hier mit der Verhütung mittels eines IUPs auf eine Ebene zu stellen - na danke. *ko*

Wie ich oben schon schrieb, beginnt für mich das Leben nicht mit der Befruchtung, sondern ungefähr ab der Einnistung (ob es nun genau dann beginnt oder erst ein wenig später, habe ich für mich noch nicht geklärt und werde dies hoffentlich auch nie tun müssen, da ich nie in die Situation kommen will, über eine Abtreibung entscheiden zu müssen...), weshalb ich bei der Verhütung mit einer Spirale auch keinerlei moralische Bedenken habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 19. April 2010 20:43 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
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NFP seit: 2005
Hörnchen, das habe ich verstanden. *zustimm* Außerdem sagte ich ja, dass es ein überspitztes Beispiel ist. Dem bin ich mir schon bewusst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 20. April 2010 05:37 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 3465
Es weiß ja vor allem auch niemand,wie häufig unter Kupfer-IUP so eine "Frühabtreibung" überhaupt vorkommt,da gibts soweit ich weiß keine Studien dazu-weil wer weiß,vll kommt das nicht häufiger vor,als es im normalen Zyklus passieren würde... *nixweiss*


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 20. April 2010 08:09 
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Ersthelferin a.D.

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Ich hatte dazu mal einen Artikel gelesen, Studien sind zu sowas natürlich wahnsinnig schwierig. Darin stand, dass sich die Eizellen bei Kupferspiralenträgerinnen wohl trotz Befruchtung auch gar nicht normal weiter entwickeln würden. Warum, wieso, weshalb übersteigt mein medizinisches (Nicht)Wissen. Ich hatte aber auch schon die Überlegung, ob so kupfergeschädigte halb gelähmte Spermien, welche die Eizelle doch noch erreichen, überhaupt noch genug "funktionieren" um eine gesunde "Frucht" zu zeugen? Falls den Gedankengang jemand versteht *kopfkratz*

Hier ist die Quelle http://members.chello.at/verhuetung/met ... pirale.htm , fande ich jetzt ganz interessant eigentlich.


Und zum eigentlichen Thema: nein, ich habe keine Bedenken.

Neytiri hat geschrieben:
hätte ich ethische bedenken, hätte ich kein IUP. so einfach ist das bei mir. ich seh das prinzipiell aber recht locker, mir ist "egal", was mein kettchen da unten lähmt oder "tötet", hauptsache, es macht seinen job - mich vor einer schwangerschaft schützen. das ist aber nur mein empfinden.
hätte ich ethische bedenken, hätte ich kein IUP. so einfach ist das bei mir. :mrgreen: ich seh das prinzipiell aber recht locker, mir ist "egal", was mein kettchen da unten lähmt oder "tötet", hauptsache, es macht seinen job - mich vor einer schwangerschaft schützen. das ist aber nur mein empfinden.


So kann ich das wohl am ehesten unterschreiben und hätte es auch nicht anders formuliert. Ist für mich allemal besser, als immer wieder mit Kondomen zu verhüten und im Notfall die PD danach hinterher zu werfen oder abtreiben zu müssen (was nach aktuellem Stand wegen absolut fehlendem Kinderwunsches der Fall wäre).

Kann aber auch die Überlegungen der Frühabtreibung verstehen bzw. nachvollziehen. Gerade bei dem Thema wird es eben immer verschiedene Sichtweisen geben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 20. April 2010 15:14 
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Moderatorin

Registriert: 11. April 2005 22:30
Beiträge: 9175
NFP seit: April 2005
Mondscheinkind hat geschrieben:
Es weiß ja vor allem auch niemand,wie häufig unter Kupfer-IUP so eine "Frühabtreibung" überhaupt vorkommt,da gibts soweit ich weiß keine Studien dazu-weil wer weiß,vll kommt das nicht häufiger vor,als es im normalen Zyklus passieren würde... *nixweiss*


Ich finde, das kann man nicht miteinander vergleichen. Alternative wäre ja nicht der ungeschützte Verkehr, bei dem man auch eine Schwangerschaft in Kauf nimmt, sondern eine andere Verhütungsmethode, vielleicht das Kondom. Und da kommt eine Befruchtung und eventueller natürlicher, früher Abgang (theoretisch) überhaupt nicht vor.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 20. April 2010 18:02 
Lottchen hat geschrieben:
Ich hatte aber auch schon die Überlegung, ob so kupfergeschädigte halb gelähmte Spermien, welche die Eizelle doch noch erreichen, überhaupt noch genug "funktionieren" um eine gesunde "Frucht" zu zeugen? Falls den Gedankengang jemand versteht *kopfkratz*


Das fänd ich beunruhigend.
Da ein Schwangerschaftsabbruch für mich nicht mehr in Frage käme wäre es für mich schon einigermaßen schlimm, wenn das der Fall wäre.

Hat jemand Informationen zu "Trotz-Spirale-Kindern"? Ob bei denen eine erhöhte Gefahr besteht, behindert zu sein?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 20. April 2010 19:12 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 4. April 2008 13:18
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Nein, also da stand drin, die entwickeln sich nicht normal und nisten sich deshalb gar nicht erst ein.

Code:
Sie behindern die Funktion und den Transport der Spermien durch Gebärmutter und Eileiter, hemmen die Entwicklung eventuell befruchteter Eizellen und verhindern die Einnistung dieser Embryonen in die Gebärmutter.


Also dass sich sozusagen keine intakten befruchteten Eizellen nicht einnisten sondern die befruchteten Eizellen selbst schon nicht weiter entwicklungsfähig sind. Aber wie gesagt, mir fehlt zur genauen Interpretation dieser Aussagen das medizinische Verständnis.


Ich weiß von mind. einer Gynefix-Schwangerschaft und das Kind wurde mit liegender Kette gesund auf die Welt gebracht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ethische Bedenken gegenüber Kupfer-IUPs
BeitragVerfasst: 20. April 2010 22:53 
Lottchen hat geschrieben:
Ich weiß von mind. einer Gynefix-Schwangerschaft und das Kind wurde mit liegender Kette gesund auf die Welt gebracht.


Wie, die haben die Kette nicht gezogen? :shock: Na sowas!


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